Sabine Jackermaier, neue Schulleiterin der Grund- und Mittelschule Hallbergmoos
Neue Schulleiterin der Grund- und Mittelschule Hallbergmoos
Seit Beginn des neuen Schuljahrs leitet Sabine Jackermaier als Nachfolgerin von Rudolf Weichs die Grund- und Mittelschule Hallbergmoos. Inzwischen konnte sie erste Erfahrungen an der neuen Schule sammeln.
Frau Jackermaier, wie geht es Ihnen nach einem Monat an Ihrem neuen Arbeitsplatz?
Ich fühle mich hier sehr willkommen, die Kolleginnen und Kollegen sind alle sehr nett zu mir und ich bin inzwischen gut angekommen. Es braucht natürlich Zeit, um das Kollegium, die Abläufe und die Besonderheiten einer Schule wirklich kennenzulernen. Aber ich höre zu, stelle Fragen und möchte verstehen, was sich hier bewährt hat.
Was waren Ihre bisherigen beruflichen Stationen?
Nach vier Jahren als Konrektorin an der Grund- und Mittelschule Paul Gerhardt in Freising übernahm ich 2019 die Schulleitung der Grund- und Mittelschule Neustift. Nach einer Neustrukturierung wurde daraus die Grundschule Freising am SteinPark, die ich zuletzt als Rektorin geleitet habe. Das waren prägende Jahre, in denen ich viel gestalten, aufbauen und gemeinsam mit einem engagierten Team weiterentwickeln durfte.
Warum ausgerechnet Hallbergmoos?
Mich hat die Aufgabe gereizt, wieder Verantwortung für zwei Schularten zu übernehmen und damit unterschiedliche Bildungswege gemeinsam in den Blick zu nehmen. Grund- und Mittelschule haben jeweils ihre eigenen Anforderungen, zugleich gibt es viele gemeinsame Themen und Entwicklungsmöglichkeiten. Hallbergmoos bietet mir die Chance, meine Erfahrungen einzubringen und gleichzeitig noch einmal neu anzufangen – eine spannende Aufgabe, fachlich wie menschlich.
Grundschule und Mittelschule: Ist das schwieriger als nur eine Schulart?
Es ist auf jeden Fall vielfältiger, die Bedürfnisse der Kinder bzw. Jugendlichen sind verschieden, darauf muss eine Schulleitung gleichermaßen eingehen können.
Die Herausforderung besteht meiner Ansicht nach darin, beide Schularten mit ihren Besonderheiten ernst zu nehmen und trotzdem das Gemeinsame im Blick zu behalten. Ich sehe darin eine Chance: Wir können Bildungswege über einen längeren Zeitraum begleiten, Übergänge bewusster gestalten und voneinander lernen.
Mein Hauptarbeitsplatz ist zwar in der Grundschule, ich habe jedoch auch in der Mittelschule ein Büro und bin dort zwei- bis dreimal in der Woche anzutreffen. Dort gebe ich übrigens auch noch Kunstunterricht.
Was gefällt Ihnen? Was möchten Sie ändern?
Im Kollegium sind alle offen und gehen mit neuen Ideen mit. Sehr gut ist auch die Zusammenarbeit mit beiden Konrektoren, ebenso der Zusammenhalt mit engagierten Eltern und Elternbeirat an beiden Schulen.
Wichtig ist mir, zunächst genau hinzuschauen: Was läuft gut? Wo gibt es Wünsche oder Herausforderungen? Gerade als neue Schulleiterin sollte man nicht den Gedanken haben, erst einmal gleich alles ändern zu müssen.
Wir haben hier rund 650 Schülerinnen und Schüler und ich möchte weitgehend Präsenz zeigen, sowohl bei den Kindern als auch im Lehrerzimmer.
Die Gebäude gefallen mir gut und auch mein Büro finde ich schön, die Zusammenarbeit mit der Gemeinde ist sehr unterstützend. Außerdem ist Hallbergmoos für mich gut zu erreichen, es passt also alles.
Haben Sie ein Fernziel für die Hallbergmooser Schulen?
Wir haben hier „fair geht vor“. Ob wir eine weitere Auszeichnung anstreben, dafür gebe ich mir noch Zeit, es muss ja alles zu unseren Schulen passen.
Ein Ziel ist für mich, dass sich Kinder und Jugendliche an unserer Schule angenommen fühlen, gerne lernen und ihre Fähigkeiten entdecken können, unabhängig von ihren Fähigkeiten und dem Weg, den sie später einschlagen.
Ich wünsche mir eine Schule, an der die Erwachsenen gerne arbeiten, sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam Verantwortung übernehmen. Grund- und Mittelschule sollen ihre jeweilige Identität behalten und trotzdem ein starkes Miteinander entwickeln.
Wenn wir es schaffen, dass Kinder hier nicht nur Wissen erwerben, sondern auch Selbstvertrauen, Verantwortungsbewusstsein und Zuversicht für ihren weiteren Weg mitnehmen, dann haben wir viel erreicht. Das ist für mich kein Ziel, das man irgendwann abhakt, sondern ein gemeinsamer Weg.
Frau Jackermaier, vielen Dank für das ausführliche Gespräch.
Für Sie berichtete Maria Schultz.








