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Begeisterte Ovationen für Duo Mélange

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 14. Oktober 2019

erstKlassiK/erstklassig: Querflöte, Marimba und eine Premiere 

Mit „Tänzen von Bach bis Piazzolla“ erwartete die Besucher am 12. Oktober im Hallbergmooser Gemeindesaal ein ganz besonderes musikalisches Erlebnis. Als „Duo Mélange“ nahmen Almut Unger, Querflöte, und Thomas Laukel, Marimba, das Publikum mit auf eine musikalische Reise durch verschiedene Jahrhunderte und höchst unterschiedliche Musikstile.

Am weitesten in die Vergangenheit führte eine Suite von Johann Sebastian Bach, die die beiden Künstler abwechselnd solistisch und gemeinsam spielten. Mit Rumänischen Volkstänzen von Béla Bartók ging es ins 19. Jahrhundert, und aus dem 20. Jahrhundert stammten vier Stücke aus dem Ballett „Gayaneh“ von Aram Chatschaturjan, von dem zumindest eines („Säbeltanz“) dem Publikum bekannt vorgekommen sein dürfte.

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Tango, temperamentvoll gespielt von Almut Unger, Querflöte, und Thomas Laukel, Marimba

Begonnen hat das Konzert allerdings mit einer Hommage an den Tango. Nach einer relativ unbekannten Ouvertüre von Astor Piazzolla hörte man vom selben Komponisten aus „L’Histoire du Tango“ die drei Stücke Bordel 1900, Café 1930 und Nightclub 1960, erkennbar dabei die Veränderung, die dieser Tanz im Laufe der Jahre erfahren hat.

Im weiteren Verlauf bot das Konzert den Zuhörerinnen und Zuhörern noch ein ganz besonderes Erlebnis, nämlich die erste Live-Aufführung von „Im Schatten des Tangos“. Vladimir Genin, in Hallbergmoos wohlbekannt, hatte dieses Stück als Auftragswerk für eine CD-Einspielung komponiert, an diesem Abend erklang es zum ersten Mal auf einer Konzertbühne. Ein beeindruckendes und hochspannendes Werk, bei dem auch ungewöhnliche Töne zu hören waren, z.B. vom Mittelstück der Querflöte oder gesungene Vokale.

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„Im Schatten des Tangos“, komponiert von Vladimir Genin , vom Duo Mélange zum ersten Mal live aufgeführt

Den mehr als 100 Gästen aus nah und fern wurde ein außergewöhnliches Konzert geboten. Die beiden Künstler, die bereits seit mehr als 20 Jahren als „Duo Mélange“ auftreten, boten Musikgenuss auf höchstem Niveau. Präzise und punktgenau war ihr Zusammenspiel, temperamentvoll und dann wieder zart, technisch perfekt und doch mit viel Emotion. Und wüsste man es nicht anders, konnte man den Eindruck gewinnen, als wären die Stücke für Querflöte und Marimba gedacht, obwohl sie in der Originalfassung auf ganz anderen Instrumenten zu spielen sind.

Das Publikum war begeistert und bedankte sich bei dem sympathischen Duo mit lang anhaltendem Beifall und lauten Bravo-Rufen. Da durfte dann auch eine Zugabe - eine Sarabande von Johann Sebastian Bach - nicht fehlen.

Nach dem Konzert nutzten viele interessierte Gäste die Gelegenheit, mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen. Geduldig beantworteten Almut Unger und Thomas Laukel viele Fragen, erklärten ihre Instrumente oder erzählten von Ihrer musikalischen Laufbahn.

Das nächste Konzert aus der Abo-Reihe von erstKlassik findet am 23. November statt. Dann geht es um „Das Orchestrale Pianoforte“. Mit vier Händen spielen auf dem Klavier Heike-Angela Moser und Luciano Bitterlich.

Die Organisation der Konzerte erfordert viel Einsatz von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und das Team von erstKlassik benötigt dringend Verstärkung, u.a. bei Dekoration, Pausenbewirtung, Aufbau, Abendkasse und Abrechnung. Kontakt: www.erstklassik.info

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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