Die Verbindung von Iwan dem Schrecklichen nach Hallbergmoos

Kategorie: Veranstaltungen

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Veranstaltungsreihe „Voice of Erching“ mit Hommage an Jossif Spinel: v.li.n.re. Regisseur Thomas Goeerge, Künstlerin Anja von Wins und Vladimir Genin, Komponist, und Pianist vor den Originalarbeiten des Bühnenbildners Jossif Spinel.

Veranstaltungsreihe „Voice of Erching“ im Atelier von Anja von Wins mit Hommage an Jossif Spinel

Gemeinsam mit seinem Großvater Iossif Spinel hört der kleine Vladimir Genin im Radio Jazz. An sich nichts besonderes, möchte man meinen. Aber es ist nicht ganz ungefährlich, denn es ist Jahrzehnte her und es handelt sich um „Voice of America“, die durch den Eisernen Vorhang der einstigen UDSSR in die Datscha, die neben einem Filmproduktionsgeländer vor den Toren Moskaus steht, dringt. Der US-amerikanische „Feindsender“ sendet sein Programm damals über Hallbergmoos und Jossif Spinel ist Bühnenbildner für Filme wie „Iwan der Schreckliche“ und „Alexander Newski“ des großen sowjetischen Filmregisseurs Sergei Eisenstein. Heute lebt sein Enkel Vladimir Genin in Hallbergmoos. Der Pianist und Komponist veranstaltet unter anderem als künstlerischer Leiter die „erstKlassik“-Konzerte.

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Huldigung eines Künstlers

Im vergangenen Jahr ist die Verbindung Genins und des Großvaters ein Teil des interdisziplinären Projekts „75 Hektar Wiese {460 m ü. N.N.} von Regisseur Thomas Goerge. In diesem Jahr, zum 130. Geburtstag des Künstlers Iossif Spinel, zeigte sein Enkel als Hommage Originalarbeiten aus seinem Privatbesitz, gemeinsam mit dem Verein „Udei“. Für ein Wochenende Ende Juli waren die Guachen und Tafelbilder, mit Fotografien der szenischen Umsetzung, im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Voice of Erching“ in der Atelier-Werkstatt von Anja von Wins im Schloßgut Erching zu sehen. Zur Eröffnung der Vernissage spielte Genin, zusammen mit Michelle Soares Stücke von Mozart, Rachmaninow, Schostakowitsch und Prokofjew, während Kurzszenen des Regisseurs Thomas Goerge Einblicke in das Leben von Iossif Spinel zeigen.

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Stationen des Jossif Spiel

Jossif Abranovich Spinel kommt am 25. September 1892 in Bila Zwerka bei Kiev, der heutigen Ukraine, als achtes Kind einer jüdischen Familie zur Welt. Zunächst studiert Spinel Architektur, bevor er sich an der Vkhutemas (Höhere Künstlerisch-Technische Werkstätten) in Moskau Grafikdesign studiert. In den 1920er Jahren illustriert der junge Spinel Bücher, die sich durch die Stilrichtungen Suprematismus und Konstruktivismus auszeichnen, der vor allem zwischen 1913 und 1930 vorherrscht. 1929 arbeitet Spinel erstmalig mit dem Filmregisseur Oleksandr Dowschenko zusammen, später mit Michail Romm (1934), bevor er für Sergei Eisenstein die Bühnenbilder entwirft. Vor allem seine unzähligen und einzigartigen Ideen, prägen seinen Ruf als Filmkünstler. 1940 beginnt Spinel am Gerassimow-Institut für Kinematographie in Moskau zu lehren. Seine Absolventen sind gefragte Bühnenbildner beim sowjetischen Film. 1980 stirbt Jossif Spinel in Moskau.

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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