Gemeinderatssitzung vom 10.02.26

Kategorie: Gemeinderat

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++ Narrhalla eröffnet Gemeinderat ++ Lidl, Mobilität und Feuerwehrneubau Hallbergmoos im Mittelpunkt ++

Mit einem närrischen Auftakt begann die zweite Gemeinderatssitzung des Jahres am Dienstagabend im Rathaus. Die Faschingsgesellschaft Narrhalla Hallbergmoos-Goldach präsentierte ihr Showprogramm – begleitet vom Prinzenpaar Sebastian I. und Corinna I. sowie dem Kinderprinzenpaar Dominic II. und Johanna II.

Indoor Cup: Absage wegen Personalmangel – Vereine springen ein
Unter den mündlichen Bekanntgaben informierte Bürgermeister Benjamin Henn darüber, dass die Gemeinde den Indoor Cup zunächst absagen musste, da die Durchführung aufgrund fehlender personeller Kapazitäten nicht gesichert werden konnte. Nach dieser Entscheidung meldeten sich jedoch zwei Vereine: die SG Edelweiß sowie die Kegelabteilung des VfB Hallbergmoos erklärten sich bereit, die Organisation personell zu unterstützen. Damit steht nun fest: Der Indoor Cup findet am 15. März 2026 statt.

Bike-Sharing „myRadl“ startet im Frühjahr 2026
Als zweite positive Nachricht wurde angekündigt, dass das regionale Bike-Sharing-System „myRadl“ ab Frühjahr 2026 auch in Hallbergmoos verfügbar sein wird. Das Angebot wird von der Region gemeinsam mit dem MVV koordiniert. Rund 1.000 Standorte ermöglichen künftig eine flexible Nutzung über Gemeinde- und Landkreisgrenzen hinweg.

Lidl-Ansiedlung in Goldach: Gutachten bestätigt Verträglichkeit
Der Gemeinderat befasste sich mit der Nahversorgungsanalyse zur geplanten Ansiedlung eines Lidl-Lebensmitteldiscounters entlang der Hauptstraße in Goldach. Vorgesehen ist eine Verkaufsfläche von rund 1.400 bis 1.450 Quadratmetern. Christoph Hübner von der CIMA Beratung + Management GmbH erläuterte, dass Hallbergmoos insgesamt gut versorgt sei. Im Discountbereich bestehe jedoch ein Defizit, da leistungsstarke Anbieter wie Lidl oder Aldi bislang fehlen. Dies führe zu Kaufkraftabflüssen in Nachbarkommunen. Die Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass keine schädlichen Auswirkungen auf zentrale Versorgungsbereiche zu erwarten seien. Umsatzumverteilungen in der Ortsmitte lägen im verträglichen Rahmen. Bürgermeister Henn betonte, dass es sich um einen Grundsatzbeschluss handle: „Heute geht es nicht um Stellplätze oder Details, sondern um die Analyse und ob wir das Vorhaben weiterverfolgen.“ Stefan Kronner(SPD) sprach sich grundsätzlich für das Projekt aus, verwies aber darauf, dass Fragen wie Versiegelung und Gestaltung im weiteren Verfahren zu diskutieren seien. Dr. Marcus Mey(CSU) sagte: „Wir können den Leuten nicht vorschreiben, wo sie einkaufen. Wir haben eine freie Marktwirtschaft.“ Sabina Brosch (Grüne) beantragte, die Formulierung „auf Basis des vorgestellten Konzepts“ aus dem Beschluss zu streichen, um spätere Detailfragen offen zu halten. Der Gemeinderat beschloss schließlich mit 18 zu 2 Stimmen, das Ansiedlungsvorhaben weiterzuverfolgen und ein Bebauungsplanverfahren einzuleiten.

Strom- und Gasbeschaffung: Bündelausschreibung ab 2027
Die bestehenden Strom- und Gaslieferverträge für gemeindliche Objekte enden zum 31. Dezember 2026. Um die Versorgung ab 2027 sicherzustellen, soll die Gemeinde erneut an der Bündelausschreibung über den Bayerischen Gemeindetag teilnehmen.
Wie bisher soll Ökostrom bezogen werden. Biomethan und Kompensationszertifikate wurden aufgrund erheblicher Mehrkosten ausgeschlossen. Ein Gemeinderat sprach sich dafür aus, die Option Biomethan offen zu halten, da Mehrkosten von rund 20.000 Euro jährlich aus Klimasicht vertretbar sein könnten. Mehrheitlich folgte das Gremium jedoch dem Verwaltungsvorschlag. Der Beschluss wurde mit 12 zu 8 Stimmen gefasst.

Autonome Busse: Hallbergmoos will Pilotprojekt prüfen
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen stellte den Antrag, Hallbergmoos solle den Einstieg in den autonomen Busverkehr vorbereiten. Vorgeschlagen wurde eine Pilotlinie, die insbesondere Randbereiche und neue Quartiere besser erschließen könnte. Antragsteller Robert Wäger betonte, dass Förderprogramme begrenzt seien und Hallbergmoos frühzeitig „die Hand heben“ müsse, um nicht abgehängt zu werden. Die Verwaltung unterstützte das Thema grundsätzlich: Gerade als junge Gemeinde könne ein Pilotprojekt die Attraktivität und den Wirtschaftsstandort stärken. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass die kurzfristige Umsetzung personell derzeit nicht möglich sei. Gemeinderäte berichteten auch von eigenen Eindrücken autonomer Shuttle-Projekte und bezeichneten die Entwicklung als „Zukunftsthema“. Der Gemeinderat fasste einstimmig einen Grundsatzbeschluss und ergänzte, dass in diesem Zuge auch ein Mobilitätskonzept geprüft werden soll. Abstimmung: 20 zu 0 Stimmen

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Verkehrsspiegel Unterführung: Antrag zurückgezogen
Die CSU-Fraktion beantragte Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit an der Unterführung Alte Ludwigsstraße. Da das Staatliche Bauamt Freising Verkehrsspiegel an dieser Stelle ablehnt und die Gemeinde nicht Straßenbaulastträger ist, wurde der Antrag zurückgezogen. Diskutiert wurden mögliche Alternativen wie Hinweisschilder oder bauliche Bremsmaßnahmen.

Feuerwehrhaus Hallbergmoos: Signal für Neubau gesetzt
Ein zentrales Thema war der geplante Neubau des Feuerwehrhauses Hallbergmoos. Die CSU beantragte, im Haushalt 2026 Planungsmittel in Höhe von 100.000 Euro einzustellen. Zudem soll geprüft werden, ob – wie beim Feuerwehrhaus Goldach – ein externer Geschäftsbesorger eingebunden werden kann, um Planung, Kostensteuerung und Projektabläufe effizient zu bündeln. Die Antragsteller betonten, dass nach dem Richtfest in Goldach nun auch Hallbergmoos zügig vorankommen müsse, um den künftigen Anforderungen an Einsatzbereitschaft gerecht zu werden. Die Verwaltung verwies jedoch auf die Dimension des Projekts: Die Baukosten seien seit 2020 massiv gestiegen. Die Gesamtkosten könnten inzwischen bei rund 20 bis 22 Millionen Euro liegen. 100.000 Euro seien daher nur ein Einstieg. Trotzdem folgte der Gemeinderat dem Antrag und beschloss mit 19 zu 1 Stimmen, die Planungsmittel vorzusehen und die Organisationsstruktur weiter zu prüfen.

Rathaus: Gasheizung nach Ausfall ersetzt
Bereits Anfang Januar war die Gasheizung im Rathaus komplett ausgefallen. Um Frostschäden zu verhindern, musste kurzfristig eine neue Anlage eingebaut werden. Die Kosten von rund 59.000 Euro wurden nachträglich genehmigt und sollen im Haushalt 2026 berücksichtigt werden.

Kinderspielplätze: Mehr Schatten durch Bäume statt Sonnensegel
Der Gemeinderat beriet erneut über die Beschattung von Spielplätzen. Am Spielplatz Sportpark West bleibt die geplante Baumpflanzung bestehen. Der Beschluss zu einem Sonnensegel an der Marienstraße wurde aufgehoben, da Aufwand und Kosten als unverhältnismäßig bewertet wurden. Für den Tassiloweg soll ein Gesamtkonzept erstellt werden, in dem ausreichender Sonnenschutz von Anfang an berücksichtigt wird. Beschluss: einstimmig

Feuerwehrgerätehaus Goldach: Vereine sollen einbezogen werden
Der Gemeinderat beschloss ein Grobkonzept zur Nachnutzung des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses Goldach. Das Gebäude soll als Begegnungsort für Vereine, Kulturangebote, Jugend- und Seniorenarbeit dienen. Mehrere Referenten betonten die Bedeutung solcher Räume für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und gegen Vereinsamung. Als nächster Schritt sollen Vereine und Gruppierungen in einem Workshop beteiligt werden, um offene Fragen zu Organisation und Nutzung zu klären. Beschluss: einstimmig

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Nächste Gemeinderatssitzung:
Di., 10.03.2026, 18:30 Uhr
im Rathaus, Sitzungssaal

Für Sie berichtete Heiko Schmidt.

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