Rund 100 große und kleine Helfer bringen eine besondere Spendenaktion von Eva´s Tagespflege auf den Weg

Kategorie: Aktuelles

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Ein Licht bringt Hoffnung

Eva Ziegltrum geht regelmäßig joggen. Die dreifache Mutter, die mit ihrer Kindertagespflege sehr gut ausgelastet ist, kommt beim Laufen auf andere Gedanken, kann auftanken und entspannen. Bis vor ein paar Wochen: Auf ihrer Strecke sieht sie einen älteren Mann, der in Mülleimern nach Pfandflaschen sucht. „Es gibt ja Menschen, die Flaschen sammeln, aber das Bild hat sich in meinem Kopf eingebrannt“, erzählt Eva Ziegltrum. Ein Bild, das unerträglich sei, da es sich bei älteren Menschen schließlich oft um jene handle, die den heutigen Wohlstand ermöglicht haben. „Es sind die, die nach dem Krieg Unvorstellbares geleistet haben. Sie mussten viel härter arbeiten als wir“, stellt Eva Ziegltrum fest und ist überzeugt: „Wahrscheinlich würden wir alle im Krankenhaus liegen, wenn wir mal einen Monat so viel arbeiten müssten, weil uns irgendetwas weh täte und wir einen Burnout hätten. Und das sind jetzt die Menschen, die im Müll rumwühlen müssen, das kann es doch einfach nicht sein.“ Es handle sich um eine sozial schwache Gruppe von Menschen, die durch die aktuellen Ereignisse in der Ukraine aus dem Fokus der Gesellschaft geraten seien. „Bei uns herrscht ein enormer Überfluss. Wir können froh sein, dass es uns so gut geht, daher ist es unsere Pflicht, seinen Allerwertesten hoch zu bekommen und etwas zu tun. Besser irgendwas, als nur rumzusitzen.“

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Jedes ist ein Unikat

Eva Ziegltrum beschließt, ein Zeichen zu setzen, etwas herzustellen, zu verkaufen, um den Ertrag zu spenden. Schnell gewinnt sie rund 100 Helfer, darunter einige Mütter ihrer Tageskinder: „Vor allem Angela Zagler, Steffi Bernauer und die Damen von der SG Edelweiß, aber auch das Zwergerlstüberl, die Goldacher Mäuse und Bettina und Michael Rothkopf haben das Vorhaben unterstützt“, freut sich Eva Ziegltrum. Grundlage für ihre ins Leben gerufene Spendenaktion bildet ein Handabdruck ihrer kleinen Schützlinge auf einem Bierfilz: „Er steht symbolisch für eine helfende Hand, die ein Teelicht hält. Dazu haben die Kinder Glitzer und Steinchen draufgeklebt“, so Eva Ziegltrum. In „Akkordarbeit“ entstehen an einem Wochenende rund 1450 zauberhafte und einzigartige Lichter der Hoffnung – und das unter ziemlich widrigen Wetterbedingungen bei regnerischen und windigen acht Grad. Doch die Helferzwerge mit bunten Händchen, basteln unverdrossen und dick eingepackt mit roten Näschen und Bäckchen eifrig an ihren Bierfilzen, unter dem Pavillon und der offenen Garage hinter dem „Kramer Wirt“. Die handgefertigten Einzelstücke sind in einigen Hallbergmooser Geschäften finden reißenden Absatz und sind in manchen Geschäften binnen kürzester Zeit ausverkauft.

„Wir hatten die Möglichkeit uns etwas aufbauen zu können, ich mit der Tagespflege, mein Mann mit der Wirtschaft. Uns geht es gut, unsere Kinder sind gesund, wir durften unser Haus bauen. Für mich ist es Zeit zurückzugeben.“

Eva Ziegltrum

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Viele Helfer für ein Ziel

Für Eva Ziegltrum soll die Aktion, die bereits an den beiden „Produktionstagen“ 360 Euro bringt, keine Eintagsfliege bleiben: „Das habe ich mit dem engeren Helferkreis so besprochen.“ Einen Teil des eingenommenen Geldes geht an den Verein „„Ein Herz für Rentner“: „Ich kenne den Roland Hefter, der Schirmherr vom Verein ist und an die „Helferschweine“, dort kenne ich Harry Hoyler. Sie unterstützen unter anderem auch „Ein Herz für Rentner“ oder das Ahrtal. Mir ist einfach wichtig, dass das Geld dort ankommt, wo ich einen persönlichen Bezug zu den Leuten habe“, beschreibt Eva Ziegltrum ihr Anliegen. Froh sei sie für die Unterstützung von Schirsch Nonfood, K & F und Getränke Roth, Claudia Koreck, Heiko Schmidt und Petra Hinz. „Ohne sie hätte vieles nicht so toll geklappt.“ Vor allem aber sei sie ihrem Mann Christian und ihren Kindern Katja, Ludwig und Vitus dankbar, auf deren Unterstützung sie jederzeit zählen könne: „Christian hat einfach gesagt. „Mach das, das ist eine gute Sache!“

Nicht tatenlos bleiben

Der erreichte Wohlstand und ihr relativ sorgenfreies Leben seien nicht selbstverständlich, beschreibt Eva Ziegltrum die Motivation für ihren Einsatz: „Wir hatten die Möglichkeit uns etwas aufbauen zu können, ich mit der Tagespflege, mein Mann mit der Wirtschaft. Uns geht es gut, unsere Kinder sind gesund, wir durften unser Haus bauen. Für mich ist es Zeit zurückzugeben.“

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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