Surfen auf der Erfolgswelle – Die besten Absolventen 2026 aus Hallbergmoos.
Trockene Theorie vs. nasse Welle
Pauken bis kurz vor Notarzteinsatz und ungezählte Drehungen im Wachmodus statt erholsamen Schlafs vor den finalen Prüfungen – und dann soll es ein kurzer Händedruck im Rathaus sein? Nicht in Hallbergmoos! Denn hier gibt es keinen steifen Nobel-Empfang durch den Bürgermeister – vielmehr begrüßt Benjamin Henn die Top-Absolventen des Jahrgangs 2026 lieber in SURFTOWN am Beckenrand im winterfesten Neopren und stürzt sich kurzerhand mit dem Board in die Fluten. Einer unter den Geehrten ist Simon Busl, der das Surfen „total mega“ findet: „Dass das die Gemeinde ermöglicht hat, ist eine super coole Aktion, vor allem, dass der Bürgermeister sich nicht lumpen lässt und selbst auch mit ins Wasser geht.“
Die perfekte Welle
Der 21-Jährige zählt in diesem Jahr zum besten Nachwuchs in der Gemeinde. Auf seinem Abschlusszeugnis als Bankkaufmann glänzt eine glatte „1,0“. „Wenn mir etwas Spaß macht beim Lernen, dann tue ich mich recht leicht, weil ich es dann einfach aufnehme“, verrät Simon sein Erfolgsgeheimnis. Sein sehr guter Abschluss bilde nun die Basis für mehr: „Anfang Oktober habe ich mit dem Bankfachwirt angefangen, das mache ich berufsbegleitend. Ich schau, wenn die zwei Jahre rum sind, wie es dann weitergeht. Mit dem Fachwirt hätte ich den Grundstock, mit dem ich theoretisch zum Studieren berechtigt sein würde. Ehrlicherweise bin ich aber noch nicht sicher, wie es danach weitergehen soll.“
Nächstes Ziel fest im Blick
Zur Spitze zählt auch Katja Ziegltrum. Derzeit absolviert die Abiturientin ein Jahr in der Kinderklinik in Landshut: „Ich mache das seit Mitte August im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes, ich möchte gerne in die Pädiatrie oder Kinderheilkunde, also Medizin studieren.“ Um ihr Ziel zu erreichen, bereitet sie sich derzeit auf den Medizinertest vor. Das Lernen falle ihr leicht, meint die Fleißige gut gelaunt und sympathisch bescheiden: „Ich denke, ich war schon in der Realschule eine gute Schülerin. Medizin hat sich so in der neunten Klasse herauskristallisiert.“ Katja hofft auf einen Studienplatz in München. Und findet den sportlichen Event-Empfang trotz nasser Kälte großartig. Lachend meint die 20-Jährige: „Das macht total Spaß, aber ich weiß nicht, ob ich da so talentiert bin.“
Mütter ziehen Leine
Im „Lookout“ schließlich geht der im wahrsten Sinne des Wortes feucht-fröhliche Abend zu Ende – ganz unter sich. So viel Selbstkenntnis einiger Mütter, die noch kurz zuvor am Beckenrand die Gleichgewichtsfähigkeiten ihres Nachwuchses bewunderten, muss sein. Sie wissen, wann sie loslassen müssen und es Zeit ist nach Hause zu gehen: „Die wollen doch jetzt nicht mehr die Mama dabeihaben, sondern unter sich feiern.“
Für Sie berichtete Manuela Praxl.

























