Fliesen, Feiern, Familienglück: 50 Jahre Waldhier

Kategorie: Veranstaltungen

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Goldenes Firmenjubiläum mit Alpenflair: Die Firma Fliesen Waldhier GmbH feiert am Tag der offenen Tür mit zahlreichen Besuchern das besondere Ereignis. V.l.n.r.: Alex, Susi, Hermine und Heinrich Waldhier (stehend) mit einem Teil ihrer Mitarbeiter

Hüttengaudi zum Firmenjubiläum

Handwerk hat goldenen Boden“: Bei Fliesen Waldhier GmbH trifft der Spruch dieser Tage im wahrsten Sinne des Wortes zu. Seit 50 Jahren veredelt der Betrieb das Zuhause von Familien und Firmen – in Hallbergmoos und weitem Umkreis – mit Fliesen und Bodenbelägen. Für die Waldhiers gibt das goldene Jubiläum den Anlass für eine große Partysause. Als Location dient eine eigens aufgestellte zünftige Almhütte auf dem Firmengelände – Bergblick inklusive, also für den, der ein bisserl genauer schaut. Das Alpenflair begeistert die Gäste, die zum Tag der offenen Tür zahlreich kommen, bereits zu früher Stunde: „Allein beim Weißwurstfrühstück waren schon über 150 da, genau wissen wir nicht wie viele Leute insgesamt hergekommen sind, aber über den Tag verteilt waren es ein paar hundert“, meint Gastgeberin Susanne Waldhier und fährt mit ihrer ersten kleinen Bilanz lachend fort. „Es war schön, lang und sehr ausgiebig. Offiziell hatten wir bis 18 Uhr geplant, aber wir saßen noch bis fast Mitternacht zusammen. Irgendwann haben wir den Stecker gezogen, weil wir ja am nächsten Tag für die interne Feier fit sein wollten.“

Wurzeln, Wachstum, Waldhier
Es ist ihr Vater Heinrich Waldhier, der 1976 den Betrieb gründet, immer unterstützt von seiner Frau Hermine, einer waschechten Goldacherin. Gemeinsam bekommen sie zwei Töchter, zunächst Sabine, die jüngere, Susanne, folgt wenige Jahre später. „Wir sind in der Firma großgeworden“, erinnert sich Susanne „Susi“, die nach der Schule beruflich zunächst eine andere Richtung einschlägt. „Ich habe eine Ausbildung in der Computerbranche gemacht und irgendwann in einem ganz anderen Umfeld meinen späteren Mann Alexander „Alex“, einen gelernten Fliesenleger, kennengelernt. Alex hat dann noch die Meisterprüfung absolviert und ich meinen Betriebswirt.“ Beste Voraussetzungen, um 2002 in den Familienbetrieb einzusteigen: „Wie wir genau hineingerutscht sind, kann ich gar nicht mehr festmachen, es hat sich einfach alles nach und nach ergeben“, sagt die erfolgreiche Geschäftsfrau: „In irgendeiner Form waren wir immer mit dabei. Logischerweise hat uns in die Karten gespielt, dass mein Mann Fliesenleger ist.“

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Vom Vater gelernt, als Team gewachsen
Konsequent hilft das Ehepaar den Betrieb weiter auszubauen und übernimmt 2017 komplett die Geschäfte: „Meinen Papa hat es natürlich gefreut, dass wir eingestiegen sind“, meint „Susi“, die mit ihrem Ehemann „Alex“ gerne und gut Hand in Hand arbeite: „Wir kümmern uns um unsere beiden Standbeine Verlegung und Verkauf und wollen unseren Kunden nicht nur mit Fliesen, sondern auch mit Böden, wie Naturstein- oder Parkettböden, Holz oder Vinyl die eigenen vier Wände verschönern.“ Den jahrzehntelang andauernden Erfolg des Unternehmens, in dem auch die ältere Schwester Sabine mithilft, erklärt sich „Susi“ vor allem mit einem Aspekt: „Ich glaube eine unserer Stärken ist, dass wir ein Familienbetrieb sind, wir wollen persönlich sein. Das war uns immer wichtig und das soll so bleiben. Mein Vater hat dafür den Grundstein gelegt.“ Die gewachsenen familiären Strukturen belege eine besondere Zahl, wie „Susi“ Waldhier in Vorbereitung auf die Jubiläumsfeier feststellt: „Ich habe aus Spaß ausgerechnet, wie lange unsere 23 Mitarbeiter, ob Teil- oder Vollzeit bei uns sind und bin auf 18 Jahre gekommen. Da sind auch die eingerechnet, die erst seit letztem Jahr dabei sind. Es bestätigt mein Gefühl, dass sich unser großartiges Team bei uns wohlfühlt, sonst wären sie ja nicht so lange bei uns.“ Auf 40 Jahre Betriebszugehörigkeit bringe es der Bauleiter in diesem Jahr und „der erste Lehrbub des Vaters“ halte bis heute der Firma seine Treue.

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Dauerbrenner Qualität: Handwerk zwischen Mundpropaganda und Social Media
Eine Besonderheit und gleichzeitig große Herausforderung der Branche ergebe sich aus dem Arbeitsaufwand und der Langlebigkeit der Materialen: „Wenn man sich irgendwo Fliesen hineinlegen lässt, bleiben die ja erst einmal, die reißt du nicht nach einem Jahr wieder heraus“, veranschaulicht „Susi“ Waldhier. „Wir haben zwar Stammkunden, wie Bauträger, die immer wieder bauen, aber wir sind generell kein Betrieb, den Leute regelmäßig aufsuchen. Wir müssen uns also insbesondere auf den Bereich Neukunden konzentrieren. Das macht das Geschäft sehr anspruchsvoll. Wer Erfolg haben will, muss durch Qualität und viel Einsatz überzeugen.“ Die meisten „Waldhier“-Kunden finden ihren Weg zum Fachbetrieb durch Empfehlungen, weiß „Susi“ Waldhier, dennoch sieht das Ehepaar darin nur eine Säule der Werbung in eigener Sache: „Wir haben auch unseren Auftritt in den sozialen Medien entsprechend ausgebaut.“

Alles kann, nichts muss
Wenn Susi und Alex Waldhier heute auf das Firmenjubiläum blicken, erfüllt sie das mit Stolz: „Wir konnten gewinnbringend auf ein Fundament aufbauen, das Heinrich und Hermineg eschaffen haben. 2018 hat Alex maßgeblich das neue Gebäude vorangetrieben, mit dem wir unsere Vision leben und den Betrieb für die Zukunft aufstellen können.“ Über den Fortbestand der Firma machen sich die Waldhiers indes noch keine Gedanken: „Unser Sohn Ferdi (18) macht gerade eine Ausbildung und Vinci (15) geht noch zur Schule. Es bleibt den Jungs überlassen, was sie später machen wollen. Was also die Zukunft bringen wird, das werden wir sehen.“

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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