Bogenschießen – der Sport im Lockdown

Kategorie: Sport

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v.l.n.r.: die Mitglieder des Vereinsausschusses: Alexandra Wöhrle, Walter Wirl, Timo Eigeldinger, Richard Moosburger, Sandra Morawitz, Kirstin Engelhardt, Sebastian Rose, Alexander Kafka, Walter Epp

Jahreshauptversammlung der Schützengesellschaft Edelweiß Hallbergmoos

Mitunter kann unter normalen Bedingungen die Jahreshauptversammlung eines Vereins länger dauern. Vor allem der Rückblick auf das vorangegangene Jahr mit seinen Ereignissen wie Wettbewerbe oder Feste, fordert zwischendurch die Konzentration ausdauernd. Doch nach knapp zwei Jahren diverser Lockdowns ist die Veranstaltungslänge bei der Schützengesellschaft Edelweiß Hallbergmoos recht überschaubar. In Sachen Festivitäten sei wenig bis nichts passiert, bedauert Walter Wirl, erster Schützenmeister im Verein: „Leider mussten wir nach anderen Festen auch das Gauschießen, auf das wir ein gutes Jahr hingearbeitet hatten, coronabedingt absagen. In der Kinderkrippe beim Sportforum war zu der Zeit ein Fall. Damals gab es noch keine Vergleichszahlen, niemand wusste, was das überhaupt bedeutet.“

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Pfeil und Bogen trifft ins Schwarze

Trotzdem treffen die Auswirkungen der erheblichen Einschränkungen durch die Pandemie den Verein nicht in aller Härte, bilanziert der erste Schützenmeister Walter Wirl: „Im Training waren wir nur teilweise eingeschränkt, vor allem die Innenbereiche. Die Bogenschützen hatten den Vorteil, draußen etwas machen zu können. Hingegen mussten die Kugelschützen, vor allem die Leistungsschützen, die normalerweise ganzjährig trainieren, zwangsweise pausieren.“ Dennoch sei die Mitgliederzahl konstant, stellt Wirl fest. Zum einen liege das an der Vereinstreue: „Manchmal befürchtete ich, dass vielleicht einige austreten und erst nach den Einschränkungen wieder eintreten. Das war aber definitiv nicht so“, bekennt der Schützenmeister. Ein anderes Phänomen überrascht den Schützenmeister und die Vereinsspitze: „Wir hatten einige Aufnahmeanträge zum Bogenschießen. Es ist verrückt, aber dadurch verzeichnen wir etwa so viele Neumitglieder wie Ausgetretene.“ Vermutlich habe es damit zu tun, den Sport draußen machen zu können, so der 47-Jährige. „Interessanterweise gehen oft Jugendliche zu den Bogenschützen, treten aber mit 16 bis 18 Jahren wieder aus. Bei den Kugelschützen sieht das ein bisschen anderes aus. Es treten weniger ein, aber sie bleiben dem Verein meist länger erhalten. Wir werden sehen, wie es sich entwickelt.“

„Manchmal befürchtete ich, dass vielleicht einige austreten und erst nach den Einschränkungen wieder eintreten. Das war aber definitiv nicht so.“

Walter Wirl, erster Schützenmeister

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Aus dem Stand an die Spitze

Momentan können Vereinsmitglieder aller Sparten uneingeschränkt trainieren. „Wir müssen der Gemeinde einfach dankbar sein, so eine Anlage zu haben, das ist wirklich Wahnsinn. Sie hat beispielsweise bei den Stock- und Bogenschützen Luftfilter einbauen lassen“, betont Walter Wirl. Eine, die davon profitiert und die Möglichkeiten zu schätzen weiß, ist Sandra Morawitz. Die 44-jährige Top-Athletin sorgt für das sportliche Highlight während der schwierigen Coronajahre und holt sich den Deutschen Titel im traditionellen Bogenlauf (ohne Visier), verteidigt ihn ein Jahr später und sichert sich aus dem Stand den Meistertitel im Bogenlaufen mit Visier, wie sie lachend erzählt: „Der Wettbewerb mit Visier war einen Tag vor dem traditionellen und ich dachte: „Wenn ich schon mal hier bin, nutze ich das als Trainingseffekt.“ Ich war dann schon ein wenig überrascht, dass es so gut geklappt hat.“ Derzeit plagt die Ausnahme-Sportlerin, die an der TU Garching arbeitet, ein gebrochener Mittelfuß. „Das passt mir gerade nicht sehr“, sagt Sandra Morawitz. Ich hoffe, dass ich bald wieder trainieren kann, denn ich will den Titel verteidigen.“

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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