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Seit 65 Jahren ein glückliches Paar

Kategorie: Allgemeines Veröffentlicht: 21. November 2019

Eiserne Hochzeit im Hause Kreilinger

Gefunkt hat es bei Eva und Max Kreilinger auf den ersten Blick, als sie im Jahr 1952 Gäste bei einer Hochzeitsfeier waren. Schon zwei Jahre später standen sie selber vor dem Traualtar. Das Eheglück währt inzwischen 65 Jahre, am 20. November konnten die beiden ihre Eiserne Hochzeit begehen.

Im Laufe der Jahre hat sich die Familie durch die beiden Söhne Max (geb. 1955) und Franz (geb. 1956) vergrößert, inzwischen kamen sechs Enkel und sieben Urenkel dazu.

Ihr erstes Haus bauten sie in Goldach und da wurde auch die junge Ehefrau fest eingespannt, „damals hab ich das Mörtelrühren gelernt.“ Heute kann sie darüber lachen. Das Haus in Goldach blieb nicht das einzige, denn beruflich bedingt zogen sie nach München und wollten auch dort im eigenen Haus wohnen. Max Kreilinger war bei der Stadt München angestellt und Ehefrau Eva arbeitete als Lageristin bei der Firma Radspieler. Irgendwann kam jedoch der Wunsch auf, „bis zur Rente wollen wir wieder nach Goldach.“ Bei dem Reihenhaus, in dem sie inzwischen bereits seit vielen Jahren wohnen, waren dann auch ihre längst erwachsenen „Buben“ beim Ausbau behilflich.

Dass der geborene Goldacher das Bauen als sein Hobby bezeichnet, ist kein Zufall. Zehn Jahre war er bei einer Baufirma in Eching angestellt. Und aus dieser Zeit kann er etwas ganz Besonderes berichten. Sein damaliger Arbeitgeber war am Bau der neuen Goldacher Kirche beteiligt, und da das Kirchenschiff zu breit war für den vorhandenen Kran, kam Max Kreilinger auf die Idee, man könne ja den Kran innen aufstellen. Aufregendes Ende dabei war, dass die Portalöffnung nur äußerst knapp ausgereicht hat, um den Baukran wieder herauszubringen.

Sein Talent zum Erzählen ist in der Familie bekannt und nicht nur diese Geschichte erzählt Max Kreilinger sehr anschaulich und heiter. Ein Stichwort genügt, und schon fällt ihm etwas dazu ein.

„Wir sind Ungarn-Fans“ antworten sie auf die Frage nach Urlaubsreisen. Jahrelang fuhren sie regelmäßig in ein ungarisches Thermalbad. Nicht verwunderlich, dass der Wunsch aufkam, auch dort ein Haus zu bauen. Eva Kreilinger, ursprünglich aus Ungarn stammend, konnte bei diesem Vorhaben ihre Sprachkenntnisse hilfreich einbringen. Seit damals unterstützen sie auch den dortigen Kindergarten, „weil die Kinder immer so freundlich gegrüßt haben.“

kreilinger eisenhochz

Seit 65 Jahren ein glückliches Paar: Max und Eva Kreilinger. Pfarrer Thomas Gruber (li) und Bürgermeister Harald Reents (re) gratulieren zur Eisernen Hochzeit. 

Gefeiert wurde nicht nur im Rahmen eines Gottesdienstes mit Erneuerung des Brautsegens, sondern auch „mit dem ganzen Clan“, natürlich beim Neuwirt, da hatten sie sich kennen gelernt und vor 65 Jahren ihre Hochzeit gefeiert. Und auch die Silberne, die Goldene und die Diamantene Hochzeit.

Pfarrer Thomas Gruber gratulierte mit einem „guten Tropfen“. Bürgermeister Harald Reents beglückwünschte das Jubelpaar und überreichte nicht nur ein Präsent im Namen der Gemeinde, sondern auch einen Blumengruß des Landrats und einen Bildkalender als Geschenk des Ministerpräsidenten.

Dass sich die zwei auch nach 65 Jahren noch herzlich zugetan sind, ist unübersehbar. Warum das so ist? Max Kreilinger muss nicht lange überlegen: „Weil wir uns so gut verstehen“ und „weil sie so gut kochen kann.“ Und seine Frau Eva findet: „Es ist schon recht so, wie es ist!“

Auch der Mooskurier gratuliert herzlich und wünscht noch viele glückliche gemeinsame Jahre.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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