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Retriever – gut erzogen und schön anzusehen

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 08. September 2019

2. Spezial-Rassehunde-Ausstellung in Hallbergmoos

Kein Hund hat was gegen Regen, Herrchen/Frauchen natürlich auch nicht. Also war es keine Frage, dass sich trotz dunkler Wolken am Himmel alle angemeldeten Hunde am 7. September auf dem Volksfestplatz in Hallbergmoos zur 2. Spezial-Rassehunde-Ausstellung in Hallbergmoos einfanden.

Die Teilnehmer kamen heuer aus ganz Deutschland, aus Österreich, Tschechien und der Schweiz. Veranstaltungsleiter Matthias Scherer freut sich sichtlich, denn mit 124 Anmeldungen hat sich die Teilnehmerzahl gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent gesteigert.

In zwei „Ringen“ wurden die Hunde von den beiden Schweizer Preisrichtern begutachtet. Dabei werden u.a. Rassestandard und Körperbau beurteilt, ebenso der Eindruck in der Bewegung und beim Stehen. Das Zusammenspiel zwischen Hund und Führer ist ebenfalls ein wichtiger Faktor für die abschließende Gesamtbewertung. Freudestrahlend nahmen die Sieger dann am Ende die farbige Rosette in Empfang in dem Bewusstsein, dass sich alle Mühe bei Zucht und Erziehung gelohnt hat.

Wer bei „Retriever“ lediglich an die allseits bekannten blondgelockten großen Hunde denkt, konnte bei dieser Veranstaltung einiges dazulernen. Zu dieser Hunderasse gehören nämlich nicht nur die Golden Retriever, sondern auch Labrador-, Chesapeake Bay-, Flat Coated-, Curly-Coated und Nova-Scotia-Duck-Toiling Retriever.

Die Veranstaltung bot ein abwechslungsreiches Programm für Teilnehmer und Besucher. Zwischen den Wettbewerben für die einzelnen Alters- und Rasseklassen gab es auch für Nachwuchshundehalter die Chance, mal Wettkampfatmosphäre zu schnuppern und zu zeigen, wie gut man mit dem Tier umgehen kann. Die allerschönsten und allerbesten Retriever, die bereits alle Preise gewonnen haben, dürfen sich „Champion“ nennen, und da es bei den Wettbewerben für sie keine Steigerung mehr gibt, wurden sie an diesem Tag ohne Bewertung den Zuschauern in einer großen Champion-Parade vorgestellt.

Nun könnte man vermuten, dass es bei 124 Hunden laut wird und mal so richtig rund geht. Im Gegenteil: Wer es sich nicht gerade im Zelt von Frauchen bzw. Herrchen gemütlich machte, ging an der Leine spazieren oder spielte kurz mal mit einem Artgenossen, kaum ein Bellen war zu hören. Für Hundebesitzer und Züchter war neben den Wettbewerben Zeit und Gelegenheit für das eine oder andere lockere (Fach-)Gespräch. Oder, wie eine Hundehalterin aus der Nähe von Nürnberg meinte – sie war mit vier Nova Scotia Retrievern gekommen - sich einfach zu freuen, Bekannte wieder zu sehen und einen schönen Tag in netter Gesellschaft zu erleben.

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Blondgelockt, jung, starke Muskeln - Gwyn, ein Siegertyp 

Wer allerdings glaubt, dass sich nur die Menschen über eine Auszeichnung freuen, der wird von Gwyn (der offiziell „Sevenway Fly Me to the Moon“ heißt) eines Besseren belehrt: Der Rüde, ein Golden Retriever, lief unaufgefordert eine Ehrenrunde, begeistert mit dem Schwanz wedelnd und mit der Siegerschleife zwischen den Zähnen.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

 

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