Immer noch große Fassungslosigkeit nach Tod von Harald Reents

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Es ist ein Drama, der viel zu frühe Tod von Bürgermeister Harald Reents macht auch über eine Woche später noch fassungslos. Die Trauer bei seiner Familie, den Freunden, seinen Kollegen in der Verwaltung, bei der Feuerwehr, in ganz Hallbergmoos, der Umgebung bis hin zur Partnergemeinde Predazzo ist riesig. Das zeigten auch zahlreiche Aktionen: Auf Wunsch der Verwaltungsmitarbeiter stellten viele Bürgerinnen und Bürger Kerzen für den verstorbenen Bürgermeister ans Fensterbrett ihres Hauses oder ihrer Wohnung. Viele nahmen die Möglichkeit wahr, sich ins Kondolenzbuch im Gemeindesaal einzutragen und in der Tageszeitung füllten die Todesanzeigen gleich mehrere Seiten. An diese dramatischen Ereignisse kurz vor Weihnachten 2020 hatte bei seinen Anfängen in der Hallbergmooser Politik keiner gedacht. Im Jahr 2007 kam der gebürtige Ismaninger zur Jungen Union, sein Vorgänger als Vorsitzender Stefan Götz erinnert sich: „Der Harald war irgendwann einfach da.“ Als erstes wäre er bei dem von der JU mitorganisierten Konzert „Rock´n´Moos“ im Jahr 2005 auf die Nachwuchspolitik aufmerksam geworden, nach seinem Umzug kam er Kontakt zum Hallbergmooser Verband über Wolfgang Förg zustande, der selbst mittlerweile JU-Ehrenvorsitzender ist.

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Schon von Anfang an sei Harald Reents stets mit einem Ordner bewaffnet gewesen, betont Götz: „Er war einfach immer perfekt strukturiert und hat die JU als Vorsitzender von Beginn an deutlich vorangebracht.“ Schon damals hätte jeder gesehen, dass im späteren Bürgermeister etwas Größeres steckt. Georg Förg, ehemaliger CSU-Gemeinderat, kennt Harald Reents ebenfalls seit seinen Anfängen in  Hallbergmoos: „Ich habe ihn als immer freundlichen, nie nachtragenden Menschen kennengelernt.“ Er habe nie jemanden angegriffen, immer viel mit Diplomatie und Geschick erreicht, so Förg. Im Jahr 2009 wurde Harald Reents CSA-Kreisvorsitzender und drei Jahre später übernahm er in Hallbergmoos den Vorsitz des CSU-Ortsverbands, als Nachfolger von Dr. Marcus Mey. Dieser beschrieb ihn als zupackend und kompetent und sah ebenfalls eine große Politikkarriere in ihm. 2014 war es dann so weit, Harald Reents wurde zum Bürgermeister von Hallbergmoos gewählt, als erster CSU´ler nach einer langen Periode der Freien Wähler. Dass er sich 2020 wieder zur Wahl stellte, sei ein Beweis seiner bemerkenswerten Ideale gewesen, sagt Georg Förg: „Er hatte 2014 versprochen, dass er noch einmal kandidieren wird. Obwohl der Harald teilweise bedrängt wurde, sich als Landratskandidat aufstellen zu lassen, hat er das Versprechen nicht gebrochen, er wollte Leute nicht enttäuschen“.

„Wegen seiner Freundlichkeit, seiner Zuverlässigkeit und seiner offenen Art – deswegen schätzten Ihn alle die Ihn kannten“

Georg Förg, Träger der silbernen Bürgermedaille.

Neben der Politik war Harald Reents vor allem auch in der Feuerwehr sehr aktiv, hat sich sofort nach seinem Umzug in Hallbergmoos dort bestens integriert. Auch als First Responder war er immer mit hohem Einsatz dabei und Georg Förg hat eine Geschichte als Beweis für seine riesige Hilfsbereitschaft parat: Vor den Kommunalwahlen 2014 sind wir vom Mövenpick-Hotel heimgefahren, als auf dem Gehweg eine Frau hinfiel. Harald hat sofort angehalten und sich um sie gekümmert. „Wegen seiner Freundlichkeit, seiner Zuverlässigkeit – deswegen schätzen Ihn alle die Ihn kannten“ Auch Förg selbst erinnert sich an viele weitere schöne Erlebnisse mit Harald Reents zurück. Es ist ein Jammer, er wird sehr fehlen und bei mir einen ständigen Platz im Herzen erhalten. Eine würdige Verabschiedung fällt momentan wegen der Corona-Pandemie leider aus. Sobald es wieder erlaubt ist, soll es zumindest einen Gedenkgottesdienst in Hallbergmoos geben.

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Für Sie berichtete Bernd Heinzinger.

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