Faires Händeschütteln nach Bekanntgabe des Resultats
Weichenstellung in Hallbergmoos
Nach wochenlangen Debatten sind die Würfel gefallen: 59 Prozent der gültigen Stimmen entfielen auf die geplante Ansiedlung des Unternehmens Helsing auf der Senderwiese, 41 Prozent dagegen. In konkreten Zahlen bedeutet das: 4.756 abgegebene Stimmen, davon 4.626 gültig, 2.729 stimmten mit „Ja“, 1.897 mit „Nein“. Das Resultat sei, so Bürgermeister Benjamin Henn, ein „wichtiger Schritt zur Sicherung der kommunalen Handlungsfähigkeit“ und ein „starkes Zeichen gelebter Demokratie“. Die Wahlbeteiligung von knapp 56 Prozent wertete Henn als positiv, es bestätige die Entscheidung für das Ratsbegehren und zeige, „dass in Hallbergmoos die Demokratie vor Ort funktioniert.“
Helsing sieht Standort bestätigt
Auch Helsing begrüße den klaren Ausgang des Bürgerentscheids und die Wahlbeteiligung, erklärte ein Sprecher des Unternehmens: „Das große Interesse unterstreicht, wie wichtig den Menschen in Hallbergmoos dieses Thema ist.“ In den vergangenen Wochen habe Helsing nach zahlreichen Gesprächen viel über die Gemeinde Hallbergmoos gelernt: „Sie haben uns in unserer Überzeugung bestärkt, dass Hallbergmoos ein besonders attraktiver Standort ist.“ Das Unternehmen freue sich nun auf eine gute Nachbarschaft, wolle daran „aktiv weiterarbeiten“ und die nächsten Schritte gemeinsam mit der Gemeinde und den Bürgerinnen und Bürgern gehen.
Bürgerinitiative spricht von Erfolg
Aus Reihen der Bürgerinitiative Senderwiese klingt es direkt nach Bekanntgabe des Ergebnisses versöhnlich: „Wir halten es für einen absoluten Erfolg, 41 Prozent der Stimmen erhalten und so viele Bürger mobilisiert zu haben. Das ist für uns ein wirklich gutes Ergebnis“, sind sich Heidi Miller-Mommerskamp und Isolde Oberhof von der Bürgerinitiative einig. Ihr Dank gelte neben den Bürgern auch dem Rathaus für die Zusammenarbeit und der Firma Helsing „für die Auseinandersetzung“. Zugleich bestätigen beide: „Wir erkennen als faire Verlierer die Wahl an“.
Gemeinsam in die Zukunft
Bürgermeister Henn erinnert an die Haltung der Bürgerinitiative: „Die Vertreter der Bürgerinitiative haben im Vorfeld der Wahl öffentlich erklärt, dass sie ein eindeutiges Votum der Bürgerschaft respektieren.“ Es liege nun an der Bürgerinitiative zu entscheiden, „ob sie ihr eigenes Begehren in diesem Fall weiterverfolgen wollen. Ich lade jetzt alle ein: Lassen sie uns gemeinsam konstruktiv in die Zukunft blicken.“
Henn betont wirtschaftliche Bedeutung
Das Votum sei ein klarer Auftrag an Gemeinderat und Verwaltung, so Henn. Die Mehrheit habe erkannt, „dass diese Ansiedlung nicht nur ein Beitrag zur nationalen Souveränität ist, sondern vor allem unsere wirtschaftliche Situation entscheidend verbessern wird“. Mit diesem Rückhalt könne die Gemeinde ihre finanzielle Handlungsfähigkeit für die kommenden Jahre sichern.
Für Sie berichtete Manuela Praxl.
















