Einstimmige Wahl: Michael Prill bleibt SVS-Vorsitzender

Kategorie: Ringen

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Einstimmige Ergebnisse bei den Neuwahlen der Vorstandschaft für (von links) Damian Edfelder (stellv. Vorsitzender), Michael Prill (Vorsitzender), Eva-Maria Münzer (stellv. Vorsitzende) und Thomas Kopp (Schriftführer)

Vor genau 40 Mitgliedern startete die ordentliche Jahreshauptversammlung des SV Siegfried Hallbergmoos im Gemeindesaal, natürlich unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln. Der Erste Vorsitzende Michael Prill begann seinen Bericht mit den Erfolgen der Jugend im vergangenen Jahr, dort gab es vor dem Corona-Abbruch immerhin zwei Bayerische Meistertitel, dazu vier dritte Ränge. Danach war lange Schluss, nationale Meisterschaften fanden 2020 keine statt.
Zum ersten Mal gab es in diesem Jahr keinen Ringerball – die Absage hatte nichts mit der Pandemie zu tun, sondern aus wirtschaftlichen Gründen war sowieso keiner geplant. Für Michael Prill eine glückliche Entscheidung: „Da hätten viele Leute ohne Abstände gefeiert. Wer weiß, ob dann nicht Hallbergmoos ein Corona-Hotspot gewesen wäre.“ Die gemütlichere Variante musste 2020 allerdings wegen der Krise entfallen, soll jetzt im kommenden Jahr erstmals stattfinden.

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Auch auf den Rückzug aus der Bundesliga kam der Ringerchef zu sprechen: „Das ist für mich weiterhin die absolut richtige Entscheidung.“ In der Ersten Bundesliga wäre man nicht mehr wettbewerbsfähig, schon die vergangene Runde mit dem sechsten Platz habe finanziell nur dank einer großzügigen Privatspende funktioniert. Die Zweite rang erfolgreich in der Oberliga, der mittlerweile zweithöchsten Klasse in Deutschland: „Wir hatten die einmalige Chance, dass wir dort als Erste weiterhin antreten dürfen.“ Viele aus der Ex-Zweiten, aber auch einige von der Bundesligatruppe machen dort in der kommenden Saison mit – falls diese wie geplant am 24. Oktober starten kann. Prill: „Unser Ziel ist es, den Aufstieg in die zweite Bundesliga irgendwann zu schaffen.“ Diese wird es sowieso erst im Jahr 2022 wieder geben: „Die Oberliga hat aber ein sehr hohes Niveau, ich sehe uns da gut aufgehoben.“ Einige Leute hätten den Rückzug nicht als gut empfunden. Das müsse man zwar akzeptieren, so Michael Prill: „Aber sowohl aus wirtschaftlicher wie auch aus sportlicher Sicht wäre es anders einfach nicht machbar gewesen.“ Durch den Rückzug wäre der Verein auch aller Voraussicht nach relativ unbeschadet durch Corona-Krise gekommen – finanziell jedenfalls. Sehr weh getan hätte der Stopp im März trotzdem, alleine schon aus gesellschaftlicher Sicht. Zwar fanden Online-Trainingseinheiten statt, berichtete Prill: „Das ist aber einfach nicht das Gleiche.“ Daher wäre man froh gewesen, dass Hallbergmoos als eine der ersten Gemeinden die Halle wieder für Sportler geöffnet habe: „Dafür gilt ein großer Dank.“ 

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Wie bereits geschrieben, soll die Oberliga Am 24. Oktober soll die Oberliga nun mit – nach aktuellem Stand – sechs Mannschaften ihren ersten Wettkampftag haben. Auf- und Abstieg gibt es nicht, trotzdem starte man mit großer Motivation in die Runde, so Prill: „Der Sieger darf sich immerhin Bayerischer Meister nennen.“ Bis es zum ersten Kampf in der Hallberghalle kommt, sei aber noch viel Arbeit zu verrichten, betont der SVS-Vorsitzende: „Details und Rahmenbedingungen durch den Verband bekommen wir hoffentlich bald. Dann stehen Gespräche mit der Gemeinde an.“ Man wolle den Sport Ringen auf alle Fälle bestmöglich nach Außen präsentieren, auch wenn es einige Einschränkungen geben wird.

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Kurz vor den Neuwahlen meinte Michael Prill über sich, dass er den Vorsitz seit 2013 mit Leidenschaft ausübe, er mittlerweile erfahrener geworden wäre und auch in der Lage, über den eigenen Schatten zu springen.
Bei den Finanzen gab es im Jahr 2019 kaum Änderungen, ein kleines dreistelliges Plus konnte der Verein verzeichnen und weiter auf ein üppiges Gesamtguthaben verfügen: „Das soll ein Polster für schwere Zeiten sein“, betonte Prill.
Bei den Neuwahlen wurde er schließlich einstimmig zum Ersten Vorsitzenden wiedergewählt, auch bei den anderen Posten gab es jeweils ein Votum von 100 Prozent: Damian Edfelder und Eva-Maria Münzer (beide stellvertretende Vorsitzende), Jeannette Ketterer (Schatzmeisterin), Beate Prill (stellv. Schaftmeisterin), Thomas Kopp (Schriftführer), Michael Prill (Sportleiter), Eva-Maria Münzer (Jugendleiterin), Helmut Ernst (stellv. Jugendleiter), Christian Bauer (Wettkampfreferent), Dr. Andreas Geipel, Markus Niedermair, Gerhard Schmidl (alle Rechtsausschuss), Christian Edfelder, Josef Fritsch und Andreas Niedermair (alle Beisitzer), Wolfgang Förg und Rudolf Lamprecht (beide Kassenprüfer).

Danach sprach der alte und neue erste Vorsitzende noch kurz über den Kader für die kommende Runde. Dieser sei sehr dünn besetzt: „Passieren darf nicht viel.“ Neu ist Abdullah Hasani im Kader, der 57-Kilo-Ringer wechselte von Freising nach Hallbergmoos. Mit Stefan Tonu (71/75 Kilo Freistil) sicherte sich der SVS einen sehr starken Moldawier, 2016 holte er sich die Bronzemedaille bei den Kadettenweltmeisterschaften. Ansonsten ringen altbekannte Athleten für den SVS, mit Ergün Aydin, Andreas Walter und Ahmet Bilici gab es allerdings auch großen Aderlass. Michael Prill zu deren Abgängen: „Damit waren wir zu 100 Prozent einverstanden, ich habe ihnen sogar bei den Verhandlungen mit ihren neuen Vereinen geholfen.“ Die drei sollten auf Top-Niveau ringen, trainieren aber weiterhin in Hallbergmoos. Zur Oberliga-Truppe meinte Prill abschließend: „Ich bin vom Kader absolut überzeugt. Wir werden alles geben.“

Für Sie berichtete Bernd Heinzinger.

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