Schule geschlossen – Ausnahmezustand für Schüler und Lehrer – Schulleiter Rudolf Weichs zieht eine erste Bilanz

Kategorie: Schulen

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Bereits als sich abzeichnete, dass demnächst die Schulen geschlossen sein werden, wurde man in der Grund- und Mittelschule Hallbergmoos aktiv. Wichtigste Voraussetzung für eine Schule ohne Schulbesuch war es, Kommunikationsstrukturen zu schaffen. Man verzichtete ganz bewusst auf Elternbriefe, vielmehr wurden die Eltern gebeten, sich täglich auf der Homepage der Schule zu informieren. Die Klassenelternsprecher der Grundschule bauten einen Mailverteiler auf, über den sie mit den Eltern in Kontakt bleiben konnten und der dann der Verteilung der Aufgaben und Lerninhalte dienen sollte. Die Lehrkräfte erarbeiteten jeweils einen Wochenplan, der für alle Klassen einer Jahrgangsstufe gleich sein sollte. Täglich oder wöchentlich wurden die Aufgaben dann per Mail verteilt.
Für die Schüler und Schülerinnen der Mittelschule war das Vorgehen je nach Jahrgangsstufe unterschiedlich. Bei den Klassen 5 und 6 wurde ähnlich wie in der Grundschule vorgegangen. Die Klassen 7 und 8 hatten entweder selber, über die Eltern oder über die Bildungsplattform MEBIS Kontakt mit der Lehrkraft. Die Schüler der Abschlussklassen 9 und 10 wurden größtenteils direkt von den Lehrern mit Aufgaben, Material und Lernvideos versorgt.

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In beiden Schularten galt es jedoch nicht nur, Aufgaben und Übungen zu erledigen oder Gelerntes zu wiederholen, sondern darüber hinaus bekamen die Schülerinnen und Schüler auch Angebote, die Spaß machen, wie z.B. Bastelanregungen, Malvorschläge oder einen Buchtipp.
Rektor Rudolf Weichs stellt in einem ersten Rückblick fest, dass bis jetzt alles hervorragend funktioniert hat. „Bisher gab es noch keine Rückmeldungen von Eltern, die ihre Kinder in den schulischen Angeboten über- oder unterfordert sehen, und auch keine ‚Hilferufe‘, dass sich Eltern in ihrer Rolle überfordert fühlen würden.“
Eine ganz besondere Herausforderung stellte sich für die Grundschule mit der Schuleinschreibung. Für 135 Kinder wurden die Anmeldeunterlagen per Post an die Eltern verschickt und kamen nach einer Woche ausgefüllt zurück. Nun begann die Arbeit eines Teams von erfahrenen Erstklasslehrern, die sich mit allen Eltern telefonisch in Verbindung setzten, um Detailfragen zu klären oder zu beraten, ob in diesem oder jenem Fall die Einschulung sinnvoll ist oder eher nicht – eine schwierige Aufgabe, wenn man ein Kind nicht persönlich kennenlernt.
Das Fazit, das Schulleiter Weichs aus dieser für alle Beteiligten völlig neuen Situation zieht, ist, „dass wir bisher hier in Hallbergmoos alle zusammen das Beste mit unseren verfügbaren Mitteln und Wegen für unsere Kinder erreichen konnten. Die Solidarität der Eltern mit der Schule und umgekehrt wuchs auf ein bestimmt vorher nie dagewesenes Höchstmaß, wenn man der Krise eine positive Seite abgewinnen will“.

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Für Sie berichtete Maria Schultz.

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