Moderator Markus „Becki“ Beck führte mit viel Charme und Humor durch das abwechslungsreiche Programm des Geppi-Jubiläums und sorgte für beste Stimmung bei den Gästen.
Seit 30 Jahren setzt Geppi auf Nähe zum Menschen und feiert sein Jubiläum mit großem Fest und großem Herzen.
Christian „Geppi“ Geppert ist in Hallbergmoos der Mann für meisterhafte Durchsicht direkt vor der Haustür. Wie kaum ein anderer weiß der Optikermeister: Nur wer im Alltag den Durchblick hat, gewinnt die richtige Sicht auf die Dinge und behält den Überblick. Seit dreißig Jahren liegt der Fokus des Experten auf der verbesserten Lebensqualität seiner Mitmenschen. Dabei arbeitet er mit geschulten Augen, unvermindertem Herzblut und der handwerklichen Präzision, die ein Schweizer Uhrwerk vor Neid erblassen lässt. „Inzwischen kommen Kunden, die bereits als Kinder bei mir waren, mit dem eigenen Nachwuchs. Sie kennen nichts anderes als den Geppi, und das ist für mich ein Ritterschlag“, sprudelt es aus dem Augenexperten heraus. „Manchmal habe ich schon Angst, dass der Zauber verfliegt. Ich finde es unglaublich, wie die Menschen mich mit ihrem Vertrauen beschenken.“
Statt akademische Schulbank lieber handwerkliche Meisterklasse
Wer ihn kennt, weiß: Christian Geppert ist lebendig und vor allem nahbar, authentisch und menschlich. Rückblickend war Optiker nicht sein Traumberuf. Als Jugendlicher steckte er jedoch in einer „gymnasialen Sackgasse“, zog die Reißleine und begann eine Lehre: „Es standen entweder Zahntechniker, Steinmetz oder Optiker zur Wahl. Ich hatte einen guten Lehrherrn, der hat mich geschliffen“, berichtet Geppi von den ersten Schritten seines Berufsalltags, der an mancher Stelle seines Lebens kuriose Rätsel aufgibt. „Auf einem Fest glaubte eine Frau, ich würde Tieren das Fell über die Ohren ziehen. Abdecker und Optiker klingen auf Bayerisch ziemlich gleich“, erzählt der Hallbergmooser amüsiert.
Zwischen Mörtel und Tankstelle
An seinen allerersten Kunden erinnert sich Geppert gut, denn der schlägt im Geschäft auf, als es sich noch im Rohbau befindet. Der Geschäftsmann berät kurzerhand zwischen Spachtelmasse, Eimern und Putz seinen ersten Kunden: „Alles war durcheinander und nichts fertig, wir haben offiziell erst drei Wochen danach eröffnet“, erinnert sich Geppert lachend. „Aber Max Josef Krecken hat gewartet. Besonders schön ist, dass er immer noch kommt.“ Manche Kunden, so Geppi, habe er an Orten wie einer Tankstelle gefunden: „Wir kamen zufällig ins Gespräch und irgendwie haben sie dann in meinem Geschäft eine Brille bestellt.“ Andere, die längst nicht mehr in Hallbergmoos wohnen, nutzen die Urlaubsreise und legen einen Zwischenstopp ein, um kurz ihre neue zu bestellen. Und wieder andere holt der Brillenfachmann ab, weil sie auf Empfehlung von Augenärzten kommen. „Wir sind auf verschiedene Bereiche spezialisiert, beispielsweise auf Beschädigungen der Netzhaut oder verborgene Schielfehler.“
Drei Meisterengel für „Geppi“
Heute stehen dem Fachmann seine „Mädels“, die Optikermeisterinnen Karin Dormeier, Sandra Waesch und Henriette Ruderisch zur Seite. Oberste Prämisse für das gesamte Team ist die fachliche und freundliche Konzentration auf den Einzelnen: „Jeder, ob arm oder reich, ist bei uns Nummer 1. Das merken unsere Kunden.“ Es mache „einfach Spaß, mit Menschen“ zu arbeiten, nur manchmal sei es herausfordernd: „Es klappt aber ganz gut, weil ich authentisch bleibe. Bei uns können die Leute so sein wie sie sind. Wenn sie sich wohlfühlen und es passt, entstehen jahrelange Bekannt- und Freundschaften.“
Nicht nur fürs Auge, sondern auch für die Seele
Zu menscheln ist wohl ein Erfolgsrezept des Optikers: „In Coronazeiten kam eine einsame Frau und hat sich einmal die Woche umarmen lassen.“ Genauso halte er kleine Dinge für „Kinder mit richtig schlimmen Sachen“ als Geschenk parat. Eine Sehhilfe zu akzeptieren, sei gerade für Neukunden eine Hürde. Aber irgendwann siege ohnehin die Notwendigkeit, „und wir können helfen, den Umstand zu akzeptieren. Die Leute geben Geld aus, es muss passen – nicht nur optisch, sondern auch emotional. Ich kann den Leuten Mut zur Veränderung machen.“ Für seine Kunden hält Geppi Brillen für jeden Geldbeutel parat: „Wir haben alles von Dolce & Gabbana bis kurz vor Kassengestell vor Ort. Wir wollen den Menschen eine große Auswahl bieten und ihnen keine Modelle um jeden Preis aufdrücken, sondern schauen, dass es das Richtige für den Einzelnen ist.“
Ob Hollywood-Glamour oder Urban-Chic
Es gibt aber auch die Kunden, die nach dem Besuch eines Blockbusters mit sehr genauen Vorstellungen kommen: „Kinofilme wie beispielsweise Matrix lösen Trends aus.“ Es gehe aber darum herauszufinden, was passt, „damit jeder für sich das kriegt, was er braucht.“ In Deutschland muss eine neue Brille im Schnitt vier Jahre halten, auch in modischer Hinsicht. „In Ländern wie Österreich sind die Leute deutlich progressiver in Sachen Ausgefallenes, da sehe ich viele ältere Damen mit sehr coolen Brillen. Aber das wandelt sich auch bei uns gerade spürbar und das geht mit meiner Überzeugung einher: Das Leben ist zum Leben da und das Irgendwann ist jetzt.“
Partysause mit großem Herz
Dass Christian Gepperts Lebensmotto mehr ist als nur ein Werbespruch, zeigte sich beim großen Jubiläumsfest an Halloween eindrucksvoll. Mit rund 100 Gästen hatte er gerechnet. Am Ende kamen mehr als 400 Menschen. Drinnen wie draußen war es brechend voll, überall wurde gelacht, geredet, angestoßen und gefeiert. Besonders bewegt haben Geppi die vielen persönlichen Begegnungen und kreativen Gesten seiner Gäste. Langjährige Kunden, Freunde und Wegbegleiter nutzten die Gelegenheit, um gemeinsam auf 30 Jahre zurückzublicken. Eine Kundin erschien sogar als lebende Werbetafel und trug Brillen aus mehreren Jahrzehnten seiner Arbeit auf einem eigens gestalteten Kostüm. „Das war der Hammer“, sagt der Optikermeister gerührt. Zur besonderen Atmosphäre trugen viele engagierte Helferinnen und Helfer bei. Für das leibliche Wohl sorgten Tor Siam Wok und der Goldach Markt, während die Goldacher Madln an der Bar ausschenkten. Gleich zu Beginn brachte Hallbergmooser Urgestein Hello Wolter mit seinen Witzen und Anekdoten die Gäste zum Lachen. Freunde von Pfarrer Thomas Gruber und das Vocalensemble Cantabile Freising sorgten für musikalische Höhepunkte, wobei auch Geppi selbst mitsang und ein kleines Solo zum Besten gab. Später brachten die Standup- Comedians Verena Gärtner, Blechlluk, Ante Brekalo und Sonja Hagl das Publikum immer wieder zum Schmunzeln. Durch das Programm führte Moderator Markus „Becki“ Beck mit viel Charme und Gespür für die besondere Stimmung des Abends. Als später DJ Lars übernahm, wurde aus dem Jubiläumsfest eine ausgelassene Party, die bis spät in die Nacht andauerte.
Für Geppi war der Abend vor allem eines: ein überwältigendes Zeichen der Wertschätzung. „Die Menschen haben dieses Fest einzigartig gemacht“, sagt er dankbar. Und weil er nicht anders kann, verbindet er auch das Feiern mit etwas Gutem: Der Erlös aus dem Verkauf von Speisen und Getränken kommt der Tafel zugute. Ganz nach seinem Motto: mehr als sehen. Für Christian Geppert wird das Jubiläum noch lange in Erinnerung bleiben. „Es war ein mega Fest, mit so vielen tollen Menschen, Begegnungen und Überraschungen. Die Stimmung war einfach unglaublich und ich bin jedem Einzelnen dankbar, der dabei war oder mitgeholfen hat“, sagt er. „Wenn ich sehe, was in den vergangenen 30 Jahren entstanden ist, freue ich mich umso mehr auf alles, was noch kommt. Auf die nächsten Jahre!“
Für Sie berichtete Manuela Praxl.









































