Stimmungsvolle Outdoor-Weihnachtsfeier zum Abschluss des Jubiläumsjahrs.
Der Abschluss eines besonderen Jahres
Die Funken tanzen über der großen Feuerschale, während die Bratwurst ein paar Meter weiter ihre finalen Runden bis zur kulinarischen Vollendung dreht, die Spatzn ein Vollbad im Käs´ nehmen und der Glühwein ohne, mit „a bissal“ oder „a bissal viel“ Umdrehungen Temperatur aufnimmt – so geht Weihnachtsfeier beim VfB. Eine der wichtigsten Fragen des Abends: „Mit oder ohne?“ Nicht jeder mag Senf auf der Wurst, Rosinen im Gebäck oder Alkohol im “Glüh oder Punsch”. (Ja, auch die Menschen soll es geben!) Die spezielle Jahresendzeit- Outdoor-Disziplin bei moderat sportlichen Temperaturen, liebevoll dekorierten Versorgungshütten und bestens bestücker Tombola, macht den rund 200 Teilnehmern sichtbar Spaß. Wie immer bei Außenveranstaltungen gilt: widrige Bedingungen gibt es nicht, lediglich die falsche Ausrüstung. Im Zweifel gilt die Devise: einfach noch enger zusammenrutschen. Wer dann doch kalte Füße hat, trinkt noch ein Haferl, Glaserl oder Flascherl mehr: „Obwohl bei den Temperaturen auch die Kaltgetränke gut weggegangen sind“ weiß Michaela Reitmeyer aus der Vorstandschaft des VfB Hallbergmoos.
Ein intensives Jahr neigt sich dem Ende
„Was wir in der Pandemie begonnen haben, hat sich irgendwie fortgesetzt“, meint Michaela Reitmeyer: „Wir feiern unsere Weihnachtsfeier seither draußen. Nach den Festen in und vor der Stockschützenhalle, haben wir dieses Mal das Lager auf dem Tennisgelände aufgeschlagen, weil wir möglichst viele Abteilungen involvieren wollen.“ Die Location entpuppt sich als Renner, wie aufgeregt herumflitzende Kinder, entspannte Eltern und bewegungsbegeisterte Mitglieder belegen. Und weil im Sport nicht nur Körper, Kopf und Kalkül zählen, sondern auch Glück und vor allem ein wenig Wagemut zum Sieg führen, verzichtet der Verein im Vorfeld mutig auf einen Plan B im Falle sehr schlechten Wetters: „Den hatten wir tatsächlich nicht, weil wir keine Indoor-Lokalität haben, jedenfalls so spontan nicht, auf die wir mal eben ausweichen können. Nicht für die Menge Leute“, meint Reitmeyer lachend über das letzte Fest des Vereins im Jahr 2025 und resümiert: „Es war ein Ausnahmejahr, wegen der 75 Jahre seit der Vereinsgründung. Wir hatten einige Feiern zum Jubiläum. Aber die Weihnachtsfeier bleibt auf jeden Fall auch ein Highlight und setzt so gesehen das glanzvolle Schlusslicht.“
Zeit, um aufzutanken
Es handle sich „einfach um einen Abschluss, der das Jahr langsam ausklingen” lasse und der Vorstandschaft, den Abteilungsleitern und Ehrenamtlern die Möglichkeit gebe, einen Schlusspunkt zu setzen „um sich für ein paar Wochen in den Winterschlaf zu begeben“, sagt Reitmeyer. In diesem Jahr sei die Auszeit doppelt verdient, wegen der vielen Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem Jubiläum: „Wir sind wirklich ein tolles Team, aber es ist, wie alles im Ehrenamt, sehr aufwändig. Deshalb freuen wir uns alle auf die Pause, damit wir im Januar wieder gut durchstarten können“, verdeutlich Reitmeyer, die für den Verein einen speziellen Weihnachtswunsch nennt: „Es wäre schön, wenn wir weiterhin so viele tolle Leute finden, die die Werte des Vereins und das soziale Leben weitertragen. Leider nimmt das Interesse für Ehrenamt ab“, bedauert Reitmeyer, weiß aber auch: „Es gibt sie, die Menschen, die Ehrenamt machen wollen.“ Übrigens: Normalerweise ist bei der Weihnachtsfeier um 21 Uhr Schluss: „Dieses Mal aber“, so Reitmeyer augenzwinkernd „sind noch einige ums Lagerfeuer gestanden … bis die letzte Glut ausging.“
Für Sie berichtete Manuela Praxl.























