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Minis in Goldach und Hallbergmoos

Kategorie: Kinder / Jugend Veröffentlicht: 17. März 2020

Was tun Ministranten eigentlich?

Was bedeutet es, Ministrantin oder Ministrant zu sein? Im Gottesdienst übernehmen die Ministranten, man kennt sie auch als Messdiener, besondere Aufgaben, indem sie dem Priester bei der heiligen Messe oder einer anderen liturgischen Feier assistieren. Dazu tragen sie auch eine besondere Kleidung, den Talar. Ehe sie aber so weit sind, müssen sie erst die Abläufe kennenlernen, wie man sich wann richtig verhält, welche Handgriffe in welcher Reihenfolge drankommen etc. Die „Minis“ in Goldach und Hallbergmoos wissen und können das bereits alles. Nach der Erstkommunion dürfen sich Buben und Mädchen für diesen Dienst anmelden und die meisten bleiben sehr lange dabei. „Wir erklären ihnen alles und wir üben auch mit ihnen“, sagen die drei Chef-Minis Sofie, Theresa und Simon, „aber am besten geht es durch das Mitmachen.“ Damit alles gut klappt, sind immer Große und Kleinere gleichzeitig im Einsatz, man hilft sich gegenseitig und „auch der Pfarrer unterstützt die Neuen, wenn sie mal unsicher sind.“ Etwa zweimal im Monat kommt jede/jeder der rund 40 Minis in der Herz-Jesu-Kirche in Goldach bzw. der 20 Minis in St. Theresia in Hallbergmoos mit einem Dienst an die Reihe.

Doch die Ministranten sind nicht nur in der Kirche im Einsatz, denn, wie die drei Chef-Minis verraten, „wir sind eine gute Gemeinschaft und haben viel Spaß miteinander.“

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Die fröhliche Ministranten-Gemeinschaft trifft sich im Pfarrgarten in Hallbergmoos zur „Mini-Aktion“. 3. Reihe, v.li.: die Chef-Minis Sofie, Theresa und Simon

Etwa einmal im Monat treffen sie sich zur „Mini-Aktion“. Da werden dann meistens Filme angeschaut, Spiele werden gespielt, und es gibt öfter auch mal eine Pizza. Einmal im Jahr gibt es Einkehrtage in Oberaudorf mit einem spannenden Rahmenthema. In diesem Jahr ist es z.B. „Weltreligionen“. Sogar größere Reisen werden organisiert, 2019 waren sie in Assisi und 2019 in Rom zur großen Ministrantenwallfahrt, die alle vier Jahre stattfindet und wo sich Tausende von Ministranten treffen.

Die Minis in Goldach und Hallbergmoos sind sehr gut organisiert. Nach der Firmung werden einige zum Obermini, das sind etwa zehn, die sich in einer Leiterrunde mit der Planung für das kommende halbe Jahr beschäftigen. Sofia, Theresa und Simon sind als Chefministranten die Ansprechpartner für den Pfarrer.

Interessierte Buben und Mädchen sind in der Mini-Gemeinschaft übrigens jederzeit herzlich willkommen. Und Chef-Mini Simon betont: „Man muss auch nicht superreligiös sein!“

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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