Jahreshauptversammlung der Narrhalla Hallbergmoos-Goldach

Kategorie: Aktuelles

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MK-Hallbergmoos-Narrhalla-JHV-2020

Bewährtes Team bei der Narrhalla in schwierigen Zeiten:
Hinten v.l.n.r. Beisitzer Florian Lackermeier, 2. Vorstand Stephan Schmid, Kassier Stefan Kaiser; vorne: 1. Vorstand Renate Hofbauer (li.) und Schriftführerin Sonja Schnepf (re.)

Verein setzt auf bewährte Spitze

Närrinnen und Narren müssen jetzt vermutlich tief durchatmen: Ausgelassene Feten mit wilden Hexen und scharfen Politessinnen, die mit reichen Scheichs und abenteuerlustigen Piloten atemlos durch die Nacht tanzen, fallen kommende Faschingssaison aus. „Der blöde Virus macht uns einen Strich durch die Rechnung, daher haben uns entschlossen, den Fasching 2021 nicht wie sonst zu machen“, sagt Renate Hofbauer auf der Jahreshauptversammlung der Narrhalla Hallbergmoos-Goldach. „Es geht wegen der Beschränkungen nicht, jedenfalls „Indoor“ definitiv nicht. Außerdem gibt es auch kein Prinzenpaar, weder bei den Großen noch bei den Kindern.“ Seit 1996 mischt die wiedergewählte Vereinsvorsitzende in der fünften Jahreszeit mit. „Aber das ist das erste Mal, dass der Fasching quasi ausfällt.“ Dabei ist die vergangene Saison 2019/2020 großartig für die Narrhalla, stellt der ebenfalls alte und neue Kassier Stephan Kaiser fest: „Wir hatten letztes Jahr nicht nur einen guten, sondern einen sehr guten Fasching finanziell gesehen. Zum ersten Mal, seit ich Kassier bin, war die Inthronisation die zweitstärkste Veranstaltung im Fasching.“ Einen Grunde für den Erfolg sieht Kaiser im Prinzenpaar: „ Man merkt, dass sie im Ort bekannt sind, das zieht offenbar.“

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Super Saison 2019/2020

Renate Hofbauer Bilanz fällt ebenfalls positiv aus, bevor „das Virus ´rübergeschwappt ist“. Neben der Langen Nacht des Sports und der Warm-Up-Party sind die Inthronisation, die Kinderinthronisation, das große Gardetreffen und zwei Kinderbälle Höhepunkte der Saison. Dazu kommen etliche Auftritte bei anderen Veranstaltungen wie auf dem Feuerwehrball, in Kindergärten, Schule oder im OEZ in München. Erstmals verkauft die Narrhalla 2019 beim „Open Air Kino“ Getränke, Eis und Popcorn. „Leider fiel sie dieses Jahr aus. Wir hoffen auf 2021 und schönes Wetter, weil wenn´s regnet, geht ja keiner ins Freiluftkino“, meint die Vereinsvorsitzende und zählt ein weiteres Highlight auf: „Die Föderation Europäischer Narren hatte uns angefragt, ob wir ein Kinder- und Teeniegardetreffen machen könnten. Da kamen Garden, die man sonst in unserem Landkreis nicht sieht.“ Und weil der Verein schon mal im Schwung ist, übernimmt er auch das „Faschingstreiben“ vom Schnupferclub: „Ich wollte verhindern, dass die etablierte Veranstaltung einschläft“, so Hofbauer und lächelt schelmisch. „Wer im Fasching mitmacht, dem muss sich klar sein, dass man von Anfang Januar bis Faschingsdienstag ganz viel unterwegs ist. Aber so braucht man keine Heizung.“ Zwei Wermutstropfen gebe es doch: „Der Ringer- und der Sportlerball. Bei der Bevölkerung ist offenbar Fasching gar nicht mehr so angesagt.“ Schuld sei die Jahres-Rundum-Bespaßung allerorts, meint Hofbauer: „Wenn ich beispielsweise auf ein Volksfest gehe, ist Fasching. Da kann ich bis in die Puppen an der Bar stehen und zu Stimmungsmusik umeinander hüpfen.“

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Ein bisschen geht immer

Trotz allem: ganz ohne „irgendwas zu machen“, geht bei der Narrhalla nicht: „Wir sind ins Training eingestiegen, aber themafrei, auch die Kinder und Teenies“, verkündet Hofbauer. Ausgerechnet im C-Jahr ist die Große Garde mit 29 Tänzerinnen und Tänzern so gut besetzt wie nie. „Das ist die größte Truppe, seit ich etwas zu sagen habe und gerade jetzt geht nichts. Trotzdem macht sie was, das finde ich super.“ Die Garde sei zu jeder „Schandtat“ bereit, so es das Virus zulasse: „Wenn uns Firmen, Kindergärten oder Schulen anfragen, tanzen wir vor der Tür oder auf Parkplätzen.“ Außerdem denke sie mit dem Veranstaltungsmanager der Gemeinde, Benjamin Henn, über „Outdoor“-Möglichkeiten nach: „Vielleicht ist das Faschingstreiben oder eine Veranstaltung für Kinder machbar. Mir schwebt der Sportpark vor, weil der großflächig ist, eine andere Alternative wäre der Volksfestplatz. Dazu muss aber erst ein Konzept her und wir müssen schauen, wie sich das Virus entwickelt.“ Bürgermeister Harald Reents und Gemeinderat Thomas Henning sind vom Engagement angetan. „Ich habe eure Begeisterung erlebt und das, was ihr auf die Beine stellt, finde ich enorm wichtig. Wenn ihr Unterstützung braucht, dann kommt auf uns“, ermutigt Henning die Vereinsmitglieder. Rathauschef Reents sieht es genauso: „Es sind ja keine einfachen Zeiten für einen Verein, der sich vordergründig Freizeitveranstaltungen widmet. Ich hoffe, es klappt, euch an der einen oder anderen Stelle im Ort tanzen zu sehen. Haltet durch und erhaltet euch die Freude am Fasching.“

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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