erstKlassiK: Wiener Kammersymphonie begeistert das Hallbergmooser Publikum

Kategorie: Kultur

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Kammermusik vom Feinsten – die „Wiener Kammersymphonie“ begeistert das Hallbergmooser Publikum mit einem „Fest für Beethoven“

Konzertabend „Ein Fest für Beethoven“

Eigentlich sollte das Streichquintett „Wiener Kammersymphonie“ bereits am 9. Mai in Hallbergmoos auftreten, aber dieser Konzerttermin fiel, wie so viele Kulturveranstaltungen, der Corona-Pandemie zum Opfer. Umso mehr freuten sich Publikum und Veranstalter, dass das Konzert am 18. Juli nachgeholt werden konnte. Zwar nach wie vor unter erschwerten Bedingungen – Mund-Nasen-Schutz, Temperaturmessen, Formular ausfüllen beim Reingehen, Stühle entsprechend der Abstandsregelung aufgestellt, keine Pause. 70 Glückliche konnten persönlich dabei sein. Aber auch wer keine Karte hatte, konnte das Konzert live im Internet miterleben.

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Die fünf Musiker der Wiener Kammersymphonie leben zwar alle in Wien, wie Vladimir Genin, künstlerischer Leiter von erstKlassiK, in seiner Begrüßung wissen ließ, doch sie gehören verschiedenen Nationalitäten an. Mátyás Amdrad (Violine) kommt aus Ungarn, Lukas Medlam (Violine) stammt aus Großbritannien, Nebojsa Bekcic (Viola) aus Serbien, Damián Posse (Kontrabass) aus Spanien und Sergio Mastro (Cello) aus Italien. Das Quintett fand bereits 2006 zusammen und kann inzwischen auf eine Vielzahl von erfolgreichen Konzerten in ganz Europa und Südamerika zurückblicken.

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Gespielt werden vor allem Bearbeitungen. „Das kann z.B. die Reduzierung einer Symphonie, komponiert für großes Orchester, auf fünf Streicher sein,“ wie Sergio Mastro, künstlerischer Leiter des Quintetts, erklärte, „oder das Gegenteil, ein Klavierstück wird so umgeschrieben, dass es fünf Streicher spielen können.“ Die fünf Spitzenmusiker spielen zwar vor allem Werke von Komponisten der Wiener Klassik, ihr Repertoire umfasst jedoch auch zeitgenössische Kompositionen.

Passend zu Ludwig van Beethovens 250. Geburtstag sollte dieses Konzert „ein Fest für Beethoven“ werden und deshalb wurden nur Werke dieses Komponisten gespielt. „Mit einer Ausnahme“, wie Sergio Mastro in seiner Moderation verriet. Begonnen wurde mit der Coriolan-Ouvertüre in der Quintett-Fassung der Wiener Kammersymphonie, gefolgt von Adagio dolente und Fuge aus der Klaviersonate Nr. 31, As-Dur. Vladimir Genin, dem Publikum bekannt als Pianist und Komponist sowie als Initiator der Konzertreihe erstKlassiK, hatte die Klaviersonate als Quintett-Fassung bearbeitet.

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Das dritte Werk des Abends war die zitierte Ausnahme, „GeBeeth“ Hommage und zugleich Gebet für Ludwig van Beethoven, komponiert von Vladimir Genin im Auftrag der Wiener Kammersymphonie.
Ein spannungsreicher Konzertabend mit musikalischen Kostbarkeiten, mitreißend dargeboten, ging zu Ende mit Beethovens Sinfonie Nr. 8 in F-Dur. Schloss man dabei die Augen, dann hatte man den Eindruck, als spielten nicht nur Violine, Viola, Cello und Kontrabass, sondern ein ganzes Orchester.

Die Gäste waren begeistert und die Hoffnung auf eine Zugabe war nicht vergebens. Mit langanhaltendem Beifall und Standing Ovations bedankte sich das Publikum am Schluss bei den fünf Künstlern. Für „Maestro Vladimir“ gab es zudem laute Bravo-Rufe und Extra-Beifall.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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