Hubert Aiwanger übergibt Pieris Scheck in Millionenhöhe
Über 14,2 Millionen Euro stehen auf dem überdimensionierten Scheck: Es ist der erste Förderbescheid, den Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger aus dem 50 Millionen Euro -Topf der sogenannten Therapiestrategie des Bayerischen Wirtschaftsministeriums persönlich ausliefert und der geht an das Pieris Pharmaceuticals GmbH, mit Sitz in Hallbergmoos. „Wir sind vom großen Potential des Wirkstoffes PRS-220 überzeugt und fördern deshalb die Medikamentenentwicklung“, erklärt Aiwanger bei der Übergabe und weist auf die gesundheitlichen Folgen der Corona-Pandemie hin: „Sie werden die Menschen und unser Gesundheitssystem noch lange begleiten. Bayerns Biotech- und Pharmaunternehmen sind deshalb ganz vorne mit dabei, um neue Medikamente und Therapien zu entwickeln.“
Weiterer Eckpfeiler
Die Bayerische Therapiestrategie soll neben Prävention, umfangreichen Corona-Tests und Impfstoffentwicklung die vierte Säule im Kampf gegen das Corona-Virus sein. Es gehe darum, „erfolgversprechende Therapieansätze“ zu unterstützen und „zur Zulassungsreife“ zu bringen und die „Entwicklung von Medikamenten und Therapien zu beschleunigen“, vor allem, wenn die Finanzierung zeitaufwändig und kompliziert ist und den Prozess blockiert. Es sei maßgebend, Firmen wie Pieris, „ein „Juwel für die bayerische Wirtschaft“, auf ihrem Forschungsweg den nötigen Schub zu geben, um finanzielle Hürde nehmen zu können, betont Hubert Aiwanger. „Für den Wirtschaftsstandort Hallbergmoos ist das ein wichtiger Baustein, um sich in den Bereich weiterzuentwickeln“, sagt auch Tanja Knieler.
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Geld beschleunigt Verlauf
Die Gemeinderätin freut sich besonders über den Geldsegen für das Unternehmen und Aiwangers Eintrag in das Goldenen Buch der Gemeinde. Ende vergangenen Jahres wendet sich das Biotechnologie-Unternehmen mit rund 130 Mitarbeitern in Hallbergmoos und Boston USA, an den damaligen Bürgermeister Harald Reents. „Als innovative Firma bräuchten sie staatliche Unterstützung. Forschung ist ab einen gewissen Punkt einfach auf mehr finanzielle Mittel angewiesen“, erzählt die Beamtin. Daher schreiben sie und Harald Reents gemeinsam an Florian Herrmann, dem Leiter der Staatskanzlei. „So ist das ins Rollen gekommen. Dass der Zuschuss aber in dieser Höhe, beinahe einem Drittel der Gesamtsumme ausfällt, hat uns dann doch überrascht.“ Stephen Yoder, Präsident und Vorstandsvorsitzender des Pharmazieunternehmens Pieris, das vor 20 Jahren als Ableger aus der TU München hervorgeht, ist dankbar für die Unterstützung. Sie ermögliche es, den Verlauf erheblich zu beschleunigen: „Dadurch können wir einen Beitrag leisten, die globalen medizinischen Folgen der COVID-Pandemie zu adressieren.“
Bei seinem Besuch in Hallbergmoos trug sich Staatsminister Hubert Aiwanger (li.) auch in das Goldene Buch der Gemeinde ein, rechts 2. Bürgermeister Helmut Ecker
Richtungsweisend
Hallbergmoos könne stolz sein, eine Firma wie Pieris ansässig zu haben, besonders im Hinblick auf Corona, meint CSU-Ortsvorsitzende Tanja Knieler: „Natürlich haben wir inzwischen verschiedene Impfstoffe, aber wir brauchen weitere therapeutische Ansätze und hier ist Pieris ein sehr wichtiger Taktgeber.“ Die Gemeinderätin unterstreicht: „Es ist eine Wertschätzung und ein Beweis dafür, welche Bedeutung der Bereich der Medizintechnik und Biotechnologie für Hallbergmoos hat. Natürlich sind auch andere Firmen im Rennen, aber Pieris war sozusagen der Startpunkt und das macht mich ein stückweit stolz.“
Für Sie berichtete Manuela Praxl. Fotos: T. Knieler.










