Mehrweg-System für die Gastronomie und To-Go-Dienstleister

Kategorie: Aktuelles

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Teilnehmer der Infoveranstaltung bei der Besichtigung der Mehrwegmuster

Förderung durch die Gemeinde nur noch bis Jahresende

Obwohl erst in 15 Monaten die Mehrwegpflicht gesetzlich in Kraft tritt, bietet die Gemeinde vorausschauend schon jetzt eine Förderung beim Umstieg auf Mehrwegverpackungen.
In der Gemeinderatssitzung Anfang Juli wurde dem von Sabina Brosch eingereichte Antrag auf Förderung eines unternehmensübergreifenden Mehrweg-Systems zugestimmt. Ziel ist, dass möglichst viele Gastronomen ein und dasselbe Verbundsystem auswählen und einsetzen. Der Vorteil für die Kunden wäre, dass die Behältnisse nicht mehr nur bei einem Anbieter zurückgegeben werden, sondern, ähnlich dem Flaschenpfand, bei allen teilnehmenden Unternehmungen möglich ist. Nutzer dieser Förderung wären nicht die Gastronomie, sondern auch alle Dienstleister die To-go- oder Take-away-Speisen und Getränke verkaufen.
Ab dem 1. Januar 2023 sind laut dem Verpackungsgesetz wiederverwendbare Mehrwegbehältnis als Alternative zu Einwegverpackungen anzubieten. Durch die freiwillige Förderaktion der Gemeinde Hallbergmoos können sich die betroffenen Betriebe schon jetzt auf die kommenden Zeiten vorbereiten und bis zum Pflichttermin den Prozess optimieren, um dann den gesetzlichen Bestimmungen auch im praktischen Teil ohne Probleme gerecht zu werden.

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Zuschuss „unternehmensübergreifenden Mehrwegsysteme“ nur auf Antrag

Anträge können gestellt werden bei der Wirtschaftsförderung der Gemeinde von Unternehmen aus der Gastronomie sowie von Unternehmen, die ebenfalls Speisen To-go oder Take-away abgeben (Bäckerei, Metzgerei, Lebensmittelhandel, Eisdiele, Imbiss, Foodtruck). Dies gilt ausschließlich für ihre gewerbliche Betriebsstätte auf dem Gemeindegebiet Hallbergmoos. Die Betriebsstätte muss im Gewerberegister von Hallbergmoos zum Zeitpunkt der Antragstellung gemeldet sein. Bezuschusst wird die Einrichtung eines lokalen, unternehmens-übergreifenden Mehrwegsystems (mit Beteiligung von mindestens fünf unabhängigen Hallbergmooser Unternehmen) mit einer Förderquote von 100 Prozent der Netto-Anschaffungskosten. Förderfähig sind hier die Anschaffung der Behältnisse und von Besteck für das unternehmensübergreifende Mehrwegsystem sowie Investitionen in für das Mehrwegsystem nötige Software, wie z. B. eine Handy-App. Der Zuschuss beträgt je Betriebsstätte im Gemeindegebiet Hallbergmoos maximal 500 Euro.
Um die Förderung zu erhalten, sind einige Bedingungen, wie zum Beispiel Antragsstellung, Einhaltung der terminlichen Vorgaben, Materialbeschaffenheit des Mehrweggeschirrs, nötig. Detaillierte Beschreibung und der zweiseitige Antrag auf Gewährung eines Zuschusses kann auf der Homepage (https://www.hallbergmoos.de/foerderrichtlinien-und-antrag-zum-mehrweggeschirr-system) der Gemeinde Hallbergmoos heruntergeladen werden.
Der Antrag muss laut den Förderrichtlinien bis spätestens zum 20. November 2021 bei der Wirtschaftsförderung der Gemeinde gestellt werden.

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Informationsveranstaltung

Die Wirtschaftsförderung der Gemeinde und die Antragstellerin der Förderung Gemeinderätin Sabina Brosch luden am 12. Oktober zu einer Informationsveranstaltung ins Rathaus ein, um einen Überblick über die verschiedenen Anbieter und Systeme zu geben, deren Größen, Rücknahmesysteme, die Anschaffungskosten oder auch das Pfandsystem.
Sabina Brosch und Kathrin Schröckenbauer vom Goldachmarkt hatten im Vorfeld, von fünf in Frage kommende Anbieter von Mehrwegsystemen, Mustergeschirr angefordert, detaillierte Informationen gegenübergestellt und einen einfachen Check für die Praxis vorgenommen. Bei der Einführung wies Sabina Brosch darauf hin, „… dass es sehr sinnvoll wäre, sich für ein System zu einigen, bei dem die Kunden in Hallbergmoos ihre Mehrwegverpackung bei allen teilnehmenden Betrieben zurückgeben können. Weil wenn die Kunden nicht mitmachen, dann funktioniert auch das System nicht“. Kathrin Schröckenbauer erklärte die zwei Systeme, bei denen im ersten Fall der Dienstleister eine monatliche Pauschale bezahlt und dafür beliebig viele Verpackungen bekommt. Das Rückgabesystem ist hierbei das bekannte Pfandsystem mit Bargeld. Bei dem anderen Modell zahlt man pro verwendeten Teil und das Rückgabemanagement erfolgt per App oder Kundenkarte. Welche Variante wirtschaftlicher ist, hängt von mehreren Faktoren ab, wie zum Beispiel von den Umlaufzahlen. Die fünf vorliegenden Mustersortimente in verschiedenen Farben und Ausführungen sind alle Gastro geeignet, Mikrowellen- und Spülmaschienenfest, Auslaufsicher und natürlich recyclebar.
Nach einer lebhaften Diskussion, bei der es um hygienische Aspekte und deren Umsetzung, wie zum Beispiel Kostenintensität der Reinigung, ging, wurden die Exponate begutachtet. Aufgrund der Qualität, Ausführung und Farbe wurde ein Sortiment favorisiert. Kritisch betrachtet wurde die kleine Auswahl der angebotenen Größen der Behältnisse. Sabina Brosch erwartet: „Durch die Mehrwegpflicht und daraus folgende Nachfrage, werden die Anbieter von Mehrwegsystemen ihr Sortiment kontinuierlich ausbauen“.

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Zusammengefasst fanden alle Anwesenden die nachhaltige Aktion begrüßenswert, lobten die Gemeinde für das frühe Förderprogramm und sind entschlossen, Teil des Hallbergmooser Mehrweg-Systems zu werden. Wünschenswert wären noch mehr Betriebe, die sich diesem Modell anschließen und somit die Struktur erweitern für eine nachhaltige Aktion auch im Sinne der Umwelt.
Interessierte Unternehmungen finden die Förderrichtlinien für unternehmensübergreifenden Mehrwegsysteme auf der Homepage der Gemeinde. Bei Fragen zur Teilnahme am Hallbergmooser Mehrweg-System können potenzielle Partner Gemeinderätin Sabina Brosch kontaktieren.

Für Sie berichtete Heinz Geiger.

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