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Vom Traumtänzer zum Held

Kategorie: Kinder / Jugend Veröffentlicht: 07. April 2018

Jugend-Musical „Josef“ der evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Neufahrn/Hallbergmoos

„Kennst du Neid?“ Im Making of-Video, das beim diesjährigen Musical-Workshop gedreht wurde, stellte Pfarrerin Dr. Juliane Fischer den Jugendlichen diese Frage. Die Antworten darauf waren so vielfältig wie die Charaktere, die heuer bei der Aufführung „Josef“ auf der Bühne standen.
„Ich bin neidisch, wenn ich lernen muss während die anderen draußen ihren Spaß haben!“, antwortete ein Teilnehmer. „Wenn bei der Rollenverteilung mehrere die gleiche Rolle haben wollen und die Wunsch-Rolle dann ein anderer kriegt, ist man schon neidisch“, gab eine junge Schauspielerin zu, „wenn man dann aber bei den Proben in die eigene Rolle hineinwächst und das tolle Miteinander hier miterlebt, ist dieser Neid sehr schnell wieder vergessen!“

 

 

Welche Auswirkungen Neid haben kann, wenn er blüht und Früchte treibt, erzählt die Josefsgeschichte aus dem Alten Testament. Der vom Stammvater Jakob bevorzugte Sohn Josef zieht den Hass seiner Brüder auf sich. Nach einem misslungenen Mordversuch wird er von ihnen als Sklave nach Ägypten verkauft. Doch durch Gottes Gnade und seine zukunftsweisenden Träume wird Josef dort zum gefeierten Helden und alles kehrt sich zum Guten.

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Genau diese Geschichte aus dem Alten Testament, jedoch aufgepeppt mit Szenen aus dem „Hier und Jetzt“, brachten die Sänger, Schauspieler und Tänzer im Adonia-Musical „Josef“ nun an zwei Abenden auf die Bühne des Gemeindesaals Hallbegmoos. In der Workshop-Woche von Ostermontag bis Freitag wurde fleißig gesungen, getanzt, das Bühnenbild gestaltet, die Kostüme genäht und intensiv geprobt. Dabei blieb der Spaß aber keineswegs auf der Strecke! Zur Premiere standen 46 Jugendliche zwischen acht und siebzehn Jahren auf der Bühne und waren bereit für die große Show. Ein gutes Gespür zeigten im Vorfeld die Verantwortlichen für Schauspiel (Karin Eigeldinger und Elena Willkows), Chor (Tabea Scholz), und Tanz (Patrizia Volkmar) bei der Verteilung der Rollen und Gesangseinlagen. Josef (hervorragend gespielt von Jakob Graf) im signalroten FC-Bayern-Trikot überzeugte mit seiner souveränen und ruhigen Art. Auf der Bühne stand als feste Größe im Hintergrund der stimmgewaltige Chor, aus dem sich immer wieder für die Solis einzelne Sängerinnen lösten. Ramona Mebus und ihre Band unterstrichen die Szenen mit passendem Sound – von Musik, die „unter die Haut geht“ bis hin zu rockig, poppig, ausgelassenen Melodien. Kristina Kliem und Laura Gerebecz führten als Erzählerinnen charmant durch den Abend.

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Hinter den Kulissen leisteten auch die Techniker, Bühnenbildner, Requisiteure, Maskenbildner, das Catering-Team und viel weitere helfende Hände hervorragende Arbeit. Pfarrerin Juliane Fischer bedankte sich am Ende des Abends bei allen Mitwirkenden für diese beeindruckende Teamleistung mit weißen Rosen. Besonderer Dank ging dabei an André Spindler, der sich auch heuer wieder für die Hauptleitung und Gesamtorganisation verantwortlich zeichnete. Mittlerweile schon zum 10. Mal wurde hier in Hallbergmoos ein Jugend-Musical aufgeführt. Ruby Kolonko war von Anfang an bei jeder Aufführung mit dabei, erst im Schauspiel-Bereich, später dann als Helferin in der Küche und seit einigen Jahren packt sie bei den Kostümen, dem Bühnenbild und der Requisite mit an. „Das ist einen extra Applaus wert“, bedankte sich Pfarrerin Dr. Juliane Fischer.

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Für Sie berichtete Christine Hofer.