Bilderbuch-Saison-Auftakt: Motorradweihe der Mooskoimroaser

Kategorie: Vereine

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Die Motorradweihe der Mooskoimroaser mit Pfarrer Thomas Gruber: Ein Kultevent über die Landkreisgrenzen hinaus.

Heiliges Blech und Rückenwind für die Seele

Das Dauer-Abo mit Petrus läuft für die Mooskoimroaser wie geschmiert: Wenn die Mitglieder zur Motoradweihe rufen, liefert der Wettergott seit Jahren zuverlässig das XXL-Premium-Paket in Sachen Frühlingslüftchen – strahlend blauer Himmel und knapp sommerliche Temperaturen inklusive. Besser geht´s für den Asphalt-Saisonauftakt nicht! Egal ob mit dem Chopper, der Enduro oder dem Bobber: Wer seinen heißen Ofen liebt, hält inne, um sich von Pfarrer Thomas Gruber den göttlichen Segen abzuholen. Bevor der Mann Gottes Gummi gibt und sich im Joggingtempo durch die dicht geparkten Maschinen zwängt, dabei seinen großzügig in Weihwasser getauchten Aspergill schwingt, spricht er den von Roland Breitenbach umformulierten Bikerpsalm. Darin geht es um Rückenwind, der den Tag schöner und leichter auf der Fahrt des Lebens mache, auch an traurigen Tagen. Damit erinnert Gruber an Hans Eder, einen befreundeten Biker aus Ismaning: „Er hat gestern seinen Kampf gegen den Krebs verloren, das ist Gegenwind.“

Frauenquote auf der Überholspur
Es sind Worte, die tief berühren – in der Hauptsache Männer, denn die sind nach wie vor deutlich in der Überzahl. Doch es mischen sich stetig mehr Mädels unter die Menge, die nicht nur als Sozia auf den hinteren Plätzen sitzen, sondern den Lenker lieber selbst in ihre Hände nehmen, so wie Sarah und Andrea Kovac. Die Cousinen aus dem Landkreis Dachau sind mit ihren Bikes das erste Mal dabei: „Die Weihe war ein Gänsehautmoment“, sagt Sarah: „Sehr schön fand ich auch die einbezogenen Verwandten und Eltern, die Vertrauen in die Fahrer haben sollen.“ Andrea nickt und stimmt zu: „Das Gebet hat mich sehr beeindruckt, es war sehr motorradbezogen.“ Die 30-jährige Sarah und Cousine Andrea (27) sind begeistert von dem Event, das offenbar seinesgleichen sucht: „Ich habe es über eine App erfahren“, sagt Sarah: „Wir kennen das eher aus Kroatien und waren uns nicht bewusst, dass es das auch hier gibt. Und das hier ist richtig, richtig cool. Es war superschön und wir beide sind sehr begeistert.“

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Fahr nicht schneller als dein Schutzengel fliegt
Auch der Landtagsabgeordnete Nikolaus Kraus (FW) ein eingefleischter Biker, outet sich als Fan der Veranstaltung. „Über Religion kannst du streiten oder nicht, aber es gibt etwas zwischen Himmel und Erde und als Biker hat man keinen Schutz, keinen Airbag. Pfarrer Gruber hat das super gebracht.“ Für den Anlass allerdings kommt er eher gemütlich mit einer Rarität, einer NSU mit Beiwagen aus dem Jahr 1951, ums Eck. Am ehesten lässt sich die Freude, so eine Maschine sein eigen nennen zu können, wohl mit der Begeisterung einer Fashionista über den Besitz einer legendären Birkin Bag beschreiben. „Die ist eher „tuck, tuck, tuck“, nichts für weite Reisen, aber so etwas wie für die Weihe am Sonntagnachmittag.“ Kraus besitze gleich mehrerer Motorräder, so der Liebhaber: „Die NSU hat ein Spezi hergerichtet und zum Verkauf angeboten.“ Selbst sei er völlig unbegabt, wenn´s um Schrauben gehe: „Also das war die Gelegenheit und die gibt´s nur einmal.“ Er sei auch niemand, der, der seine Motorräder ständig putze: „Aber eine Harley oder die NSU müssen glänzen“, meint Kraus und wischt mit der Hand über das glänzende Chrom.

Fazit: Werbung zieht, Segen knallt
Organisator Max Förg, Vizechef der Mooskoimroaser und Schatzmeister „Diridari“ Oliver Jürgenhake ziehen zufrieden Bilanz. „Wir haben im Vorfeld ordentlich die Werbetrommel gerührt“, sagt Förg: „Von den Personen sind viel mehr da, weil es gefruchtet hat, dass die Bürger und Vereine jetzt davon wissen.“ Jürgenhake nickt: „Dazu waren zwischen 250 und 260 Bikes hier.“ Beide stimmen überein: „Ohne Thomas wäre es nur halb so schön. So ist halt unser Pfarrer.“ Einen kleinen Wermutstropfen gibt es dann doch, meinen beide: „Leider mussten wir dieses Mal von einem Corso absehen, da die Auflagen, Vorgaben und Kontrollen den Rahmen sprengen und so ein Fest eher kaputt machen. Daher haben wir ganz darauf verzichtet.“ Für Sarah und Andrea Kovac steht dennoch fest: „Wir sind in jedem Fall nächstes Jahr wieder dabei.“

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Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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