Leuchtende Augen und Laternen in der Kinderkrippe Sternentor

Kategorie: Kindergärten

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Ein kleiner Sankt-Martins-Umzug mit den Kleinsten in der Kinderkrippe Sternentor

Dick ist sie eingemummelt, das kleine Mädchen. Mit Mütze, Schal, Anorak und Handschuhen hält das Kindergartenkind stolz seine kugelrunde Laterne hoch, die prächtig in der Dunkelheit scheint. Text- und melodiesicher stimmt die Vierjährige mit zuckersüßem Stimmchen „Ich geh´ mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir“ an, während ihre zweijährige Schwester mit großen Kulleraugen bewundernd an ihren Lippen hängt, denn sie ist „erst“ ein Krippenkind im Sternentor. „Auf unserem kleinen Laternen­umzug haben wir drei Singstationen eingebaut“, erklärt Julia Simmerl. Die stellvertretende Leiterin der Kinderkrippe Sternentor und ihre zehn Kolleginnen haben mit Bedacht nur drei Lieder ausgesucht: „Mehr machen wir mit den Kleinen noch nicht, sie sollen Spaß haben und nicht überfordert sein.“

So setzt sich der Umzug mit den Kleinen und Allerkleinsten, Mamas und Papas und Geschwistern langsam in Bewegung. „Wir haben heute längst nicht alle unserer 51 Kinder und Eltern dabei“, meint Julia Simmerl. „Das ist der ersten großen Krankheitswelle geschuldet, die uns schon sehr getroffen hat.“ Dennoch ist die Länge des Zugs beachtlich und vor allem geräuschintensiv, der sich um 17 Uhr auf eine „sehr kleine und überschaubare Runde“ aufmacht. Hier und da gibt es ein Tränchen, weil die Laterne nicht richtig brennt, dort erinnern sich Kinderwagen schiebende Mütter an scheinbar vergessene Liedzeilen und wagen sich an die Melodie, während Väter vor allem als Lastentiere tätig zu sein scheinen. Nicht wenige schultern Töchterchen oder Sohnemann kurzerhand und versuchen, den Weg nicht aus den Augen zu verlieren oder gar zu stolpern, da vor ihrer Nase die liebevoll gebastelte Laterne des Nachwuchses baumelt.

 

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Mit der Aufmerksamkeit, die ein ein- bis dreijähriges Kind eben aufbringen kann, verfolgen alle gemeinsam anschließend das kurze und liebevolle Sankt-Martinsspiel der Erzieherinnen. „Sie mit ins Spiel einzubeziehen, klappt einfach noch nicht so gut mit den ganz Kleinen“, sagt Julia Simmerl und weiß: „Aber wir vermitteln ihnen die Grundidee, was diesen Tag so besonders macht, also das Teilen miteinander.“ Nach so vielen Sinneseindrücken für Auge und Ohr, freut sich der Geschmackssinn über Kinderpunsch und gebackene Martinsgänse. Teilen sei die Botschaft, die das Sternentor-Team vermitteln wolle und auch ankäme, ganz bewusst mit Bezug auf die Geschichte mit religiösem Hintergrund. „Anfänglich kam die Frage auf, ob es Sankt Martinsumzug oder Lichterfest oder Sonne, Mond und Sternefest heißen solle, da das gerade in jüngster Zeit in der Öffentlichkeit immer wieder zur Diskussion stand“, erzählt die Erzieherin vom gemeinsamen Beschluss: „Im Team haben wir dann aber schnell übereingestimmt. Wir leben in Bayern, es handelt sich um ein traditionelles katholisches Fest. Daher wollten wir bewusst bei „Sankt Martinsumzug“ bleiben, auch wenn wir keine religiöse Einrichtung sind.“

 

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Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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