Strikte Auflagen für Korvatunturi-Kunsthandwerkermarkt vom Kunst- und Kulturverein Cultiamo

Kategorie: Veranstaltungen

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Viele schöne handgearbeitete Sachen gab es beim Kunsthandwerkermarkt zu entdecken

Zweischneidiges Schwert

Drapiertes Tannengrün hier und da, lodernde Flammen in einer Feuerschale und kleine Holzhütten vor dem Alten Wirt weisen auf das nahende Weihnachtsfest hin. Nicht wenige reiben sich an dieser Stelle im Jahr 2 der Pandemie mit Extrem-Inzidenzen verwundert die Augen, sind sogar verärgert, da Christkindlmärkte in Bayern nicht stattfinden dürfen. „Das hier ist nichts Illegales und wir mogeln uns auch nicht durch“, sagt Sabina Brosch, Erste Vorsitzende vom Kunst- und Kulturverein Cultiamo, und verweist auf den „entscheidenden Unterschied“ zu abgesagten Märkten: „Wir haben hier keinerlei Ausschank von Getränken oder Essensausgaben und ein eingegrenztes Gelände mit einer Eingangskontrolle. So hat es das Landratsamt genehmigt, das läuft unter Handel. Das wird quasi wie ein Bekleidungsgeschäft behandelt. Außerdem haben wir hier 2G und Maskenpflicht festgelegt.“

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Ohne geht nicht

Nur wer ein gültiges Zertifikat in Verbindung mit einem Personalausweis am einzigen Zugang vorweisen kann, darf zwischen den zehn Hütten und Pavillons schlendern und die ausschließlich handgefertigte Ware, von Künstlern aus ganz Bayern, begutachten. Die Angebotsvielfalt reicht von ausgefallenen Keramiken, Gartendekorationen, Taschen, Perlenschmuck bis hin zu Bienenwachskerzen und im Saal des Wirtshauses warten weitere Produkte wie Nudeln, Bekleidung, oder Schlüsselanhänger. Doch auch dafür ist der freie Zugang nicht möglich, es bedarf einer Extra-Marke des Türstehers. „Oben dürfen nur 20 Leute gleichzeitig hinein, also eine Person pro 10 Quadratmeter. Wir lüften einmal pro Stunde komplett“, erklärt Sabina Bosch das Konzept. Der Aufwand sei enorm: „Alle Aussteller müssen 2G plus einhalten. Die mussten, ohne Ausnahme, einen negativen Test vorweisen“, versichert Brosch: „Einige, die bereits auf dem Markt im Sommer dabei waren, hatten wir eingeladen. Als aber klar war, dass sie nicht geimpft sind, mussten wir ihnen leider absagen.“

„Wir haben hier keinerlei Ausschank von Getränken oder Essensausgaben und ein eingegrenztes Gelände mit einer Eingangskontrolle. So hat es das Landratsamt genehmigt, das läuft unter Handel.“

Sabina Brosch, Erste Vorsitzende vom Kunst- und Kulturverein Cultiamo

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Gemischte Gefühle

Wenngleich der Markt mit dem klassischen vorweihnachtlichen Einkaufsvergnügen, Glühwein und Bratwurst inklusive, nicht zu vergleichen ist, sind Aussteller und Kunden froh über die Alternative. „Hier ist 2G, die Leute stellen sich darauf ein, das sind sie inzwischen gewohnt“, meint Renate Fischer, die selbstgeschneiderte Accessoires anbietet und sich einen Tisch mit Keramikerin Karin Höfling teilt. Beate Bodenschatz, Vorstand im Förderverein Emmauskirche, verkauft mit Schatzmeisterin Helga Meindl den traditionellen Glühwein: „In Flaschen!“, betonen beide. „Wir hatten schon alles für den Markt am Rathausplatz geordert. Jetzt haben wir uns mit zwei Keramik-Kunsthandwerkerinnen aus Fürholzen zusammengetan und versuchen, die Flaschen und den passenden Becher dazu zu verkaufen.“ Es seien „eben kleine Schritte“, so Bodenschatz. „Insgesamt ist die Situation einfach schwierig, wir freuen uns alle, dass etwas möglich ist“, meint Kathrin Eltschig aus Freising, die an ihrem Stand selbstgenähte Baby- und Kleinkindbekleidung anbietet. „Die Leute, die hierher kommen, sind wirklich gut gelaunt. Aber ich verstehe es total, wenn andere Kunsthandwerker enttäuscht oder sauer sind, weil sonst quasi alles abgesagt ist“, fühlt die junge Frau mit.

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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