V. l. n. r. Wollen mehr mitmischen und freuen sich auf neue politische Herausforderungen: Gemeinderat und Schatzmeister Damian Edfelder, Beisitzerin Theresa Maier und Beisitzer Dominik Bachleitner, der stellvertretende Ortsvorsitzende und für 15 Jahre Mitgliedschaft geehrte Alexander Partsch, die Ortsvorsitzende Sofie Holzmann, die JU-Kreisvorsitzende und Kreisrätin Lea Bosch, die FU-Ortsvorsitzende Gabi Partsch und Franz-Joseph Komarek.
Klares Ziel: Mehr Frauen, mehr Jugend, mehr Miteinander
Sofie Holzmann will als Vorsitzende der Jungen Union Hallbergmoos- Goldach auf der Jahreshauptversammlung im Santorini die Chance nutzen, um noch einmal auf die Kommunalwahl einzugehen. „Ich habe das Thema bereits auf der Jahreshauptversammlung der Frauen Union aufgegriffen. Das kam aber in der Öffentlichkeit weniger kritisch rüber, als ich es gemeint habe“, stellt Holzmann fest und fordert vor den anwesenden Mitgliedern: „Wir müssen uns Gedanken machen. Wenn wir ehrlich sind, ist unsere CSU-Fraktion weder jünger noch weiblicher geworden.“
Teilerfolg reicht nicht
Natürlich freue sich Holzmann über eine zweite Bürgermeisterin – Tanja Knieler ist die erste Frau, die in Hallbergmoos das Amt bekleidet. „Allerdings dürfen wir uns darauf nicht ausruhen!“, betont Holzmann. Sie erhält Schützenhilfe von Gabriele Partsch. Die Vorsitzende der Frauen Union bemängelt: „Ich gehöre inzwischen zum „alten Eisen“, aber da waren wir wirklich schon weiter. Frauen sind wichtig in der Politik, wir machen die Hälfte der Bevölkerung aus.“
Wille mitzugestalten
Am fehlenden Engagement der JU, die 23 Mitglieder zählt, liege es nicht, ist sich Holzmann sicher. „Die Zahl zeigt, dass es 23 Menschen gibt, die sich grundsätzlich für ihre Gemeinde einbringen wollen und Haltung zeigen.“ Auf der Liste standen neben Damian Edfelder die jungen Kandidaten, Julian Moser, Markus Grichtmair und Sofie Holzmann: „Wir wollen nicht nur über die Themen reden, sondern zeigen, dass wir bereit sind, Verantwortung für unsere Heimat zu übernehmen und vor Ort junge Perspektiven einzubringen.“ An der Mitarbeit im Wahlkampf sei nichts auszusetzen, unterstreicht Holzmann: „Wir haben fleißig gearbeitet, waren sichtbar, auch in den sozialen Medien und haben Infostände mitorganisiert.“ Das eingefahrene Ergebnis aber, spiegle aus Sicht der jungen Vorsitzenden den Einsatz nicht wider. „Klar entscheidet der Wähler, so funktioniert nun einmal Demokratie und das respektiere ich selbstverständlich“, verdeutlicht Holzmann. Dennoch müsse die CSU am Ort den Verlust von rund acht Prozent genau hinterfragen.
Gekommen, um zu bleiben
Für Holzmann gehe es darum, Menschen nicht nur für den Wahlkampf einzubinden: „Wir müssen sie so aufbauen, dass sie sichtbar werden und bleiben. Demokratie lebt von unterschiedlichen Perspektiven, verschiedener Altersgruppen und Lebensrealitäten“, so Holzmann. „Wir sind nicht nur als Wahlkampfhelfer oder zur Unterstützung von Veranstaltungen wichtig, sondern als Stimme der jungen Generation, vielleicht sogar als Stachel in der CSU. Ich finde, dass die JU das sein darf.“
Plädoyer für Tatkraft
Holzmann wünscht sich in diesem Zusammenhang für die Zukunft mehr Mut, um neue Gesichter aufzubauen, sie zu unterstützen und ihnen „echte Chancen“ zu geben. Mit Blick auf andere Parteien, die junge Menschen in ihren Reihen haben, sei hier die CSU gefordert. Dabei gehe es nicht um Entmutigung, sondern vielmehr darum die Notwendigkeit junger Politik am Ort aufzuzeigen: „Ich bin stolz, was wir letztes Jahr erreicht haben. Wir waren da, haben angepackt und wir haben gezeigt, dass man mit uns rechnen kann.“
Für Sie berichtete Manuela Praxl.








