Schnäppchen oder Gerümpel?

Kategorie: Veranstaltungen

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„15 Euro zum ersten, zum zweiten, und zum…“ – Auktionator Alfred Mittermeier und seine Assistentin sehen jedes Gebot.

Versteigerung von Flughafen-Fundsachen im Sportpark Hallbergmoos

Die Regeln sind eindeutig: Wer mitsteigert, hebt die Hand. Gesteigert wird in 5- oder 10-Euro-Schritten, bezahlt wird in bar innerhalb von zehn Minuten, sonst geht der Gegenstand wieder zurück ins Fundbüro.

Aber soweit war es erstmal noch nicht. Am 25. September fand die erste Fundsachen-Versteigerung dieses Jahres statt. „Normalerweise haben wir fünf oder sechs Versteigerungen pro Jahr, mit jeweils rund 800 Teilnehmern“, erzählt Josef Rankl, Leiter des Fundbüros am Flughafen. Wegen Corona war heuer alles anders, es gab etwa 200 Plätze, und statt im Volksfestzelt fand die Versteigerung unterm Zeltdach im Sport- und Freizeitpark statt.

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200 Fundstücke warten auf einen neuen Besitzer

Rund 200 Gegenstände warteten auf die Schnäppchen-Jäger. Alles, was zur Versteigerung kam, konnte vorher besichtigt werden. Nein, nicht alles – was in den „Überraschungskoffern“ war, blieb natürlich verborgen. Da konnte man nur vermuten, ob der Inhalt aus Goldbarren oder lediglich aus schmutziger Urlaubswäsche besteht. Traf Letzteres zu, dann konnte man sich immerhin damit trösten, dass ja bereits der Koffer einen gewissen Wert hat. Themenkoffer waren im Angebot, z.B. einer mit Taschen und Etuis, einer vollgestopft mit Büchern, je einer mit Damen- bzw. Herrenbekleidung… Interessantes gab es für die Sportler, darunter ein Koffer mit Boxhandschuhen, ein Surfbrett, eine Schiausrüstung mit Helm und Schistiefeln. Und ein Air Wheel Board, zu dem es als Zugabe sinnigerweise gleich noch eine Krücke gab.
Schmuck und Uhren lagen zur Ansicht bereit, ebenso Tablets, Laptops, E-Book-Reader und Fotoapparate in unterschiedlicher Qualität, sogar eine mechanische Schreibmaschine. Auch Autofahrer konnten fündig werden und einen Reifen nebst Lenkrad und Feuerlöscher ersteigern. Nicht alles war nur so einfach liegengeblieben – wer vergisst schon eine Motorsäge? Die Erklärung: „Manche wollen sowas als Handgepäck mitnehmen. Das geht natürlich nicht, sie müssen das zurücklassen und dann landet das im Fundbüro.“

„Wer mitsteigert, hebt die Hand. Passn‘S also auf, wenn‘S jemand zuwinken, sonst san’S schnell der Besitzer von einem Überraschungskoffer!“

Auktionator Alfred Mittermeier erklärt die Regeln.

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Was erwarten sich nun die zahlreichen Gäste? Da gibt es zum einen die „Groupies“, wie Josef Rankl sie nennt, das sind die, die zu jeder Versteigerung kommen und genau wissen, wann sie zuschlagen werden. Andere kommen vor allem zum Vergnügen. „Vielleicht ersteigere ich zum Spaß einen Überraschungskoffer“, sagt die Frau, die extra aus Augsburg angereist kam. „Eventuell eine Kamera“, ergänzt ihr Gegenüber am Tisch. Und ein Mann aus Zolling meint: „Vielleicht ein Smartphone, aber hauptsächlich komme ich wegen dem Spektakel.“

Dann wird es aufregend, denn die Versteigerung beginnt. Auktionator Alfred Mittermeier ist ein echter Profi, er lässt sein Publikum nicht aus den Augen, sieht jede Hand, die nach oben geht, reagiert blitzschnell und ruft ohne Atempause die Höhe der Gebote ins Publikum. Wer nichts ersteigert, hat trotzdem viel Vergnügen, denn Mittermaier würzt das Ganze mit Humor und bringt die Leute mit witzigen Zwischenbemerkungen immer wieder zum Lachen.

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Versteigert werden Koffer in allen Variationen und mit unterschiedlichem Inhalt

„Versteigert wird so lange, bis nichts mehr daliegt“, sagt Josef Rankl. Ein Teil vom Erlös wird dafür verwendet, die Unkosten zu decken und der andere Teil wird für einen sozialen Zweck gespendet.

Der weitere Nachmittag diente dann nur noch dem gemütlichen Beisammensein, die Goldacher Buam spielten auf und später wurde es dann „boarisch – griabig“ mit Volksmusik aus Bayern.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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