Karl-Heinz Zenker schenkt der Gemeinde seine zusammengetragenen Fakten

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Für die Zukunft gesichert: Karl-Heinz-Zenker (m.) unterzeichnet den Vorlass im Beisein von Bürgermeister Benjamin Henn und Gemeindearchivarin Martina Paringer: „Gerade Dokumente von Bürgerinnen und Bürgern stellen besondere Ressourcen mit Bezug auf das gesellschaftliche und kulturelle Leben in Hallbergmoos und Goldach dar.“

Reiches Erbe: Für die Nachwelt sichern

Konrad Adenauer, John F. Kennedy oder Winston Churchill – wer etwas über das Leben der drei bedeutenden Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts erfahren will, hat die Qual der Wahl. Unzählige Quellen, ob in Buchform, filmisch oder digital, geben bis ins kleinste Detail Einblicke in das politische und persönliche Leben der bedeutenden Staatsmänner. Wer mag, kann vom Ausweisdokument bis hin zu Churchills Gold gefasster Zahnprothese, JFKs Schaukelstuhl oder das Patent für die Sojawurst des „Alten aus Rhöndorf“ betrachten. Anders hingegen sieht es aus, wenn sich das geschichtliche Interesse auf das frühere Leben der Otto-Normalverbraucher bezieht. Kaum etwas scheint überliefert, vor allem, wenn es um das gesellschaftliche und kulturelle Alltagsleben eines Einzelnen geht. Wer Glück hat, erfährt durch Groß- oder Urgroßeltern aus erster Hand von den Bedingungen und persönlichen Umständen und den Anfängen und die weitreichenden Folgen politischer Machthaber, die bis heute nachwirken.

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Ein besonderes Geschenk für die Gemeinde
Umso wichtiger ist das „Gedächtnis einer Gemeinde“, das Archiv. Neben Schriften, Akten, Urkunden, Fotos, Karten und Chroniken, die Entscheidungen und Weiterentwicklungen einer Verwaltung dokumentieren und nachvollziehbar machen, sind es Artefakte von ehemaligen Bürgern, die das historische Erbe einer Kommune transparent machen und für die Zukunft sichern. Hallbergmoos Archiv ist seit wenigen Tagen um viele zusammengetragene Fakten reicher. Möglich macht das der Vorlass des Gemeindehistorikers Karl-Heinz Zenker. „Die Schenkung umfasst Aufzeichnungen und Dokumentationsmaterial, aus welchen vor allem seine Sammelblätter zur Geschichte von Hallbergmoos und Goldach entstanden sind“, erklärt Gemeindearchivarin Martina Paringer anlässlich der offiziellen Schenkung im Sitzungssaal des Rathauses. Darüber hinaus habe Zenker „die Übergabe aller seiner bei ihm noch verbliebenen Unteralgen als Nachlass zugesichert“, so Paringer.

Erschließen und bewahren
Seit 2006 beschäftigt sich der Heimatforscher intensiv mit der Vergangenheit der Gemeinde: „Seither habe ich über 122 Ausarbeiten geschrieben und in Hefte gebunden.“ Auch eine Gedenktafel in Goldach und der Gedenkstein am 3. Mai 2015 als Teil der Erinnerungskultur initiiert der inzwischen 76-Jährige im Laufe der Jahre: „Und seit 2018/2019 haben wir den Geschichtsweg, den ich konzipiert und ausgestaltet und sogar beim Einbau mitgeholfen habe.“ In Kürze erscheint Zenkers 100. Sammelblatt, kündigt Paringer an, die die Bedeutung für die lokale Geschichtsforschung betont: „Sie fördert das Verständnis der eigenen Identität, stärkt den Zusammenhalt und bietet interessante Einblicke für ältere und jüngere Generationen.“ Paringer, die ihre Stelle den jahrelangen Bemühungen des ehemaligen, langjährigen Gemeinderats und zweiten Bürgermeister Zenker verdanke, will nicht nur sein Erbe als Heimatforscher, sondern auch das des Politikers Zenker bewahren: „Die übergebenen Dokumente werden künftig nach wissenschaftlichen Standards erschlossen und als eigener Bestand unter dem Namen „Sammlung Zenker“ geführt.“

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Nur der Anfang
„Wir können jetzt das Archiv erweitern. Es ist ein großes Geschenk, das Karl-Heinz Zenker der Gemeinde macht“, würdigt auch Bürgermeister Benjamin Henn die Leistung Zenkers, dessen Beitrag die Lokalhistorie in Hallbergmoos und Goldach sichtbarer mache. Zenkers langjähriges Engagement lege den Grundstein für weitere Nachforschungen. „Weiteres, umfangreiches Material soll die Gemeinde nach seinem Ableben erhalten“, verspricht Karl-Heinz Zenker: „damit sich potenzielle Nachfolger nicht so schwertun.“

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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