Die Helfer des Christkinds

Kategorie: Kindergärten

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Petra Renneke-Schmoldt mit den Geschenkepack-Profis Zana (li.), Zoe (Mi.) und Jonas (re.)

Wolkenschlösschen schickt 95 Pakete auf die Reise

Rot, grün, silbrig glänzend, mit Tannenbäumchen- oder Weihnachtskugeldekor, Rudolf dem Rentier oder Herzchen – 94 bunte Geschenke-Kartons stapeln sich im Kindergarten Wolkenschlösschen gleich hinter der Eingangstür. Liebevoll verpackt, warten sie darauf ihren Inhalt in wenigen Wochen preisgeben zu können. „Hey, da kommt Karton Nummer 95“, ruft Kindergartenleiterin Petra Renneke-Schmoldt freudig, als eine Mitarbeiterin die Sammlung vergrößert. Zum dritten Mal kann die Organisatorin im Namen aller Spendenwilliger Kindern, die auf der Schattenseite der Welt leben, eine große Freude zu Weihnachten bereiten: „Inzwischen ist es unsere dritte „Geschenke mit Herz“-Aktion. Wir haben uns bereits im Sommer als Sammelstation angeboten bei humedica, das geht ganz einfach online“, erklärt Petra Renneke-Schmoldt.

Das Konzept ist so simpel wie freudebringend. Dinge, die Kindern Freude machen, wandern nach Alter und Geschlecht sortiert in einen Schuhkarton, in den sonst ein Paar robuste Herrenboots passen. Anschließend nur noch mit weihnachtlichen Papier verpacken, fertig! Zoe, Zana und Jonas, drei Wolkenschlösschen-Kids, sind Pack-Profis und erklären aufgeregt: „Wir haben die Geschenke für ein Mädchen und für einen Jungen ausgesucht. Unsere Mamas und Papas haben die Pakete schön eingewickelt.“ Petra Renneke-Schmoldt ist angesichts der tatkräftigen Unterstützung begeistert: „Die Familien haben sich stark beteiligt. Einige haben eigene Päckchen zusammengestellt, andere haben Sachen vorbeigebracht, um unsere Kartons hier befüllen zu können.“ Stifte und Blöcke, Zahnbürste und Mütze, Süßigkeiten, Duschgel, Spielzeugautos, Farbkästen, Pinsel und vieles mehr, dazu persönliche Grußkarten mit einem Foto gehen jetzt in den hübschen Pappbehältern auf eine lange Reise. „2019 können Kinder in Rumänien, Kosovo, Serbien, Albanien und der Republik Moldau die Gaben auspacken“, sagt die Kindergärtnerin lächelnd, „ein Teil davon bleibt sogar in Bayern.“

 

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Seit 1979 leistet der Verein humedica (Sitz in Kaufbeuren) humanitäre Hilfe und sorgt mit der einfachen Zusatzaktion „Geschenke mit Herz“ für unzählige strahlende Kinderaugen an Weihnachten. Sozialstationen verteilen die Spenden in extrem armen Regionen Osteuropas an die aufgeregten und oft ungläubig staunenden Mädels und Jungen. „Das findet das Mädchen bestimmt super toll. Ich habe einen Leuchtwürfel ausgesucht, den man werfen muss, dann leuchtet er“, berichtet die nun sechsjährige Zoe stolz und nickt: „Ich habe meiner Mama geholfen, da war ich aber noch fünf.“ „Und der Junge mag sicher Silberauto mit den schwarzen Heckflügeln“, ist der kleine Autofan Jonas überzeugt. Zana hat sich vor allem um Hygieneprodukte gekümmert: „Eine Zahnbürste, dazu Zahncreme und Duschgel!“, berichtet sie glücklich und zeigt dabei ihre Zahnlücken. Den Kindern gehe es nicht um einen Anlass, meint Renneke-Schmoldt. „Sie wollen einfach gerne schenken. Unsere Kinder wissen, dass wir das so früh vor Weihnachten machen müssen, da die Wege weit sind und jedes Kind rechtzeitig ein Geschenk bekommen soll.“ Das klappt hervorragend, einzige Ausnahme sind Jungen zwischen 11 und 14 Jahren. Sie erhalten nahezu keine der Schachteln mit vielgeliebten Inhalt: „Es ist wohl einfacher, kleinen Kindern etwas zu schenken“, begründet Petra Renneke-Schmoldt. „Aber wir haben auch die älteren Jungen bedacht. Ihnen gefallen sicher Zauberwürfel, Kartenspiele und tolle Duschgels.“

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Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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