Boarisch Hasch auf Kurztrip – Schnupferverein feiert auf traditionellem Sommerausflug

Kategorie: Vereine

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Hallbergmoos-Boarisch-Hasch-Schnupferclub-Ausflug

Kuriose Vereine gibt es einige. Die Donaldisten tratschen über Entenhausen, andere verschreiben sich der Wurst im Naturdarm und die Königstreuen träumen von der Bayerischen Monarchie. So eine Gemeinschaft hat Hallbergmoos ebenfalls zu bieten: den Schnupferclub „Boarisch Hasch“. Was aber gerade an dem Schnupftabak-Klub seltsam sein soll, ist bei Alteingesessenen längst kein Geheimnis mehr, der Neu-Hallbergmooser jedoch wundert sich womöglich schon: „Es schnupft niemand mehr. Das ist einfach nicht jedermanns Sache. Frauen schnupfen sowieso meist nicht, das hat einfach im Laufe der Jahre aufgehört. Aber man muss ja nicht schnupfen, um bei uns gesellig dabei zu sein“ erklärt Gisela Bockhorni vom Schnupferverein, den 1971 ein paar echte Schnupftabak-Fans ins Leben gerufen haben.

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Schnupftabak ist Vergangenheit, Gemütlichkeit aber ist bis heute groß geschrieben. So treffen sich 41 männliche und weibliche „Schnupfer ohne“ bestens gelaunt zum alljährlichen Sommerausflug. Das Handgepäck ist überschaubar, doch eine Schnupftabakdose ist Pflicht: „Die müssen die Mitglieder dabei haben, sie sind mit dem Namen graviert und somit quasi der Mitgliedsausweis“. Mit von der Partie ist auch Akkordeonspieler Erich Manderla: „Er hat schon beim Mittagessen am Erlensee großartig gespielt“, wertschätzt Gisela Bockhorni den Einsatz an der Quetschkommode unter Sahara-Bedingungen. Die Schnupfer, allesamt neudeutsch „Best Ager“ oder Generation 50plus, stören Temperaturen jenseit der 30 Grad offenbar nicht: „Die Laune war bombig, wir sind im Schatten gesessen, am Chiemsee haben wir eine Schiffstour gemacht, danach ging´s zum Abendessen zum Holzwirt.“ Der Nachtisch ist folgerichtig keine Prise durch die Nase, sondern etwas Hochprozentiges, das sie Kehle befeuchtet, gewährt Gisela Einblicke in den Vereinsausflug: „Ein Schnapserl hat es zwischendurch gegeben, bevor wir nach Hause sind. Unser Heli hat uns mit vielen Witzen die Fahrzeit verkürzt, ein rundum gelungener Tag.“

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Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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