Ein bisschen frischer Wind im neuen Vorstand der Werbegemeinschaft Hallbergmoos in Aktion: v.l.n.r. vordere Reihe: Vereinsreferent Thomas Henning, Bernhard Graf, Wolfgang Eberhart Anita Kreilinger, Sabrina Adamo-Koczorowski, Tanja Kaiser, Julia Lex und Mustafa Özbilgin. V.l.n.r. hintere Reihe: Stephanie Schirsch, Thomas Mach, Manuel Berger, Florian Wagner (VR Bank und Rechnungsprüfer) und 3. Bürgermeister Josef Fischer.
Radl-Rausch, Enten-Spurt & noch mehr Christkindl-Glamour
Wenn in Hallbergmoos Gummi auf Asphalt quietscht und die Köpfe rauchen, kann es nur eines bedeuten: die Radlrallye läuft auf Hochtouren. Seit ein paar Jahren schwingt sich die traditionelle Veranstaltung zum „Kultevent“ auf, belegen aufs Neue die stets steigenden Teilnehmerzahlen, resümiert Manuel Berger (zweiter Vorstand) auf der Jahreshauptversammlung der Werbegemeinschaft Hallbergmoos in Aktion kurz vor dem Start der nächsten Rallye: „Wir haben immer wieder Glück mit dem Wetter, so war es auch 2025. Das spielt uns in die Hände. Es war eine rundum gelungene Aktion!“ Zu verdanken sei das aber nicht nur einem bestens gelaunten Petrus, betont Berger: „Es ist bemerkenswert, wie sehr sich die Standbetreiber vorbereiten. Dafür gebührt ihnen ein riesiges Lob. Sie geben sich unglaublich viel Mühe, auch die Neumitglieder sind mittendrin dabei. Das alles kommt bei allen Teilnehmern sehr gut an.“
Enten-Wahnsinn: Mehr Stände, mehr Aktion
Doch die Hallbergmooser lieben nicht nur ihre Drahtesel, sondern beweisen ein besonders großes Herz für Enten, vorzugsweise dann, wenn sie in der Goldach in Massen an den Start gehen. „Das Entenrennen ist für uns ein Top-Event. Inzwischen hat sich „Musti“ (Mustafa Özbilgin) als durch den Bach watenden Kommentator etabliert“, meint Berger schmunzelnd. Bewährt habe sich das Konzept, die Veranstaltung mit dem „Drumherum“ direkt an der Austragungsstrecke entlang des Bachverlaufs stattfinden zu lassen: „Wenn man versucht, während der Rennen schnell durchzukommen, merkt man, wie viel dort wirklich los ist. 2025 hatten wir erneut mehr Stände mit unterschiedlichsten Getränke-, Essens- und Kinderangeboten dabei. So wird es ein geschlossenes und sehr stimmiges Event, das die Leute sehr gut annehmen.“
Lichterglanz und Partystimmung: Ein Markt setzt Maßstäbe
Als weiterer absoluter Publikumsmagnet erweist sich seit langem der Christkindlmarkt, der in der näheren Umgebung konkurrenzlos scheint. Nach 2024 fand das Spektakel 2025 zum zweiten Mal an drei Tagen statt: „Das Konzept kam so gut an, das ist jetzt schon kaum mehr anders denkbar. Der Markt ist ein Anziehungspunkt und eigentlich immer brechend voll“, zieht Berger Bilanz und kündigt weitere Pläne an: „Wir werden den Freitag nochmal mehr „aufbohren“ und unter ein Motto stellen. Das Ganze soll unter einer kleinen Christmas-Party laufen, damit wollen wir noch mehr für die Stimmung machen. Der Standort der Bühne war schon länger Thema. Wir haben sie umgesiedelt und überdacht.“ Hingegen seien für Samstag und Sonntag mit Attraktionen vor allem auch für die Kleinsten keine größeren Änderungen vorgesehen: „Wir wollten damit etwas für die ganze Familie schaffen. Das ist in den letzten Jahren sehr gut gelungen“, fasst Berger zusammen.
Kaufkraft-Boost für Hallbergmoos
Eine eigene Erfolgsstory aber schreibt die HallbergCard, stellt Berger hochzufrieden fest. Sie beerbte Ende 2024 die früheren Hallberg-Schecks und nimmt seither richtig Fahrt auf, zeigt Berger anhand eines Diagramms: „Die Mitgliedsbanken unterstützen das Thema als Hauptpartner und machen es durch ihre Hilfe möglich die Card zu 100 Prozent kostenneutral weitergeben können.“ Im Klartext bedeutet das: Transaktionsgebühren entfallen. „Das Einzige, was wir eins zu eins weitergeben, aber gleichzeitig viel Aufwand erspart, sind die Mitarbeiter-Aufladungen. Da wird pro Aufladung ein Euro weiterverwendet“, sagt Berger. Derzeit betrage das Tagesvolumen der umlaufenden Karten 43.000 Euro, „die einzig und allein dafür bestimmt sind, in Hallbergmoos ausgegeben zu werden“, stellt Berger klar. Auch der erste Vorstand der Werbegemeinschaft Wolfgang Eberhart betont: „Wir sehen einfach, dass etwa 200 000 Euro im Jahr hier im Ort bleiben. Und hier geht es nicht nur um einen Friseurbesuch, hier können sich auch andere Gewerke angesprochen fühlen, Akzeptanzstellen werden zu können. Sie müssen sich lediglich vorher ein paar Gedanken machen, wie sie auf sich aufmerksam machen können.“ Allein im April seien es bisher 318 Karten: „Und die werden definitiv verwendet und immer wieder ausgeladen. Wenn das bis Weihnachten so bleibt, werden wir sogar das 200.000 Euro Volumen knacken.“
Einfaches Handling, große Wirkung
Mustafa Özbilgin erzählt noch unerfahrenen Vereinsmitgliedern von seinen Erfahrungen mit dem System und gibt offen zu: „Anfangs schauten wir skeptisch, wie die Transaktionen laufen sollten, aber das hat sich sehr schnell in Luft aufgelöst. Es dauerte ein wenig bis sich die Leute daran gewöhnt hatten mit der HallbergCard zu zahlen, aber es funktioniert, auch buchhalterisch, sehr gut.“ Özbilgin unterstreicht die Vorteile und wirbt: „Leute, die es sich sonst vielleicht überlegen würden, gönnen es sich mit der HallbergCard. Es wird immer besser angenommen, wir werden auf jeden Fall weitermachen.“ Aufladen können Besitzer ihre HallbergCard bei der VR-Bank, das Bär-Maskottchen der Werbegemeinschaft weise den Weg, so Berger. Es sei zudem möglich, dort eine noch nicht aufgeladene Card zu holen. „Es wäre aber schön, wenn wir noch mehr Aufladestationen bekommen könnten“, meint Eberhart.
Geschlossene für den Standort:
Die anschließenden Neuwahlen sind eine schnelle und unkomplizierte Angelegenheit. Wahlleiter und dritter Bürgermeister Josef Fischer (FW), findet die richtigen Worte: „Es ist nicht selbstverständlich, die eigene Freizeit zu opfern und die Familie hintenanzustellen, aber ich denke, dass wir eine liebenswerte Gemeinde sind. Es gibt viele Kommunen, die uns beneiden, auch um unsere Werbegemeinschaft.“ Die Wahl selbst ist ein glatter Durchmarsch per Akklamation: alle Bewerber dürfen sich über 100 Prozent Zustimmung freuen. So führt Wolfgang Eberhart den Verein weiterhin als 1. Vorstand an, Manuel Berger bleibt der 2. Vorstand. Eine kleine Rochade gibt es auf dem dritten Posten: Mustafa Özbilgin rückt zum 3. Vorstand auf und tauscht den Platz mit Bernhard Graf, der nun als Beisitzer unterstützt. Die Finanzen behält Anita Kreilinger im Griff, Sabrina Adamo-Koczorowski verantwortet erneut das Protokoll. Nach dem Ausscheiden von Simon Schröckenbauer und Harald Schönwälder kommt mit Julia Lex und Stephanie Schirsch eine Brise mehr Weiblichkeit in die Beisitzer-Riege, Thomas Mach und Tanja Kaiser bringen dort auch zukünftig ihre Erfahrung ein. Florian Wagner steht als Rechnungsprüfer nach wie vor gerne zur Verfügung.
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurden wieder
Mitgliedsbetriebe für langjähriges Firmenbestehen geehrt:
50 Jahre:Fliesen Waldhier GmbH
45 Jahre: Sparkasse Freising
30 Jahre: Augenoptik Geppert Wirtshaus, Zum Kramer, ITK Professional
25 Jahre: eMBIS GmbH, Akademie für Online Marketing
20 Jahre: Metzgerei Leichtle
Langjährige Mitglieder der Werbegemeinschaft wurden für ihr Firmenbestehen geehrt.
Für Sie berichtete Manuela Praxl.









