Die Gemeinde Hallbergmoos setzt auf Bürgerbeteiligung und Transparenz bei einem der bedeutendsten Ansiedlungsprojekte ihrer Geschichte. Hierzu hatte der Gemeinderat bereits in seiner Sitzung am 14.04.2026 beschlossen, einen Bürgerentscheid (Ratsbegehren) zur Ansiedlung eines Standortes für Verteidigungstechnologie auf der Stiftswiese (umgangssprachlich „Senderwiese“) durchzuführen.
In der öffentlichen Sitzung am 19. Mai 2026 hat der Gemeinderat nunmehr die zur Abstimmung zu stellende Frage bestimmt und den Termin zur Durchführung des Bürgerentscheides verbindlich auf den 05. Juli 2026 festgelegt. “Das finde ich richtig und wichtig, um die Bürgerinnen und Bürgern in Hallbergmoos umfassend in dieses Projekt einzubinden”, erklärte Bürgermeister Benjamin Henn.
In dem Bürgerentscheid am 05.07.2026 wird folgende Frage zur Abstimmung gestellt:
„Sind Sie dafür, dass die Gemeinde Hallbergmoos die planungsrechtlichen Grundlagen für die Ansiedlung eines Standorts für Verteidigungstechnologie auf einem Teil (ca. 35ha, Teil der Flurnummer 795) der Stiftwiese (78ha, umgangssprachlich “Senderwiese”) schafft?“
Der Gemeinderat unterstützt mehrheitlich das Ansiedlungsprojekt. Mit dem klaren Bekenntnis zu diesem Ratsbegehren folgt die Gemeinde Hallbergmoos ihrem Kurs einer mutigen und visionären Kommunalpolitik. „Wir stehen in der Verantwortung, jetzt zu handeln“, betont Bürgermeister Henn. „Zum einen ist der Aufbau einer starken nationalen Verteidigungsfähigkeit ein übergeordnetes Ziel, zu dem wir in Hallbergmoos einen entscheidenden Beitrag leisten möchten. Zum anderen ist es unsere Überzeugung, dass die Bürgerschaft bei Projekten dieser Größenordnung Bedeutung auch außerhalb des regulären Wahlturnus das letzte Wort haben sollte“, so Bürgermeister Henn. Gleichzeitig verfolgt die Gemeinde das ehrgeizige Ziel, den anvisierten Zeitplan mit einem Baubeginn 2027 und Produktionsstart 2028 strikt einzuhalten. Henn macht deutlich: „Wir wollen hier auch ein Signal senden, dass wir auf kommunaler Ebene agil und schnell entscheiden können.“
Ein weiterer entscheidender Treiber für die Ansiedlungspläne ist die Haushaltslage der Gemeinde. Durch rückläufige Gewerbesteuereinnahmen im bestehenden Unternehmensportfolio ist Hallbergmoos perspektivisch gezwungen, Einschnitte bei den freiwilligen Leistungen – etwa im Bereich der Kinderbetreuung – sowie Gebührenanpassungen vorzunehmen. „Unser oberstes Ziel muss es sein, die finanzielle Handlungsfähigkeit der Gemeinde langfristig sicherzustellen, um weiterhin genau diese sozialen und gesellschaftlichen Angebote für unsere Bürgerinnen und Bürger sichern zu können“, so Bürgermeister Benjamin Henn. Die Ansiedlung des Hochtechnologie-Unternehmens sei daher ein zentraler Baustein, um die wirtschaftliche Basis von Hallbergmoos für die Zukunft breiter und robuster aufzustellen.
Nach der Entscheidung des Gemeinderates zur Durchführung eines Ratsbegehrens hat sich eine Bürgerinitiative gebildet, die ebenfalls über den Standort abstimmen lassen möchte. Derzeit werden Unterschriften für ein Bürgerbegehren gesammelt. Die Gemeinde Hallbergmoos hat in den vergangenen Wochen intensiv versucht, mit der Bürgerinitiative ein gemeinsames Verfahren zu starten, auch um den Bürgern einen doppelten Urnengang zu ersparen. “Die Gemeinde bedauert, dass die Bürgerinitiative nicht zu einer gemeinsamen Organisation des Bürgerentscheids bereit war”, so Bürgermeister Henn.
Die Gemeinde wird rund um die geplante Ansiedlung und das anstehende Ratsbegehren ein umfassendes Informationsangebot bereitstellen. Hierzu werden Flyer erstellt und die Website ansiedlung-hallbergmoos.de freigeschaltet. Am 8. Juni 2026 findet um 19:00 Uhr eine Dialogveranstaltung unter dem Motto „Sprechen & Zuhören“ statt, zu der alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen sind.
Für Sie berichtete Mooskurier.







