„Romantik pur“ im Gemeindesaal

Kategorie: Konzerte

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Drei außergewöhnliche Künstler: Dmitri Vinnik, Klavier, Valeriy Sokoloy, Violine, und Aleksey Schadrin, Cello

Werke von Brahms und Tschaikowski – meisterhaft gespielt von Valeriy Sokolov, Aleksey Schadrin und Dmitri Vinnik

Die Freude war ihm deutlich anzusehen, als Vladimir Genin am 26. Juni im Gemeindesaal endlich wieder ein erstKlassiK-Konzert mit Publikum eröffnen konnte. Hundert Glückliche durften – mit Abstand und Maske – dabei sein. Doch da das Konzert auch als Livestream übertragen wurde, hatten auch alle eine Chance, die keine Karte bekommen hatten.

Vladimir Genin konnte für dieses Konzert wieder drei herausragende Künstler gewinnen. Valeriy Sokolov, 1986 in der Ukraine geboren, begann bereits mit fünf Jahren Geige zu spielen. 1999 ging er nach England und studierte dort an der Yehudi Menuhin School. Er ist inzwischen bekannt für seine reifen Interpretationen der schwierigsten Werke und kann auf Konzertauftritte u.a. in Paris, Wien, Köln, Amsterdam und London zurückblicken.
Auch der 28-jährige Cellist Aleksey Schadrin stammt aus der Ukraine und auch er begann schon als Kind mit dem Unterricht. Bis vor kurzem studierte er an der Kronberg Academy im Taunus und trat im Rahmen der dortigen Festivals in verschiedenen Konzerten auf. Bei Wettbewerben gewann er bereits zahlreiche Preise.
Nach Meinung von Fachleuten gehört Dmitri Vinnik zu den besten Pianisten weltweit. Er studierte am Moskauer Konservatorium und besuchte die Meisterklasse an der Musikhochschule München. Als Solist und Kammermusiker tritt er regelmäßig bei internationalen Musikfestspielen u.a. in Finnland, Deutschland, Frankreich, Italien, USA und Afrika auf und ist ein gern gesehener Interpret in den Konzertsälen rund um den Globus.

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„Romantik pur“ war der Titel des Konzertabends in Hallbergmoos. Auf dem Programm standen zwei umfangreiche Werke: das Klaviertrio H-Dur, op. 8 von Johannes Brahms und das Klaviertrio a-Moll, op. 50 von Peter I. Tschaikowski. Das H-Dur-Trio entstand 1854 nach dem ersten Treffen von Brahms und Robert Schumann. 1889 überarbeitete der Komponist sein Werk noch einmal und in dieser späteren Fassung wird es auch heute noch aufgeführt.

Das Klaviertrio a-Moll von Peter I. Tschaikowski trägt den Untertitel „Dem Andenken eines großen Künstlers“. Gemeint ist damit Nikolai Rubinstein, ein Pianist, Dirigent, Komponist und Musikpädagoge, dem Tschaikowski erst als Schüler und später dann freundschaftlich verbunden war. Kurz nach dem Tod von Nikolai Rubinstein komponierte Tschaikowski dieses Klaviertrio zu Ehren und zur Erinnerung an den großen Meister. In diesem Werk kommen die unterschiedlichsten Gefühle zum Ausdruck, hört es sich anfangs an wie ein Trauermarsch, ein Thema, das wiederholt auftaucht, so wechseln sich zwischendurch lebhafte, fast wilde Passagen ab mit melancholischen Elementen. Jedes der drei Instrumente kann dabei mit virtuosen Solopassagen brillieren.
Die Spannung war kaum auszuhalten, als die Musik am Ende langsam bis zum endgültigen Pianissimo abebbte und sie löste sich erst nach ein paar Sekunden der Stille in anhaltendem Applaus, lauten Bravo-Rufen und Standing Ovations.

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Standing Ovations im Gemeindesaal drei herausragende Künstler

„Auch eine Stradivari spielt nicht von alleine!“, hatte Vladimir Genin zu Beginn gesagt. Dass diese drei Künstler meisterhaft mit ihren Instrumenten umzugehen verstehen, bewiesen sie an diesem Abend zur Freude eines begeisterten Publikums.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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