Kunst am Zaun – zum zweiten Mal können Interessierte in den kommenden Wochen Kunst unter freiem Himmel betrachten.
Inez Eckenbach-Henning (3.v.l.) eröffnet mit anwesenden Künstlern und Kulturreferentin Andrea Holzmann (l.) KUNST am Zaun.
KUNST am Zaun 2.0
Es scheint fast so, als wolle Petrus nach der verregneten Premiere im vergangenen Jahr etwas gutmachen. Zur Neuauflage von KUNST am Zaun zieht der Wettergott 2023 alle Sommerregister und schickt zur Eröffnung der Open-Air-Galerie Sonne satt und schweißtreibende Temperaturen. Die können zahlreiche Kunstfreunde nicht davon abhalten, sich mit den Kunstwerken im Sport- und Freizeitpark auseinanderzusetzen. Alle gezeigten Kunstwerke sind digitalisiert und auf PVC-Banner (“Kunstbanner”) gedruckt. Neben jedem Werk befindet sich ein kurzer Steckbrief. Über den QR-Code können Kaufinteressenten Kontaktmöglichkeiten zum jeweiligen Künstler erhalten. „Wir machen das Format KUNST am Zaun zum zweiten Mal und freuen uns sehr, wieder am Kultursommer teilnehmen zu können. Nach der guten Resonanz des vergangenen Jahres wollten wir es jetzt wiederholen und sogar vergrößern“, erklärt Inez Eckenbach-Henning.
Der Blick über den Tellerrand
Im Vorfeld überlegt der AK Kunst das Projekt nicht nur auf die Mitglieder zu beschränken, sondern sich für andere lokale Künstler und weitere Kunstvereine zu öffnen. „Wir haben dann einen Wettbewerb veranstaltet und das Kunstprojekt ausgeschrieben. Es folgten Bewerbungen von 20 Künstlern, darunter ortsansässige Kreative, Mitglieder der Künstlerpalette Unterschleißheim und Mitglieder vom Kunstverein Freisinger Mohr“, so Eckenbach-Henning. Insgesamt reichen die teilnehmenden Künstler im Vorfeld 50 Bilder bei der Jury ein: „Aus den dann 20 ausgesuchten Werken haben wir die “Kunstbanner” erstellt, die auf Bauzäune montiert und zu sieben Dreiecken aufgestellt sind, so können sie etwaigen Stürmen standhalten“, erläutert Eckenbach-Henning.
Kunst braucht Plattformen
Für den AK Kunst aus Hallbergmoos zeigt das rege Interesse der Kreativschaffenden, wie wichtig Orte unterschiedlichster Art sind, Kunst einem breiten Publikum zeigen zu können. Denn es müssen längst keine vier Wände sein: „Es dürfen ungewöhnliche Orte sein, wie hier im Sport- und Freizeitpark, für den KUNST am Zaun auch eine Aufwertung bedeutet. Aktuell sind ja Kunstausstellungen zum Beispiel im Rathaus wegen des Umbaus auch gar nicht möglich“, sagt Eckenbach-Henning, die sich in ihren Arbeiten vor allem auf Landschaften in Aquarell fokussiert: „Wir haben hier eine gute Möglichkeit geschaffen haben, Kunst im öffentlichen Raum zu zeigen und freuen uns über die Unterstützung von Sportparkmanager Benjamin Henn, Veranstaltungsmanagerin Daniela Lindenmiller und des Gemeinderats, der das Budget bereit gestellt hat, ohne den das nicht möglich gewesen wäre.“ Selbst für das Aufstellen der Werke gibt es Hilfe aus der Gemeinde, betont Eckenbach-Henning dankbar: „Bauhofleiter Richard Wantscher und seine Mitarbeiter haben die Bauzäune angebracht und “Kunstbanner” montiert.“
Mehrwert Kunst
Kulturreferentin Andreas Holzmann, die bereits 2022 begeistert hinter dem Projekt steht, äußert sich „glücklich, einen so wertvollen Arbeitskreis am Ort“ unter die Arme greifen zu können: „Was letztes Jahr mutig geboren wurde, ist jetzt eine fulminante Präsentation und Öffnung auch für Künstler aus anderen Orten. Kunstwerke können Kraftfelder sein, einige Werke regen auch zum Nachdenken an. Für mich ist es ein Abend, der von Leichtigkeit und Lebensfreude getragen wird.“
Nachhaltigkeit im Visier
Die Wanderausstellung ist bis zum sechsten August im Sport- und Freizeitgelände zu sehen, danach bis sechsten September im Goldachpark und bis etwa achten Oktober auf der Wiese am Rathausplatz. Nach dem Abschluss sollen die “Kunstbanner” ein „Upcycling“ erhalten: „Eventuell entstehen daraus Taschen, die dann vielleicht auf dem Weihnachtsmarkt zum Verkauf anbieten“, offenbart Inez Eckenbach-Henning die Überlegungen des AK Kunst.
Beteiligte Künstler KUNST am Zaun
Anneliese Adelsperger (AK Kunst), Stephan Baum (KV Freisinger Mohr) Mandy Böhme (AK Kunst), Inez Eckenbach-Henning (AK Kunst) Linda Ferrante (Künstlerpalette Unterschleißheim), Stephanie Frank (lokale Künstlerin), Carla Gruber (Künstlerpalette Unterschleißheim), Stephanie Ihlefeldt (AK Kunst und Künstlerpalette Unterschleißheim), Ingrid Kammann (lokale Künstlerin), Elfriede Kirschner (KV Freisinger Mohr), Tanja Knieler (lokale Künstlerin), Dietmar Knoppik (KV Freisinger Mohr), Irina Krätschmer (lokale Künstlerin), Markus Lindinger (Künstlerpalette Unterschleißheim), Theresia Maier (Künstlerpalette Unterschleißheim), Maria Mehrbrodt (lokale Künstlerin), Matthias Riedinger (lokaler Künstler), Renate Sacher (AK Kunst), Andreas S. Sames (KV Freisinger Mohr), Christina Thenert-Moser (lokale Künstlerin).
„Was letztes Jahr mutig geboren wurde, ist jetzt eine fulminante Präsentation und Öffnung auch für Künstler aus anderen Orten. Kunstwerke können Kraftfelder sein, …“
Andrea Holzmann, Kulturreferentin.
„Es dürfen ungewöhnliche Orte sein, wie hier im Sport- und Freizeitpark. KUNST am Zaun wertet die Anlage auf. Aktuell sind ja Kunstausstellungen zum Beispiel im Rathaus wegen des Umbaus auch gar nicht möglich“,
Inez Eckenbach-Henning.
Für Sie berichtete Manuela Praxl.












