Die Hundewiese ist in Hallbergmoos angekommen

Kategorie: Vereine

Jetzt teilen:

Bald 100 Mitglieder und 400 Pfoten

Von der ersten Idee bis zur fertigen Hundewiese war es ein langer Weg. Bereits 2020 berichtete der MOOSKURIER über den Wunsch nach einer eigenen Fläche für Hunde in Hallbergmoos. Anfang 2024 war es dann endlich so weit. Heute hat sich die Hundewiese längst etabliert. Wir sprachen mit der Vorsitzenden Christine Seitz darüber, wie sich das Projekt entwickelt hat, wie das Miteinander funktioniert – und warum die Wiese im Sportpark inzwischen weit mehr ist als nur ein Platz zum Toben.

Frau Seitz, wenn Sie heute zurückblicken: Hat sich der ganze Aufwand gelohnt?
Auf jeden Fall. Es war wirklich ein langer Weg. Corona kam dazwischen, auch im ursprünglichen Team hat sich einiges verändert. Aber wir haben immer weitergemacht, waren regelmäßig bei der Gemeinde und in Sitzungen und haben Schritt für Schritt erfahren, was noch notwendig ist. Irgendwann kam dann die Nachricht: Wir haben eine Wiese für euch. Von da an mussten wir uns unter anderem um Zaun, Bank und die weitere Ausstattung kümmern. Wenn ich heute sehe, wie gut das Ganze angenommen wird, hat sich die Arbeit definitiv gelohnt.

Was ist für Sie heute das Schönste an der Hundewiese?
Dass genau das entstanden ist, was wir uns immer gewünscht haben. Es geht nicht nur darum, Mitglied zu sein und die Wiese zu nutzen. Unsere WhatsApp- Gruppe lebt richtig. Die Leute verabreden sich, tauschen sich aus und schauen, welche Hunde gut miteinander harmonieren. Gerade bei jungen Hunden ist das toll. Und auch Menschen mit einem Hund, der nicht mit jedem Artgenossen zurechtkommt, haben hier eine Möglichkeit.

Wie funktioniert das konkret?
Wir haben einen Buchungskalender. Normalerweise dürfen maximal sechs Hunde gleichzeitig auf die Wiese. Wer beispielsweise einen neuen Hund hat, einen Hund aus dem Tierschutz oder weiß, dass der eigene Hund nicht verträglich ist, kann auch alle sechs Plätze reservieren. Dann sehen die anderen Mitglieder sofort: Da möchte jemand alleine sein. Häufig wird zusätzlich in der WhatsApp- Gruppe gefragt, ob man sich dazugesellen kann. Das funktioniert sehr gut.

Kommen hauptsächlich Hallbergmooser auf die Wiese?
Der größte Teil natürlich schon. Am Anfang waren wir bewusst sehr strikt, weil wir erst einmal schauen wollten, wie groß der Andrang überhaupt wird. Inzwischen haben wir uns auch etwas für Hundebesitzer aus der Umgebung geöffnet. Einige Mitglieder sind weggezogen oder Hunde sind verstorben, gleichzeitig kommen immer wieder neue dazu. Allein in diesem Jahr hatten wir bereits rund 20 neue Mitglieder. Wir wachsen also weiter.

Gibt es Regeln, die besonders wichtig sind?
Natürlich muss jeder darauf achten, die Wiese sauber zu halten. Die Begrenzung auf sechs Hunde hat sich ebenfalls bewährt. Wir haben festgestellt, dass das eine gute Größe ist. Dann haben die Hunde genug Raum zum Spielen und Ausweichen und es wird nicht zu unruhig.

Werbung

Wer kümmert sich eigentlich um das Gelände?
Vieles ist ganz klassische Vereinsarbeit. Den Müll mache zum Beispiel meistens ich. Beim Rasenmähen haben wir anfangs immer Freiwillige gesucht. Inzwischen können wir uns dafür Unterstützung leisten und haben ein junges Paar gefunden, das sich darum kümmert. Außerdem schauen wir regelmäßig über das Gelände, kontrollieren Bäume und kümmern uns, wenn etwas gemacht werden muss.

Gibt es auch Veranstaltungen oder gemeinsame Aktionen?
Darüber haben wir immer wieder nachgedacht und auch schon Umfragen gemacht. Eine Idee war zum Beispiel, einmal Senioren auf die Hundewiese einzuladen, die selbst keinen Hund mehr haben, sich aber über den Kontakt zu den Tieren freuen würden. Das wäre eine schöne Sache. Allerdings hängen an solchen Ideen natürlich auch organisatorische und versicherungstechnische Fragen.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit der Gemeinde?
Gut. Wenn beispielsweise etwas gemacht werden muss, informieren wir die Gemeinde weiterhin. Sie hat auch Zugang zum Gelände. Anfangs gab es durchaus Vorbehalte gegenüber der Hundewiese. Gerade deshalb war auch die Vereinslösung wichtig, damit klar geregelt ist, wer verantwortlich ist. Inzwischen hat sich gezeigt, dass das Konzept funktioniert. Seit der Eröffnung gab es keine negativen Vorkommnisse. Was kostet die Mitgliedschaft? 36 Euro im Jahr. Wer Mitglied werden möchte, findet den Antrag auf unserer Homepage. Nach der Anmeldung und dem Mitgliedsbeitrag erhält man den Zugang zur Wiese. Früher haben wir häufiger eigene Schnupperstunden angeboten. Wenn heute jemand sagt, er möchte sich die Wiese erst einmal ansehen, ist das natürlich ebenfalls möglich.

Braucht Hallbergmoos wirklich eine eigene Wiese nur für Hunde?
Diese Frage kam gerade am Anfang natürlich auf. Manchmal heißt es auch: „Wenn ich vorbeifahre, ist da gar keiner.“ Aber das hängt sehr von Tageszeit und Wetter ab. Im Hochsommer ist mittags naturgemäß weniger los, dafür trifft man sich abends. Bei Dauerregen ist ebenfalls weniger Betrieb. Entscheidend ist aber, dass die Hundewiese genutzt wird und für viele Hundehalter einen echten Mehrwert bietet.

Welcher Moment ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Da denke ich sofort an eine ältere Frau mit einem Hund, der extreme Angst hatte. Erst stand der Hund nur draußen und traute sich kaum hinein. Dann haben wir ihn langsam auf die Wiese geholt. Anfangs blieb er nur in einer Ecke. Und plötzlich kam er heraus, fing an zu laufen und zu spielen. Seine Besitzerin stand da und konnte es kaum glauben. Innerhalb einer halben Stunde war dieser Hund völlig aufgetaut. Das war wirklich Gänsehaut pur.

Und wahrscheinlich auch die beste Antwort auf die Frage, ob man so eine Hundewiese braucht.

Hundetreff Hallbergmoos
Vorstand Christine Seitz
info@hundetreff-hallbergmoos.de
www.hundetreff-hallbergmoos.de

Werbung

Für Sie berichtete Heiko Schmidt.

Jetzt teilen:

Das könnte Sie auch interessieren:

Schnupferclub Hallbergmoos in Plankstetten

Freiwillige Feuerwehr Goldach

VdK-Tagesausflug nach Regensburg

Die fesselnde Leidenschaft der Jugendfeuerwehr

Neueste Meldungen:

JuZ „Freiraum“ sorgt für erlebnisreiche Ferien in Hallbergmoos

Hildegard Fischer aus Hallbergmoos feiert ihren 90. Geburtstag

Werbung

IKOS_Teamfoto_21102021 164_bearbeitet

Verstärken Sie unser Mooskurier-Team!

weitere Infos