Zauberwort Musik

Kategorie: Kultur

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Auf seinem Akkordeon lässt Lucas Wiedenmann ein Gewitter mit Sturmgebraus und Donnergrollen entstehen

Herbstkonzert der Musikschule Hallbergmoos-Neufahrn

Erst seit einem Jahr nimmt Sunny Soares Geigenunterricht. Und da sie gerade mal sieben Jahre alt ist, wäre eine normale Geige viel zu groß. Also spielt sie auf einer Viertelgeige, die zur Länge ihrer Arme und zur Größe ihrer Finger passt. Sunny hatte sich so gewünscht, dass sie beim Herbstkonzert mitspielen darf und hat so fleißig geübt, dass sie mit ihrem Stück „Babuschka tanzt“ sogar den Anfang machen durfte.

Viele verschiedene Instrumente kann man in der Musikschule erlernen, beim Herbstkonzert am 21. November im Gemeindesaal Hallbergmoos waren Klavier, Geigen, eine Bratsche – die große Schwester der Geige, wie Leiterin Gisela Bouton erklärte – und Akkordeonspiel zu hören. Es erklang Musik, die vor vielen Jahrhunderten komponiert wurde, aber auch Stücke, deren Komponisten noch leben, ein romantisches Nocturne von Frederik Chopin, aber auch ein „American Traditional“. Wer dachte, dass ein Akkordeon nur zur Volksmusik passt, der wurde eines Besseren belehrt: Lucas Wiedenmann ließ mit seinem Instrument einen Sturmwind brausen und Donner grollen. Allen Stücken gemeinsam war, dass sie von den Schülerinnen und Schülern, die zwischen 7 und 22 Jahren alt waren, nicht nur mit hoher Konzentration und großem Ernst vorgetragen wurden, sondern auch zeigten, welch hoher Leistungsstandard in der Musikschule vorhanden ist.

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Sunny Soares, jüngste Teilnehmerin, eröffnet das Herbstkonzert mit „Babuschka tanzt“

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Nacht war es zwar noch nicht, aber das letzte Stück passte trotzdem sehr gut, um dieses Konzert abzuschließen: „Eine kleine Nachtmusik“ von W.A. Mozart, souverän gespielt von Michelle Soares. Sie schlug damit den Bogen zum Anfang, denn sie ist die große Schwester (und ganz bestimmt auch das große Vorbild) von Sunny, die das Konzert begonnen hatte.

Gisela Bouton kündigte nicht nur die jungen Künstler und Künstlerinnen und ihre Stücke an, sondern „würzte“ ihre Moderation auch mit Lyrik. Begonnen hatte sie mit einem Gedicht von Joseph von Eichendorff, das ein wenig rätselhaft schließt: „…triffst du nur das Zauberwort!“ Man weiß es aber gleich, das Zauberwort heißt natürlich „Musik“. Sie beendete das Konzert mit einem Zitat von Goethe, dessen letzte Zeilen lauten: „…Lerne nur das Glück ergreifen, denn das Glück ist immer da.“ Dass es ein Glück ist, ein Instrument erlernen zu dürfen, wurde an diesem Vormittag von den jungen Musikerinnen und Musikern deutlich demonstriert.

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„Eine kleine Nachtmusik“ – virtuos gespielt von Michelle Soares

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Damit wäre eigentlich das Konzert der Musikschule zu Ende gewesen. Aber Gisela Bouton konnte zum Schluss noch ein ganz besonderes „Schmankerl“ ankündigen: eine junge Pianistin, die als Gast gekommen war. Paula Nißl, Schülerin von Heike-Angela Moser, die ebenfalls an der Musikschule Hallbergmoos-Neufahrn unterrichtet, spielte je ein Stück von Robert und Clara Schumann, temperament- und gefühlvoll (und auswendig). Sie demonstrierte damit auf die allerbeste Weise, was dabei herauskommt, wenn eine sehr gute Lehrerin und eine große Begabung aufeinandertreffen.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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