In der Gemeinderatssitzung am 28. September 2021 ging es unter anderem um die Abwassergebühren. Die Nachkalkulation für den Zeitraum 2016 bis 2020 zeigt, dass die aktuellen Gebühren kostendeckend sind. So errechnet sich für den Gesamtzeitraum eine Überdeckung von ca. 120.000 €. In der Abwassergebühr von 1,95 €/m³ sind schon anteilige Abschreibungen für die Erweiterung der Kläranlage berücksichtigt, da man 2016 noch von einer Inbetriebnahme im Jahr 2018 ausging. Dieses höhere Gebührenaufkommen wurde jedoch benötigt für die im Vergleich zur Haushaltsplanung stärker gestiegenen Personal- und Sachkosten (vor allem Strom, Klärschlammentsorgung).
Aktuell ist davon auszugehen, dass die Abwassergebühr deutlich steigt. So ist Ende 2021 mit einer Fertigstellung des Betriebsgebäudes und 2022 mit der Fertigstellung der Kläranlagenerweiterung zu rechnen. Der Gemeinderat hat entschieden, dass beide Maßnahmen durch Gebühren finanziert werden. Die Finanzierung erfolgt durch Abschreibungen und die Verzinsung des Anlagekapitals. Die Rechtsaufsicht sieht es sehr kritisch, wenn die Gemeinde schon 2021 nachträglich die Abwassergebühren erhöht. So konnten sich die Gebührenschuldner nicht auf die Erhöhung einstellen. Da die Abwassergebühr wahrscheinlich auch 2021 noch kostendeckend ist und keine Überdeckung zu erwarten ist, hat die Verwaltung entschieden, die Neukalkulation der Abwassergebühren im November im Gemeinderat zu behandeln und die Abwassergebühr regulär zum 01.01.2022 zu erhöhen. Ende September werden daher die Vorauszahlungsbescheide für 2021 versendet auf der Grundlage einer Abwassergebühr von 1,95 €/m³ und der Verbrauchsmengen 2020. Sie werden einen Monat später zur Zahlung fällig.
Für Sie berichtete Heinz Geiger.









