„Schon ein bisschen stolz“
Auch wenn er als erster Landrat kandidiert hatte, diesen Posten aber letztlich Helmut Petz von den Freien Wählern überlassen musste, zeigt sich der Grünenpolitiker Robert Wäger aus Hallbergmoos „froh und auch stolz“ darüber, dass er in der konstituierenden Sitzung des Kreistags mit großer Mehrheit zum dritten Landrat gewählt wurde. Dass er dieses Amt bekommen könnte, das habe sich schnell herausgestellt: „Es ist normal, dass die größte Fraktion den ersten Stellvertreterposten bekommt (Anita Meinelt von der CSU), die zweitgrößte den dritten Landrat stellt.“ Das waren die Grünen, denn die Freien Wähler von Helmut Petz bekamen dahinter die drittmeisten Stimmen.
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Dass er eine derart große Mehrheit bei den Wahlen durch die Gremiumsmitglieder (61 von 69) bekam, hätte Wäger nie erwartet: „Die Mehrheit hat aber unseren Wahlkampf honoriert und mich unterstützt.“ Klar sei es der „weniger wichtige“ Stellvertreterposten, das ist dem Hallbergmooser bewusst. Er werde sich mit Helmut Petz und Anita Meinelt aber in Kürze zusammensetzen und über die möglichen Aufgaben beraten. Robert Wäger schweben dabei besonders soziale Themen vor: „Da würde ich mich gerne einbringen und helfen, wenn irgendwo der Schuh drückt.“ Aber auch bei anderen Dingen könnte er Helmut Petz gut unterstützen, auf welchen Wäger übrigens große Stücke hält: „Ich kenne ihn zwar noch nicht so lange. Aber die ersten Aufgaben hat er hervorragend bewältigt.“ Er wolle seine Zeit nicht absitzen, sondern etwas bewegen.
Auch innerhalb der vier großen Fraktionen (neben CSU, Grüne und FW noch die Freisinger Mitte) herrsche momentan ein gutes Klima im Kreistag, welches wichtig sei für die kommenden schweren Aufgaben. Die Corona-Krise sei schließlich auch im Landkreis Freising allgegenwärtig: „Besonders schwer wird es in zwei Jahren, dann sinkt die Kreisumlage sicherlich.“ Denn von den Gemeinden komme dann der Anteil der Einnahmen, welche sie 2020 erwirtschaften. Durch den Lockdown sinkt deren Gewerbesteuer teils drastisch: „Das müssen wir jetzt bereits beachten“, betont Wäger. Aber auch die weitere Entwicklung des Flughafens müsse man beobachten und mit der AfD zudem eine neue Fraktion im Kreistag: „Diese werden wir im Auge behalten und müssen die demokratischen Grundsätze verteidigen.“ Generell freut sich Robert Wäger auf die kommenden sechs Jahre mit seinem spannenden Posten als dritter Landrat.
Für Sie berichtete Bernd Heinzinger.









