Auf der rund 45 Hektar großen Fläche der Senderwiese soll ein Sondergebiet für Produktionsbetriebe im Bereich der Landesverteidigung entstehen.
Der Gemeinderat hat sich am Dienstag um 17 Uhr in einer Sondersitzung mit der Entwicklung der Senderwiese beschäftigt. Zu Beginn der Sitzung stellte Geschäftsführer Wolfgang Gammel das Unternehmen Helsing sowie die Planungen für den Standort Hallbergmoos vor.
Auf der rund 45 Hektar großen Fläche soll ein Sondergebiet für Produktionsbetriebe im Bereich der Landesverteidigung entstehen. Im Mittelpunkt steht dabei die mögliche Ansiedlung des Unternehmens Helsing GmbH aus München, das unter anderem Drohnentechnologie entwickelt. Dafür ist eine Änderung des Flächennutzungsplans erforderlich.
Nach Angaben des Unternehmens ist geplant, auf einem Teilbereich der Senderwiese südlich der Grünecker Straße eine sogenannte „Resilience Factory“ mit Technologiehub zu errichten. Das vorgesehene Gelände umfasst insgesamt rund 350.000 Quadratmeter, wobei zunächst etwa 120.000 Quadratmeter erschlossen werden sollen. Weitere Flächen sind für spätere Erweiterungen sowie die Ansiedlung von Zulieferbetrieben vorgesehen.
Geplant ist zunächst der Bau einer hochautomatisierten Produktionsanlage für Verteidigungsgüter. In einem weiteren Schritt soll ein Technologiehub für Forschung und Entwicklung entstehen.
Im Zuge der Sitzung hat der Gemeinderat zudem einen früheren Beschluss aus dem Jahr 2022 zur Entwicklung der Senderwiese aufgehoben. Insgesamt wurden die drei Beschlusspunkte vom Gremium jeweils mit 16:6 Stimmen angenommen.
Die Sitzung war von einer regen und teils emotional geführten Debatte geprägt. Auffällig war dabei, dass die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte fraktionsübergreifend diskutierten und abstimmten.
Die Gemeinde sieht in dem Vorhaben Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort sowie für die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Als Gründe für die Standortwahl werden unter anderem die gute Infrastruktur, die Verkehrsanbindung sowie die Erfahrung Hallbergmoos’ in der Gewerbeflächenentwicklung genannt.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass ein Projekt dieser Größenordnung auch Fragen aufwirft und entsprechend begleitet werden muss.
Im Zusammenhang mit dem Vorhaben ist zudem für Mittwoch, 25. März, eine Pressekonferenz im Bayerischen Staatsministerium angekündigt, an der unter anderem Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger teilnehmen soll.
Die Öffentlichkeit soll ebenfalls frühzeitig eingebunden werden: Bereits am Donnerstag, 26. März, findet im Gemeindesaal Hallbergmoos eine Informationsveranstaltung statt. Dort wird das Projekt vorgestellt, zudem können Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen.
Ein ausführlicher Bericht mit den Wortmeldungen aus dem Gemeinderat lesen Sie hier morgen.
Für Sie berichtete Heiko Schmidt.






