Das Wichtigste aus dem Gemeinderat in Kürze:
• Mittelschule: Für die laufende Fassadensanierung werden zusätzliche Arbeiten im Umfang von rund 128.600 Euro notwendig. Trotz des Nachtrags bleibt die Maßnahme nach aktueller Prognose deutlich unter dem eingeplanten Haushaltsansatz von 420.000 Euro.
• Dornierstraße Süd: Die 23. Änderung des Flächennutzungsplans geht in die nächste Beteiligungsrunde. Ein Teil des geplanten produktiven Quartiers muss künftig als Gewerbegebiet dargestellt werden.
• Anfragen: Zum Abschluss der öffentlichen Sitzung lagen keine weiteren Anfragen vor.
Zweite Bürgermeisterin Tanja Knieler leitete am Dienstagabend die Sitzung des Hallbergmooser Ferienausschusses. Während der Sommerpause übernimmt dieses Gremium die notwendigen Entscheidungen des Gemeinderats. Inhaltlich blieb die Tagesordnung überschaubar: Im Mittelpunkt standen unerwartete Mehrarbeiten bei der Fassadensanierung der Mittelschule sowie die nächste Verfahrensstufe bei der 23. Änderung des Flächennutzungsplans südlich der Dornierstraße.
BEKANNTGABEN
Mehrarbeiten an der Mittelschulfassade
Die Fassadensanierung der Mittelschule beschäftigt die Gemeinde noch einmal umfangreicher als zunächst gedacht. Für die Gesamtmaßnahme hatte der Bau- und Planungsausschuss im Februar einen Kostenrahmen von 420.000 Euro freigegeben. Während der laufenden Arbeiten zeigte sich nun an der Westfassade, dass der vorhandene Putzaufbau deutlich stärker ist als zunächst angenommen. Ingenieur Konrad erläuterte dem Ferienausschuss, dass Probeöffnungen teilweise Putzstärken von rund 18 bis 25 Millimetern ergeben hätten. Würde auf diesen Bestand lediglich eine weitere Schicht aufgebracht, wäre das zulässige Gewicht des Systems überschritten. Damit bestünde die Gefahr, dass erneut Risse oder Schäden entstehen. Nach Einschätzung des Fachplaners ist es deshalb technisch sinnvoller, den vorhandenen Putz in diesem Bereich vollständig abzunehmen und neu aufzubauen. Für diese zusätzlichen Arbeiten lag ein Nachtragsangebot über 128.646,14 Euro brutto vor. Die Arbeiten sollen möglichst noch während der Ferien ausgeführt werden, um die Beeinträchtigungen für den Schulbetrieb gering zu halten. Im Gremium wurde vor allem nach der tatsächlichen Kostenentwicklung gefragt. Dabei wurde auch kritisiert, dass aus der ursprünglichen Sitzungsvorlage nicht unmittelbar hervorging, wo die Maßnahme einschließlich Nachtrag aktuell finanziell steht. Die Verwaltung erläuterte, dass das geprüfte Nachtragsangebot erst kurzfristig vor der Sitzung vorgelegen habe. Nach derzeitderzeitiger Prognose werde die gesamte Abrechnung bei knapp 300.000 Euro liegen und damit weiterhin deutlich unter dem im Haushalt vorgesehenen Ansatz von 420.000 Euro. Auch die auffallend niedrige ursprüngliche Auftragssumme wurde angesprochen. Nach Angaben des Planers waren mehrere Firmen angefragt worden, allerdings nur zwei Angebote eingegangen. Das beauftragte Unternehmen habe deutlich günstiger angeboten als der zweite Bieter. Die Einheitspreise seien geprüft worden und hätten keinen Anlass gegeben, das Angebot nicht zu werten. Der Ferienausschuss stimmte dem Nachtrag schließlich zu. Damit können die zusätzlichen Putzarbeiten an der Westfassade ausgeführt werden.
Flächennutzungsplan südlich der Dornierstraße geht in die nächste Runde
Beim zweiten Sachpunkt ging es um die 23. Änderung des Flächennutzungsplans für das Gebiet südlich der Dornierstraße. Hintergrund ist das geplante produktive Quartier im Bereich des Bebauungsplans „MU Dornierstraße Süd“. Auf der rund 17 Hektar großen ersten Entwicklungsfläche ist bislang eine Mischung aus Gewerbe, Wohnen sowie sozialen, kulturellen und sportlichen Nutzungen vorgesehen. Die Planung geht derzeit von einem deutlichen Schwerpunkt auf gewerblichen Nutzungen aus. Im weiteren Verfahren hat sich allerdings gezeigt, dass die unmittelbar an der Dornierstraße vorgesehenen gewerblichen bzw. produktionsorientierten Nutzungen nicht vollständig mit der bisherigen Darstellung als „Urbanes Gebiet“ vereinbar sind. Der entsprechende Bereich soll deshalb im Flächennutzungsplan künftig als Gewerbegebiet dargestellt werden. Aus der bisherigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange gingen nach Angaben der Verwaltung keine Stellungnahmen hervor, die eine grundlegende Änderung der Planung erforderlich machen. Im Ausschuss kamen dennoch Fragen dazu auf, wie sich die Änderung auf das ursprünglich vorgestellte Nutzungskonzept auswirkt – insbesondere auf das Verhältnis zwischen Gewerbe, Wohnen sowie sozialen und kulturellen Angeboten. Die Verwaltung stellte klar, dass der Flächennutzungsplan zunächst lediglich die grundsätzlichen Gebietskategorien festlegt. Die genaue Verteilung der einzelnen Nutzungen werde auf Ebene des Bebauungsplans bzw. über weitere vertragliche Regelungen konkretisiert. Der Ferienausschuss billigte schließlich den aktuellen Entwurf mit Begründung und Umweltbericht. Gleichzeitig wird die nächste Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange eingeleitet. Die Unterlagen sollen dafür einen Monat öffentlich ausgelegt werden.
ANFRAGEN
Weitere Anfragen gab es zum Ende der öffentlichen Sitzung nicht. Zweite Bürgermeisterin Tanja Knieler schloss damit den öffentlichen Teil des Ferienausschusses.
Für Sie berichtete Mooskurier.






