Stolz auf das erste Abzeichen: Die erfolgreichen Absolventen der Jugendflamme (Stufe 1) der Freiwilligen Feuerwehr Goldach mit ihren Ausbildern Sandra Goldonienko-Voigt und Andreas Voigt: Alina-Melissa Zobel, Andreas Hausler, Beatriz Esteves da Cunha, Benett Behr, Carolina Marcelino, David Scholten, Fabienne Kiffner, Leander Pamidi, Leon Kiffner, Lisa Scheugenpflug, Magdalena Hareiter, Maja Müller, Maximilian Schnelle, Michael Rothkopf jun., Niklas Mayer, Noemi Tiano, Simon Lachner und Susanne Schmid.
Freiwillige Feuerwehr Goldach:
Jugendliche meistern die „Jugendflamme“ mit Bravour
Drei Aufgaben stehen an – jetzt heißt es: Bloß nicht auf dem Schlauch stehen, sondern ihn vielmehr fachgerecht ausrollen, kuppeln und wieder zusammenrollen, einen Notruf richtig absetzen und drei verschiedene Knoten und Stiche beherrschen. „Das haben sie alle perfekt gemacht“, lobt Andreas Voigt, Jugendwart der Freiwilligen Feuerwehr Goldach, die 18 Mädchen und Jungen aus dem Nachwuchsbereich. „Zuvor hatten wir ihnen die Knotenaufgaben mit nach Hause gegeben, damit sie üben konnten“, erzählt Sandra Goldonienko-Voigt und lächelt amüsiert: „Sie haben das sehr fleißig gemacht, teilweise mussten die Mamas und Papas herhalten, wie mir einige Eltern erzählt haben.“
Kameradschaft auf Augenhöhe
Auffällig sei der Zusammenhalt innerhalb dieser Gruppe, betonen die Voigts: „Sie sind wirklich ein Team, man spürt das Miteinander. Wir sehen sie auch ab und zu mal außerhalb der Feuerwehr. Da merkt man einfach, dass die klasse miteinander funktionieren, Jungs wie Mädchen.“ Die Zwölf- bis 15-Jährigen stellen sich mit Feuer und Flamme den Aufgaben der Jugendwehr. „Ich glaube, dass unser Mix zwischen Spiel, Spaß und Spannung funktioniert. Wir gehen nicht streng nach Lehrbuch vor“, so Voigt. „Unseren Jugendlichen kommt das sehr entgegen, denn sie haben Lust darauf zu spielen.“
Erst die Arbeit, dann die Pommes
Da jedes erste Mal im Leben immer etwas Besonderes darstellt, gibt es für die U16-Jährigen eine Feier als Belohnung für ihre Leistung: „Wir haben den Grill angeschmissen, es gab Pommes und Currywurst und es waren neben den Eltern auch beispielsweise der Kreisbrandrat dabei“, sagt Sandra Goldonienko-Voigt: „Sie sollen nicht nur etwas leisten, sondern auch etwas bekommen. Die Jugendflamme ist dafür ein sichtbares Zeichen. Sie haben reingeschnuppert und haben jetzt eine Ahnung, wie’s läuft.“ Obwohl niemand von Teenagern verlangen könne, sich langfristig für den Dienst zu entscheiden, betont Andreas Voigt die Win- Win-Situation für alle Beteiligten: „Selbst wenn sie abspringen, haben sie doch gelernt, wie sie bei Feuer reagieren und einen Notruf absetzen können. Also haben alle gewonnen, darum geht es.“
Frühzeitiger Einblick in die Praxis
Einen Anreiz gibt es dann doch: Um die Teenies langfristig für den Dienst zu gewinnen, dürfen Jugendliche bereits ab 16 Jahren die Ausbildung für den aktiven Dienst beginnen: „So bleiben unsere Jugendlichen hochmotiviert.“ Schließlich habe niemand darauf „Bock ewig nur Knoten und Stiche“ zu trainieren. „Außerdem dürfen sie bei Einsätzen mitfahren, noch bevor sie 18 sind“, erklärt Voigt. „Nur um es klarzustellen: Sie dürfen dann nur außerhalb des Gefahrenbereichs Arbeiten verrichten, wie beispielsweise eine Straße absperren.“
Vereinsspitze lobt Einsatzbereitschaft
Beeindruckt von der Motivation des Nachwuchses zeigen sich auch Kommandant Stephan Zobel und Vereinsvorstand Robert Lackermeier auf dem Lampionfest der Wehr: „Das sind Kinder oder Jugendliche, die aktiv danach fragen, was sie machen und wo sie mitarbeiten können, die Verantwortung übernehmen wollen. Es ist schon großartig, wenn generationsübergreifende Zusammenarbeit so funktioniert.“
Für Sie berichtete Manuela Praxl.








