Vorne sitzend von links nach rechts:
Gabi Ippisch (1. Schriftführerin), Andi Holzner (Kassier), Martin Sedlmeier (1. Vorstand), Johann Helminger jun. (2. Vorstand), Sabine Sedlmeier (2. Schriftführerin)
Hintere Reihe stehend von links nach rechts die Beisitzer: Ludwig Auberger, Alfred Holzner, Andreas Huber, Werner Ippisch, Helmut Holzmann, nicht auf dem Bild: Martin Hintermaier (Beisitzer)
Wechsel an der Spitze
Es ist sein letzter Abend in offizieller Funktion. Nach 15 Jahren an der Spitze gibt Hans Helminger sein Amt als Vorsitzender des 1. Schlüter Clubs Freising vor rund 130 Mitgliedern im Hausler Hof ab: „Ich habe es lange gemacht und mich jetzt nicht mehr aufstellen lassen. Mit 67 Jahren bin ich in einem Alter, da sage ich: „Jetzt reicht´s.“ Es ist wie bei der Hofabgabe. Da sollte man zu gegebener Zeit auch abgeben, dass die Jungen nachrutschen können, so sehe ich das und die neue Mannschaft ist super und passt ganz genau.“ Ganz von der Bildfläche verschwindet Helminger aber doch nicht. Frei nach der Devise: „Einmal Schlüter, immer Schlüter“ möchte der Mann mit dem Schlüter-Gen den Verein nach wie vor unterstützen: „Wenn sie mich brauchen, sehr gerne. Das bleibt nach wie vor und der Vorstand möchte mich als Ehrenvorstand. Das mache ich noch in jedem Fall.“
Schlüter-Boom
Im Verein, der unter Helmingers Führung von 119 auf inzwischen fast 450 Mitglieder wächst, eint vor allem die gemeinsame Liebe zu den Kult-Traktoren. „Darauf bin ich schon ein bisschen stolz. Ich finde es schön, dass Schlüter wieder mehr ins Bewusstsein gerückt ist und dass wir in der heutigen Zeit in dieser Gesellschaft ein bisserl Zusammenhalt geschafft haben. Bei uns ist es nicht wichtig, dass einer einen Schlepper hat, sondern uns geht es um die Gemeinschaft der Gleichgesinnten“, betont Helminger, der sich gerne an die besonderen Momente der vergangenen Jahre erinnert: „Highlights waren immer die Großvorführungen der Traktoren. Wir haben die Schlütertradition wieder zum Leben erweckt, wobei das Fest im letzten Jahr mit einigen tausend Leuten das bisher absolut stärkste war.“ Nach der Pandemie sei das nicht selbstverständlich, so Helminger. „Sie hat uns schon zurückgeworfen. Es ging danach erst zäh mit den Stammtischen wieder los. Mittlerweile aber, haben wir uns mindestens auf das alte Niveau, wenn nicht sogar auf ein besseres eingependelt. Aber es war definitiv eine harte Zeit.“
Nicht aus dem Sinn
Für Nachfolger Martin Sedlmeier fühlt sich seine Mitgliedschaft im Verein bisher noch nichts anders an, akllerdings gibt er zu: „Hans Helminger hinterlässt große Fußstapfen. Er hat in seiner Zeit mehr als 300 Mitglieder dazugewonnen, das ist eine große Leistung. Der Verein ist dankbar für seinen Einsatz.“ Der Wechsel an der Spitze sei nicht „von heute auf morgen gekommen“, erklärt Sedlmeier. „Das läuft bereits seit einem halben Jahr. Ich wurde von ihm und einigen anderen angesprochen, ob ich bereit sei, das Amt zu übernehmen. Ich habe mir einige Gedanken dazu gemacht und Hans die „Bedingung gestellt“, wenn ich das mache, müsse er schon noch greifbar sein und mich gegebenenfalls vertreten, beispielsweise bei einer Ausfahrt.“ Wie wichtig Helminger für den Verein sei, zeige seine neue Funktion als Ehrenvorstand: „Er kann zukünftig bei den Sitzungen dabei sein, hat lediglich kein Stimmrecht mehr. Aber sein Wort hat auf alle Fälle Gewicht. Bei uns ist alles ohnehin sehr übereinstimmend und Hans kennt einfach unheimlich viele Leute. Früher war Hans ja selbst bei den Schlüter-Werken tätig, da hat er einfach nochmal einen anderen Bezug als ich, er kennt sich super aus.“
Schmankerl für Schlüter-Fans
Sedlmeier freue sich auf die anstehenden Aufgaben mit dem neuen „super Team“ und wünscht sich, „dass es so weiterläuft, vor allem der Zusammenhalt und die Mitglieder eifrig dabeibleiben.“ Das scheint derzeit kein Problem darzustellen, denn nahezu wöchentlich melden sich neue Mitglieder im Verein an: „Die Begeisterung für die Marke ist definitiv der Antrieb und wir sitzen bei den Werken. Es gibt andere Schlüter-Vereine, aber keinen so großen. Auch die Feste die wir hatten, tragen zur Begeisterung bei.“ Anhänger können bereits jetzt quasi ungebremst zum Herbst schielen. Ein weiteres dieselstarkes Event feiert dann Premiere, kündigt Hans Helminger an: „Wir begehen das 125-jährige Gründungsfest der Schlüter-Werke am 20. und 21. September. Samstag moderiert Dieter Fischer mit Bericht über die Schlüter-Werke und am Sonntag ein wartet ein Ehemaligen-Treffen der Mitarbeiter, die noch leben: das wird ein echter Leckerbissen für die Fans!“
„Es ist wie bei der Hofabgabe. Da sollte man zu gegebener Zeit auch abgeben, dass die Jungen nachrutschen können, so sehe ich das und die neue Mannschaft ist super und passt ganz genau.“
Ich finde es schön, dass Schlüter wieder mehr ins Bewusstsein gerückt ist und dass wir in der heutigen Zeit in dieser Gesellschaft ein bisserl Zusammenhalt geschafft haben. Bei uns ist es nicht wichtig, dass einer einen Schlepper hat, sondern uns geht es um die Gemeinschaft der Gleichgesinnten“,
Hans Helminger, Ehrenvorstand 1. Schlüter Club, Freising.
„Ich wurde von ihm und einigen anderen angesprochen, ob ich bereit sei, das Amt zu übernehmen. Ich habe mir einige Gedanken dazu gemacht und Hans die „Bedingung gestellt“, wenn ich das mache, müsse er schon noch greifbar sein und mich gegebenenfalls vertreten, beispielsweise bei einer Ausfahrt.“
„Die Begeisterung für die Marke ist definitiv der Antrieb und wir sitzen bei den Werken. Es gibt andere Schlüter-Vereine, aber keinen so großen. Auch die Feste die wir hatten, tragen zur Begeisterung bei.“
Martin Sedlmeier, neuer erster Vorstand 1. Schlüter Club, Freising.
Für Sie berichtete Manuela Praxl.












