Neustart für Hotelbetriebe sehr schwierig

Kategorie: Aktuelles

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Foto: andreas160578, Pixabay

Kein Moos ohne Flughafenbetrieb

Während in manchen Teilen der Welt der Höhepunkt der SARS-CoV-2-Infektionswelle noch nicht erreicht ist, flacht sie bei uns kontinuierlich ab. Vielerorts geht es im öffentlichen Leben schrittweise in eine „neue Normalität“ mit Maskenpflicht und Abstandsregeln, Arbeitnehmer kehren nach wochenlangem Homeoffice langsam in ihre Büros zurück, eine stetig wachsende Schülerzahl drückt wieder die Schulbank. Beinahe täglich lockert die Regierung Beschränkungen, so dürfen unter anderem Badenixen seit dem 8. Juni in Frei- oder Strandbädern einen Sprung ins kühle Nass wagen, Kulturfreunde ab Mitte Juni ihren Sinnen auf Veranstaltungen etwas Gutes tun und wer gerne in die Ferne reist, kann verschiedene Ziele ins Auge fassen, denn nach und nach öffnen sich Deutschlands Grenzen zu den Nachbarländern. Rechtzeitig zum Start in die Pfingstferien darf seit ein paar Tagen die Hotellerie ihren Betrieb wieder hochfahren. Doch nicht jedes Hotel in Hallbergmoos nimmt seinen Betrieb auf, da es zu unrentabel sei. Andere kämpfen sich seit Wochen durch die Krise mit unterschiedlichen Erfahrungen. Trotz der sehr angespannten Situation blicken sie unterm Strich optimistisch in die Zukunft und hoffen auf den „Restart“.
Vier Hotelbetreiber aus unserer Gemeinde geben Einblicke in ihre derzeitige Lage.

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» Ich denke, dass es für die Hotels am Ort noch ziemlich dramatisch ist im Gegensatz zu den Urlaubsgebieten, da ist es positiv.«

Bernhard Graf, Hotel Alter Wirt

„Leider muss ich sagen, dass die Resonanz bisher eher schlecht ist. Der Flughafen ist mehr oder weniger geschlossen, auch die Therme Erding ist zu, die Firmen arbeiten noch nicht richtig, es gibt derzeit keinen Grund, nach Hallbergmoos zu reisen. Ich denke, dass es für die Hotels am Ort noch ziemlich dramatisch ist im Gegensatz zu den Urlaubsgebieten, da ist es positiv. Wir haben beispielsweise gerade Gäste hier gehabt, die ihre Hochzeit mit Feier bei uns im Juli abgesagt haben, sie hatten fast alle Zimmer reserviert. Niemand weiß derzeit, wie es mit den Regeln weiter geht. Keine Musik und Feiern nur bis 22 Uhr, dazu die Maskenpflicht, das wollten sie nicht. Solange die Rahmenbedingungen so sind, sagen die Leute lieber ab. Meine Prognose ist, dass es mit Sicherheit noch länger so bleibt. Es gibt eben bessere und schlechtere Tage. Mir geht es insgesamt einigermaßen gut, das liegt auch daran, dass ich die vergangenen Jahre gut gewirtschaftet habe.“

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» Die ersten Buchungen laufen ein, die Menschen wollen wieder unterwegs sein, aber es ist natürlich sehr zaghaft.«

Sandra Held, Geschäftsführerin Hotel Daniel

„Solange der Flughafen noch nicht öffnet, passiert bei uns sehr wenig, ich habe vielleicht fünf Prozent der üblichen Gäste. Die meisten bekommen wir einfach durch den Flughafen, wir sind hier kein touristischer Ort. Bei mir geht es irgendwie, da es Eigentum ist, aber ich schaffe es nur ohne Personal und mache alles selbst. Wir überleben, da wir die Kosten reduzieren konnten. Aber ich frage mich wie die, die vielleicht noch eine Pacht haben oder andere finanzielle Verpflichtungen, es schaffen sollen. Ich hoffe einfach, wenn der Flughafen wieder öffnet, dass dann in den Büros wieder mehr los ist und die ausländischen Gäste ihre Kunden besuchen oder zu Schulungen wieder anreisen. Trotzdem blicke ich positiv nach vorne. Es wird wieder alles gelockert werden bis Ende des Jahres, dann können wir wieder richtig hochfahren, aber in den nächsten ein bis zwei Monaten sehe ich noch keine größeren Veränderungen.“

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» …ich frage mich, wie die, die vielleicht noch eine Pacht haben oder andere finanzielle Verpflichtungen, es schaffen sollen.«

Ulrich Zimmermann, General Manager Mövenpick

„Für mich ist das ein „Anfahren“. Das trifft es ganz gut und ich hoffe, dass es die nächsten Wochen wieder Geschwindigkeit aufnimmt. Die ersten Buchungen laufen ein, die Menschen wollen wieder unterwegs sein, aber es ist natürlich sehr zaghaft. Von Wiederhochfahren kann man in diesem Sinne nicht sprechen. Es ist eine leichte Verbesserung, aber ich möchte keine falschen Erwartungen wecken, das wird einfach dauern, bis es wieder in Ordnung kommt. Wir sind auch alle in Kurzarbeit und auch daran wird sich so schnell nichts ändern, wenngleich hier und dort wieder mit mehr Gästen zu rechnen ist. Die Hygienemaßnahmen passen, die Gäste akzeptieren das. Neulich sagte ein Gast, dass er sich sehr sicher bei uns fühlt. Wir haben überall sichtbar für unsere Gäste unsere Maßnahmen ausgeschildert und wollen das auch weiterhin beibehalten, damit sich alle sicher fühlen und klarkommen können. Wir schauen optimistisch nach vorne.“

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» Klar sind es nicht so viele wie vor Corona, aber es lohnt sich in jedem Fall, aufzuhaben.«

Anton Hamburger, Hotel und Gasthof Neuwirt

„Wir haben ein wahnsinniges Glück, dass uns Hallbergmoos und die umliegenden Orte unterstützen. Wenn das Wetter passt, kommen die Leute zu uns in den Biergarten, natürlich nicht so wie vorher, aber es ist gut besucht. Im Hotelbetrieb haben wir unter der Woche Gewerbetreibende, langjährige, gute und vor allem genügend Gäste. Klar sind es nicht so viele wie vor Corona, aber es lohnt sich in jedem Fall, aufzuhaben. Sicherlich sind unsere Hotelgäste so treu, weil unsere Mitarbeiter jeden Tag hier stehen, so freundlich und einfach super sind. Wir haben alle ein sehr persönliches, familiäres Verhältnis. Unsere Andrea von der Rezeption beispielsweise ist seit 18 Jahren bei uns, sie ist eine echte Perle. Unsere Gäste rufen sie an, um ihr zum Geburtstag zu gratulieren. Auch unsere Bedienungen waren hier und haben ein Glas Sekt zusammen getrunken, weil sie sich so gefreut haben, dass es wieder losgehen konnte. Bei uns ist ein wahnsinniger Zusammenhalt und ich merke, was ich für ein Glück habe, das hilft in so einer Krise sehr.“

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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