Großer Ärger im Hallbergmooser Rathaus über das Landratsamt Freising.

Kategorie: Politik

Jetzt teilen:

Die Verärgerung über die mangelnde Kooperationsbereitschaft des LRA Freising ist Bürgermeister Josef Niedermair anzusehen.

Mangelhafte Kommunikation und verschleppte Bearbeitung im Landratsamt

Für große Verärgerung im Hallbergmooser Rathaus sorgte eine Pressekonferenz des Landratsamts, die am 10. August stattfand. Inhalt war die Studie einer Studentengruppe, die sich mit der Ausweisung von Landschaftsschutzgebieten im Raum der Gemeinde Hallbergmoos befasste. Darin wurde u.a. eine Fläche als Landschaftsschutzgebiet festgelegt, für die die Gemeinde bereits vor einem Jahr den Antrag auf Herausnahme gestellt hatte. „Alles ist rot“ schimpfte der Bürgermeister, „die Studie ist ganz anders als erwartet.“ Es handelt sich um eine Fläche von 10 Hektar zwischen S-Bahn und Bundesstraße, die derzeit landwirtschaftlich genutzt wird. Vorgesehen ist an dieser Stelle die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage, mit der sowohl Surftown als auch Gewerbegebiet mit „grünem“ Strom versorgt werden sollen.
Bei einem Termin mit Vertreterinnen der örtlichen Presse hielt Bürgermeister Josef Niedermair mit seinem Unmut nicht hinter dem Berg: „Der Gemeinde war Geheimhaltung über diese Studie auferlegt, und jetzt informiert das Landratsamt selber darüber in einer Pressekonferenz“ so Josef Niedermair.

Werbung

Doch nicht nur der Umgang mit der Studie bringt den Gemeindechef in Rage. Was ihn noch mehr dabei aufregt, ist die Tatsache, dass bereits vor rund einem Jahr beantragt wurde, diese Fläche aus dem Landschaftsschutzgebiet herauszunehmen. Mehrfache Nachfragen brachten keine Reaktion seitens des Landratsamts, bis dato erging kein Bescheid. „Über den Antrag hätte längst entschieden werden können, aber bis heute ist nichts passiert“ sagt er und äußert sein Missfallen darüber, dass bei anderen Gemeinden viel schneller entschieden wurde. Verärgert ist er auch darüber, und da ist er sich mit seinen Mitarbeitern einig, „dass mit anderen Kommunen geredet wird, aber nicht mit der, die einen Antrag gestellt hat“, da erwartet er Gleichbehandlung aller, die davon betroffen sind.

Das für die PV-Anlage vorgesehene Gelände ist laut Niedermair ideal. Derzeit wird dort Mais angebaut, gedüngt und gespritzt, so der Rathauschef. „Unter den PV-Elementen wird Gras angesät, da ist Raum für Insekten und Kleintiere.“ Dass der Stillstand ausschließlich an der mangelnden Kommunikationsbereitschaft des Landratsamtes liegt, davon ist er überzeugt, denn „wir könnten schon viel weiter sein!“

Werbung

„wir könnten schon viel weiter sein!“

Bürgermeister Josef Niedermair über die mangelnde Kommunikation des Landratsamts Freising.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

Jetzt teilen:

Sie haben eine Frage oder eine Meinung zum Thema? Verfassen Sie gerne einen Kommentar!
Bitte beachten Sie unsere geltenden Kommentar Richtlinien, mit dem Abschicken Ihres Kommentars erklären Sie sich damit einverstanden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Sie müssen den Bedingungen zustimmen, um fortzufahren

Das könnte Sie auch interessieren:

Zufällig interessant?

Neueste Meldungen:

Werbung

Menü