MyRadl stellt sich auf dem Family Day in SURFTOWN vor : v.l.n.r. Vincent Bock und Stefan Schumm (Manager Partnership SURFTOWN), Bürgermeister Benjamin Henn und Anna-Laura Liebenstund, NordAllianz Metropolregion München Nord.
App auf, QR-Code drauf, radeln!
Nach einem langen stressigen Arbeitstag oder einer anstrengenden Shoppingtour durch die Münchener Innenstadt schnell nachhause– manchmal sind es die einfache Dinge, die einen durchatmen lassen. Doch wegen der verspäteten S-Bahn muss die heimische Couch warten, wenn der Bus vor der Nase wegfährt. In Hallbergmoos hat die ärgerliche Wartezeit ein Ende, wer mag kann sich auf ein Radl von „MyRadl“ schwingen und schnell in den Ort fahren. „Es handelt sich um ein Bikesharing-System in München und der Region“, erklärt Anna- Laura Liebenstund, Leiterin der Geschäftsstelle NordAllianz Metropolregion München Nord. „Für Hallbergmoos ist es besonders cool, da die S-Bahn ziemlich weit weg vom Schuss ist.“
Sekundenschnell zum Leihrad
Das System funktioniere „mega easy“, meint Liebenstund: „Auf den Rädern ist ein QR-Code, das klappt auch, wenn man die App noch nicht auf dem Handy hat. In dem Moment, wenn ich den Code scanne, kann ich die MVG- oder MVV-App herunterladen – fertig.“ Der Grundpreis beträgt für ein klassisches Rad 1€/30 min, Pedelecs (Elektrorad) kosten 3€/30 min. Für ÖPNV-Abonnenten und Inhaber der Deutschlandtickets sind die ersten 30 Minuten pro Ausleihe kostenlos (Rad) bzw. ermäßigt (E-Bike), danach gilt der Basistarif. Die einfache Handhabe erfordere keine tieferen Kenntnisse, verspricht Liebenstund: „Ansonsten bietet MyRadl eine Hotline an, die 24/7 zur Verfügung steht. Da landet man nicht irgendwo, sondern beim Kundenservice in München.“ Die App zeigt außerdem in Echtzeit an, wie viele Räder wo verfügbar sind und den Akku-Stand der Pedelecs.
Maximal flexibel bis zum Tegernsee
In Hallbergmoos stehen 30 Räder an sechs Stellplätzen bereit: „Wir bieten Stationen an der S-Bahn, SURFTOWN, Rathausplatz, altes Rathaus, Sportpark und Nachbarschaftshilfe an“, zählt Bürgermeister Benjamin Henn auf: „Uns ging es um die Hauptplätze von Hallbergmoos, um eine gute Erreichbarkeit sicherzustellen.“ Liebenstund ergänzt: „Die Kommunen bestimmen selbst die Stellplätze und die Anzahl der Räder. Besonders toll ist, dass ich ein Rad im gesamten MyRadl-Gebiet nutzen und abstellen kann.“ So dürfe es auch eine Tour bis an den Tegernsee oder Starnberger See sein. „Man kann sich vorab über Stellplätze informieren.“ Wer die Räder nicht ordnungsgemäß abstellt, muss mit einer Zusatzgebühr rechnen.
Mobilitätsoffensive im Umland
MyRadl ist das erste regionale Bikesharing-System für München und 36 Städte und Gemeinden in den Landkreisen des MVV-Gebiets. Dahinter steckt nextbike, Europas größter Bikesharing-Anbieter: „Das Angebot ist seit Mai auf dem Markt, die erste Resonanz ist wirklich sehr gut. Das Gemeinschaftsprojekt soll vor allem die Lücke der „letzten Meile“ schließen, die oft zwischen den Haltestellen des ÖPNV und dem eigentlichen Ziel besteht“, sagt Liebenstund. Das Angebot soll außerdem ein Anreiz sein, um das Auto öfter stehen zu lassen, um unkompliziert und flexibel in die Pedale zu treten. „Die Verträge mit über 40 Kommunen laufen bis 2030, das Projekt ist langfristig geplant,“, so Liebenstund. Es sei ein „wirklich sehr niederschwelliges“ Gesamtpaket, betont Henn: „Und wir haben noch Entwicklungsmöglichkeiten wie in der Dornierstraße Süd und weitere Wohngebiete. Wir wollen das beobachten, und dann Step-by-Step entscheiden.“
»Auf den Rädern ist ein QR-Code, das klappt auch,
wenn man die App noch nicht auf dem Handy hat.
In dem Moment, wenn ich den Code scanne, kann ich die
MVG- oder MVV-App herunterladen – fertig.«
Anna-Laura Liebenstund, NordAllianz Metropolregion München Nord
Für Sie berichtete Manuela Praxl.









