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Freiheit und Leben spüren…

Kategorie: Allgemeines Veröffentlicht: 14. April 2019

SPD-Ortsverein lädt ein zur 3. Hallbergmooser Motorradweihe

Bei diesem Anblick schlugen die Bikerherzen höher und die Augen leuchteten: Mehr als 50 Motorräder standen aufgereiht auf dem Parkplatz der Kirche St. Theresia, nagelneue, aber auch einige, die bereits Kultstatus haben, die Markennamen, die jeder kennt, schwarze, blaue, rote und Maschinen mit viel blitzendem Chrom, dazwischen eine leuchtend rote Vespa… - alle blankgeputzt und strahlend sauber.

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Bei diesem Anblick leuchten die Augen und Bikerherzen schlagen höher.

Motorräder, Fahrerinnen und Fahrer standen bereit, um gesegnet zu werden. Der Ortsverein der SPD Hallbergmoos-Goldach hatte am 14. April zur 3. Hallbergmooser Motorradweihe eingeladen. Geweiht werden die Motorräder bei dieser Gelegenheit allerdings nicht, für solche Situationen sieht die Kirche die Segnung vor, in der Gott um seinen besonderen Schutz gebeten wird, in diesem Fall für die Motorräder und alle, die mit ihnen unterwegs sind.

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Pfarrer Thomas Gruber segnet Motorräder, Fahrerinnen und Fahrer.

„Jesus ist damals auf einem Esel geritten.“ An diesem Vormittag stellt sich Pfarrer Gruber jedoch die Frage: „Hätte es vor 2000 Jahren mehr Technik gegeben, wäre Jesus dann vielleicht mit dem Motorrad in Jerusalem eingezogen?“ Er kann nachvollziehen, wie sehr die Biker die Freiheit beim Fahren schätzen und genießen. „Aber“, mahnt er, „Biker wissen, dass das mit Risiko verbunden ist. Deshalb steht dahinter auch eine große Verantwortung.“ Ein Psalm, vorgelesen von Oliver Jürgenhake, stellv. Vorsitzender des SPD-Ortsvereins, bekam einen neuen Wortlaut, passend für die Motorradfahrer, und nach den Fürbitten gedachten die Anwesenden all jener, die mit ihrem Motorrad zu Schaden gekommen sind.

Pfarrer Gruber ging durch die langen Reihen der blitzenden Maschinen und ihrer stolzen Besitzer, und er brauchte dabei viel Weihwasser, um alle segnen zu können. Freude am Fahren wünschte er zum Abschluss allen, aber auch Übersicht und Geistesgegenwart, und er schloss mit der Hoffnung, dass alle immer wohlbehalten wieder zuhause ankommen. Und zur Erheiterung der versammelten Biker-Gemeinde entließ er sie am Ende mit dem etwas abgewandelten Schluss-Satz: „Fahret hin in Frieden!“

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Im Motorradkorso geht’s zur Parkwirtschaft.

Danach waren allerdings ganz andere Töne zu hören. Wenn mehr als 50 Motorräder angelassen werden, erzeugt das schon einen sehr kräftigen Sound. Im Motorradkorso ging es zur Parkwirtschaft, wo man sich in geselliger Runde traf. Nach dem gemeinsamen Essen wurde viel gefachsimpelt, man konnte sich mit den rosaroten Schutzengelchen fotografieren lassen und es war Gelegenheit für Fachgespräche und Beratung, wofür das Team von Schiederer Performance zur Verfügung stand. Bei der anschließenden Tombola gab‘s schöne Preise gewinnen, der Erlös kam der Kirche St. Theresia zugute.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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