Kunsthandwerkermarkt entwickelt sich zur Kultveranstaltung

Kategorie: Veranstaltungen

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Rund 600 Besucher kamen zum Kunsthandwerkermarkt über den Tag, trotz Hygienevorschriften und teils trüben Wetter

cultiamo e.V. feiert kleines Jubiläum – Upcycling das große Thema

Wer wagt, gewinnt! Tagelang beobachtet Sabina Brosch, Vorsitzende des Kulturvereins cultiamo, mehrere Wetter-Apps und entscheidet schließlich: „Wir ziehen durch, der Kunsthandwerkermarkt findet statt.“ Es ist eine mutige Entscheidung, doch die Vereinsvorsitzende setzt erneut auf das Gesamtpaket: Kunsthandwerk in ländlicher Atmosphäre. „Wir sind sehr dankbar, dass uns Bernhard Graf zu unserem kleinen Jubiläum wieder diese wunderschöne Wiese hinter dem Alten Wirt zur Verfügung stellt“, meint Sabina Brosch und strahlt. Die Vereinsvorsitzende hat allen Grund zur Freude, denn zum fünften Mal (durch cultiamo zum zweiten Mal) finden trotz Corona und gelegentlichen Schauern rund 600 Besucher, teilweise aus einem Umkreis von rund 50 Kilometern, ihren Weg zu den 26 Künstlern. „Zwar kamen immer wieder Leute auf mich zu und sagten, dass wir den Markt unbedingt wieder machen müssten, doch jetzt bin ich schon ein wenig überrascht, wie positiv die Resonanz ist“, freut sich Brosch sichtbar.

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Einzigartig und handgemacht

Von bunten und individuell gestalteten Keramikschalen, über Schmuck aus liebevoll zusammengestellten Perlen verschiedenster Materialien, Handtaschen aus Filz und Holz, oder Gewürzen, bieten sich potentiellen Käufern auf der Suche nach selbstgemachten Unikaten, genügend Gelegenheiten, den Geldbeutel zu erleichtern. „Wie immer ist hier alles handgemacht, ich will keine Fertig-Industrieware“, erklärt Brosch die Leitlinien des Konzepts. „Die meisten machen ihr Handwerk schon länger und wissen, was sie machen. Alles hier hat eine gewisse Qualität.“ Um die zu gewährleisten, schaut sich die Organisatorin die „Ware“ vorher an oder spricht auf anderen Märkten Anbieter gezielt an.

„Wie immer ist hier alles handgemacht, ich will keine Fertig-Industrieware.“

Sabina Brosch, Vereinsvorsitzende cultiamo e.V.

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Upcycling und gute Laune

Der Plan kommt auch bei den Künstlern an. Dieter Pallauf verkauft Kaffeeholz aus Bali, Indonesien und Recycling-Glasbehältern, die sich an die natürliche Form des Holzes anpassen. „Ich mache vor allem Upcycling, also verwerte Gebrauchtes, allerdings muss das Ausgangsprodukt zu meiner Philosophie passen“, erklärt der Kunsthandwerker und lobt. „Hier bin einfach immer wieder gerne hier, die Stimmung ist schön und familiär, das Klientel ist total angenehm.“ Selbst ein kleiner Schauer zwischendurch stört ihn nicht: „Regen gehört einfach dazu.“ „Newcomerin“ Petra Walther, die sich einen großen Stand mit Renate Wagner teilt, auf dem die beiden ebenfalls viel Wiederverwertetes im Bereich Schmuck, Filz, Strick, Genähtes und Gebasteltes anbieten, gibt offen zu: „Zuerst waren wir a bisserl traurig, weil der Markt wenig beworben wurde, ich habe befürchtet, dass keiner kommt. Jetzt bin ich total baff, denn es kommen immer wieder Leute.“ Kollegin Renate Wagner ist vor allem angetan vom Ambiente: „Es ist so gemütlich und urig hier auf der Wiese mit Bäumen, statt auf einem Volksfestplatz mit Kies.“ Keramikkünstlerin Andrea Maierthaler kann das bisschen Nass nicht aus der Ruhe bringen. Ihre Arbeiten sind vorwiegend für den Garten. Selbst ihre Butterdosen und Brottöpfe aus Keramik und Zirbenholz, die sie nach altem französischem Vorbild fertigt, müssen da durch, sagt sie lachend: „Alle Leute sind einfach gut gelaunt. Hier funktioniert alles, die Organisation ist top und freundschaftlich. Für mich hat so ein kleiner Markt einfach Herz, die großen sind mir oft zu kommerziell.“

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Aussicht auf mehr

Sabina Brosch nickt zufrieden: „Ich denke, die Aussteller genießen die Umgebung und den unkomplizierten Umgang, den wir miteinander pflegen. Er ist einfach nett und basiert auf Vertrauen.“ Obwohl die Vorbereitung eines Markts durch die unverzichtbaren Hygienevorschriften momentan doppelte Arbeit benötige, schielt Sabina Brosch bereits in die Vorweihnachtszeit: „Wir hoffen, dann einen Markt machen zu können, letztes Jahr musste er ja kurzfristig ausfallen. 

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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