Giftiger Riesenbärenklau in Hallbergmoos gesichtet

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Den Riesenbärenklau bitte nicht anfassen – schon die kleinste Berührung kann schwere Hautentzündungen hervorrufen

Im Hallbergmooser Gemeindegebiet sowie der näheren Umgebung wurde kürzlich der Riesenbärenklau gesichtet. Besondere Vorsicht ist hier geboten, denn ähnlich wie die Allergie hervorrufende Ambrosia-Pflanze mag  auch der Riesenbärenklau wenig genutzte Flächen. Man findet die giftige Pflanze häufig an Straßen-, Wald- und Wegesrändern, aber auch an Flüssen und Bächen. Der Saft der Pflanze ist extrem aggressiv und ruft nur bei der kleinsten Berührung schwere Hautentzündungen hervor.

Tritt der Pflanzensaft mit der Haut in Kontakt, wird der Schutzmantel der Haut zerstört. Wenn nun die Sonne auf die betreffende Stelle scheint, kann es innerhalb von 24 Stunden zu starken Verbrennungen kommen. Typische Begleiterscheinungen sind Atemnot, Kreislaufprobleme, Schweißausbrüche und Fieber. Sehr häufig bilden sich auch nässende Blasen, die oftmals mehrere Woche brauchen, um abzuheilen.

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Daran erkennt man den Riesenbärenklau

Der Riesenbärenklau hat Ähnlichkeit mit dem Wiesenbärenklau, vor allem dann, wenn der Riesenbärenklau erst in den ersten Zügen des Wachstums steckt. Zur einfacheren Unterscheidung gibt es ein paar wesentliche Merkmale:

  • Merkmal 1: Die Größe
    Der Riesenbärenklau kann eine Größe zwischen drei und fünf Metern erreichen (zum Vergleich: Der Wiesenbärenklau wird nur ungefähr 1,5 Meter hoch).
  • Merkmal 2: Der Stängel
    Der Stängel der Pflanze gleicht einem Stamm. Er kann im Laufe seiner Vegetationszeit einen Durchmesser von bis zu 10 cm annehmen. Zudem ist er sehr stark behaart und an ihm befinden sich lauter kleine rote Flecken. (Zum Vergleich: Der Wiesenbärenklau wächst eher schlank und hat durchgehend grüne Stängel.)
  • Merkmal 3: Die Blüten
    Auch im Bereich der Blüten fällt der Riesenbärenklau sofort auf. Er hat riesige Teller-Dolden, die ab dem zweiten Jahr weiß bis zart rosa blühen. Auch hier ist der Durchmesser mit bis zu 80 Zentimetern wirklich gigantisch. Die Blüten haben mal abgesehen von der Größe die Ähnlichkeit mit den Blüten von Giersch und Wilder Möhre. (Zum Vergleich: Die tellerähnlichen Blütendolden des Wiesenbärenklaus erreichen nur einen Durchmesser von etwa 25 cm.)
  • Merkmal 4: Die Blätter
    Kaum eine Pflanze hat so riesige Blätter wie der Riesenbärenklau. Die stark gefiederten Blätter, die sehr stark unterzackt sind, können bis zu einen Meter lang werden. Um diese Größe zu erreichen, müssen sie allerdings an einem besonders nährstoffreichen Platz stehen.

 

So entfernen Sie den Riesenbärenklau richtig

Es ist wichtig, dass der Riesenbärenklau richtig aus dem Garten entfernt wird. Allein das Abmähen hilft aber nur von kurzer Dauer, da die Pflanze sofort wieder austreibt.

Gehen Sie besser so vor:

Zuallererst ist es wichtig, dass Sie die Bekämpfungsmaßnahmen durchführen, bevor die Pflanze mit der Samenbildung beginnt. Hat die Pflanze ihre Samen verstreut, stirbt die Pflanze ab und es wachsen an anderen Standorten jede Menge neue. Ein etwa 3 Jahre alter Riesen-Bärenklau kann bis zu 50.000 Samen verstreuen. Dazu besitzen die Samen besondere Flug- und Schwimmeigenschaften.

Vorbereitende Maßnahmen:
Bevor Sie sich der Pflanze nähern, sollten Sie Ihre Haut mit Schutzkleidung schützen. Denken Sie auch unbedingt an Handschuhe und Atemschutz. Es ist ebenfalls zu empfehlen, dass Sie die Bekämpfungsmaßnahmen an einem sonnenfreien Tag oder in den späten Abendstunden vornehmen. So minimieren Sie die Gefahr, dass es zu Verbrennungen kommt.

Tipp 1: Pflanze von der Wurzel trennen
Wie schon erwähnt, reicht ein einfaches Abmähen nicht aus. Viel effizienter ist es, wenn Sie die Pflanze über die Wurzel kappen. Dazu müssen Sie mit einem Spaten ungefähr 10 bis 15 Zentimeter tief in die Erde stechen und dabei die Wurzel von der Pflanze trennen. Weder Wurzel noch Pflanze können bei dieser Variante neu austreiben. Der beste Zeitpunkt für diese Bekämpfung ist entweder direkt nach der Blütezeit zwischen September und Oktober oder im Frühjahr zwischen Mai und Juni.

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Tipp 2: Blütendolden abschneiden
Damit die Pflanze sich nicht weiter verbreitet, kann es auch helfen einfach die Blütendolden zwischen Blüte und Fruchtansatz zu entfernen. Einziger Nachteil bei dieser Variante ist, dass die Pflanze immer wieder neue Blüten bildet, die Sie dann in weiteren Arbeitsgängen entfernen müssen.

Nachdem Sie die Blütendolden entfernt haben, sollten Sie diese entweder direkt verbrennen oder in reißfeste Tüten füllen und anschließend entsorgen.

Wichtig! Werfen Sie die Pflanze und Pflanzenteile nicht auf den Kompost, sondern entsorgen Sie diese in einer professionell geführten Großkompostanlage. Reinigen Sie im Anschluss unbedingt sofort Werkzeuge und Schutzkleidung.

Tipp 3: Regelmäßige Kontrolle
Das jeweilige Plätzchen der Pflanze sollte nicht außer Acht gelassen werden. Führen Sie regelmäßig eine Kontrolle durch, ob nicht doch wieder eine neue Pflanze austreibt. Der beste Zeitpunkt für die Kontrolle ist das Frühjahr.

Wenn Sie sich das Entfernen nicht zumuten möchten, können Sie sich auch an die zuständige Naturschutzbehörde in Ihrer Umgebung wenden. Häufig sind die Mitarbeiter Ihnen bei der Beseitigung auch auf privaten Gärten behilflich.

 

 

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Im Hallbergmooser Gemeindegebiet sowie der näheren Umgebung wurde der Riesenbärenklau gesichtet

Achtung! Sollte es zu einem Kontakt zu dem Pflanzensaft gekommen sein, waschen Sie die Stellen sofort mit Wasser und Seife und bedecken Sie die jeweilige Hautpartie in den nächsten Tagen mit Kleidung und einer Creme mit hohem Lichtschutzfakor. Sind mögliche Anzeichen einer Hautirritation zu erkennen, sollten Sie dringend einen Arzt aufsuchen.

Quelle: gartentipps.com / Fotos: Anja Heisig

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