Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Eching zum Patenbitten bei den Kameraden aus Goldach

Kategorie: Aktuelles

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Ein Feuerwerk der guten Laune

Wer einen Paten möchte, muss ihn sich verdienen – mehr oder weniger hart, so will es das ungeschriebene Gesetz der Vereine. Gut beraten sind angehende „Patenkinder“, wenn sie Geschick, Geduld und vor allem gute Nerven in Sachen Geschmack zum traditionellen „Patenbitten“ mitbringen. Das findet normalerweise statt, wenn ein Verein eine Jubiläumsfeier begeht, wie die Freiwillige Feuerwehr Eching, die am neunten September voriges Jahr, ihren 150. Geburtstag „feiert“: „Wegen Corona fiel zwar das große Fest aus, es fand nur ein Gottesdienst statt. Trotzdem wollten wir dieses Brauchtum nicht aufgeben und haben uns daher entschlossen, die Patenschaftsfeier einfach jetzt zu machen, die gehört dazu“, erklärt Stephan Zobel, erster Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Goldach.

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Nicht alles zergeht auf der Zunge

Ausgerüstet mit einer besonderen Holztafel und einer 60 Liter-Hopfenkaltschale als begehrte Mitbringsel, müssen sich die Echinger Kameraden und ihre Festdamen ein paar Herausforderungen stellen, schließlich geht es darum, sich der Patenschaft als würdig zu erweisen. So treten die Damen und Herren zuversichtlich und selbstbewusst zum Zersägen eines Baumstamms an. Eigentlich eine leichte Übung für ein eingespieltes Team – eigentlich: „Die Kameraden aus Goldach hatten sich ein besonderes Schmankerl einfallen lassen: die Säge war stumpf“, erzählt Stefan Maidl, erster Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Eching lachend. „Später waren wir 12 Kameraden beim sogenannten „Scheitlknien“ auf den Holzstamm.“ „Das gehört zum Ritual und war der Moment, in dem sie uns bitten mussten, die Patenschaft zu übernehmen“, fügt Zobel hinzu. Ein „recht undefinierbares Getränk“, das die Goldacher ihren Kollegen aus Eching im Anschluss einschenken, lässt etwaig entstandene Knieprobleme schnell vergessen: „Jeder hat eine Mass trinken müssen. Bier war wohl die Basis, dazu Sekt und Wein, also ein Mischmasch.“ Obwohl die gereichten Cocktails für den geneigten Gaumen und Magen eher eine Zumutung sind, handelt das eingeschworene Echinger Team frei nach dem norddeutschen Motto: „Nicht lang schnacken, Kopp in Nacken“. „Geschmacklich ist es tatsächlich gegangen, es gibt schlimmere Getränke“, urteilt Maidl. „Die Goldacher waren gnädig, das kenne ich auch ganz anders. Bei manchen gibt es so eine Beton-Mass, die ist deutlich hochprozentiger, danach bekommst du nicht mehr viel mit.“ Anders im Goldacher Feuerwehrstüberl: da bekommen alle Kameraden die Feier noch sehr lange und intensiv mit.

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Feste feiern

Für alle hat das Fest nach der langen Coronapause eine besondere Bedeutung: „Wir haben uns alle gefreut und waren erleichtert, dass wir so etwas wieder machen konnten. Das hat sich in der Atmosphäre widergespiegelt. Einfach wieder in so einem Kreis ausgiebig zusammenkommen, das war wirklich schön“, resümiert Zobel. Ohnehin seien die Freiwilligen aus Goldach und Eching „eng verbandelt“. Gemeinsam mit den Kollegen aus Dietersheim stellen sie den ABC-Zug im Landkreis Freising: „Solche Feiern sollen die Verbundenheit zweier Feuerwehren zeigen. Gott sei Dank sterben solche Traditionen nicht aus.“ Maidl sieht es ähnlich: „Wir wollten das unbedingt machen, auch wenn es ein Jahr später als geplant ist. Es war uns einfach wichtig, die Beziehungen nach dieser Zeit wieder aufleben zu lassen und zu festigen. Es ist der Ausdruck gegenseitiger Wertschätzung.“

Für Sie berichtete Manuela Praxl. Fotos: MK.

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