Bei bestem Sommerwetter feierten die anwesenden Künstler:innen der Ausstellung „KUNST am Zaun“ gemeinsam mit Kulturreferent Thomas Henning die Vernissage im Sport- und Freizeitpark.
Am 2. Juli wurde die Ausstellung „KUNST am Zaun“ eröffnet. Zahlreiche Gäste waren zur Vernissage gekommen, um gemeinsam mit dem Arbeitskreis Kunst den Start der diesjährigen Open- Air-Ausstellung zu feiern. Während die Sonne langsam hinter Bäumen und Gebäuden verschwand, tauchte das warme Abendlicht den Sport- und Freizeitpark in eine besondere Atmosphäre. Begrüßt wurden die Gäste von Inez Eckenbach-Henning, der Leiterin des Arbeitskreises Kunst. Sie freute sich über das große Interesse und dankte allen, die das Projekt möglich gemacht haben: dem Gemeinderat, der Verwaltung, insbesondere Martin Schwaiger für die gute Zusammenarbeit, dem Bauhof für Aufbau, Montage und die spätere Umstellung der Bauzäune sowie den Mitgliedern des Arbeitskreises Kunst für Organisation, Dekoration und Unterstützung rund um die Vernissage.
Der Arbeitskreis Kunst ist seit 2019 eine gemeindliche Einrichtung der Gemeinde. Er ist aus dem früheren Künstlerstammtisch hervorgegangen und versteht sich als Botschafter der Kunst vor Ort. Ziel ist es, die Kunstszene in und um Hallbergmoos sichtbar zu machen, zu fördern und Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. Für Inez Eckenbach-Henning ist dieses Engagement auch persönlich eng mit der Kunst verbunden: Bereits 2001 hatte sie ihre erste eigene Vernissage. Heute sorgt sie als Leiterin des Arbeitskreises mit dafür, dass Kunst in Hallbergmoos präsent bleibt. Die Idee zu „KUNST am Zaun“ entstand aus einer praktischen Situation heraus. Als das Rathaus umgebaut wurde und dort keine geeigneten Räume für Ausstellungen zur Verfügung standen, wurde die Kunst kurzerhand nach draußen verlegt. Aus der Notlösung entwickelte sich ein Format, das inzwischen seinen festen Platz im kulturellen Leben der Gemeinde gefunden hat. Der Zaun wird dabei nicht als Grenze verstanden, sondern als Ausstellungsfläche. Kunst wird dort gezeigt, wo Menschen unterwegs sind: beim Sport, auf dem Weg zur Arbeit oder einfach zufällig im Vorbeigehen. Auch Thomas Henning, Gemeinderat und Referent für Vereine, Partnerschaft und Kultur, griff diesen Gedanken in seiner Ansprache auf. Er eröffnete die Ausstellung stellvertretend für Ersten Bürgermeister Benjamin Henn, der herzliche Grüße übermitteln ließ. Henning zitierte den Künstler Pablo Picasso mit den Worten: „Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele.“ Genau darum gehe es bei dieser Ausstellung: kurz innehalten, den Blick heben und die eigene Umgebung vielleicht für einen Moment anders wahrnehmen.
Besonders ist an „KUNST am Zaun“ auch die Bewegung der Ausstellung. Die Werke bleiben nicht an einem Ort, sondern wandern weiter. Zum Abschluss kehrt die Ausstellung an den Rathausplatz zurück. Für die Künstler ist das ein passendes Ende, denn dort nahm die Idee im vergangenen Jahr ihren Anfang. Gezeigt werden Arbeiten von Künstler:innen aus Hallbergmoos, der Region und der Partnergemeinde Predazzo. Nach dem Ende der Ausstellung erhalten die Planen ein zweites Leben: Sie werden zu Kunsttaschen verarbeitet und können später erworben werden. Damit bleibt von der Ausstellung nicht nur ein Eindruck zurück, sondern auch ein Stück Kunst zum Mitnehmen. Die Vernissage zeigte, wie gut Kunst im öffentlichen Raum funktionieren kann, wenn viele Menschen gemeinsam an einer Idee arbeiten. Der Dank des Arbeitskreises galt besonders Inez Eckenbach- Henning für ihren großen Einsatz. „KUNST am Zaun“ macht Kunst niedrigschwellig zugänglich, bringt Farbe in den Alltag und lädt dazu ein, Hallbergmoos mit aufmerksameren Augen zu sehen.
Für Sie berichtete Kate Eigner.











